// Musik

Dienstag, 01. August 2017

The Sirens Of Titan

Apocalypse Sessions

The Sirens Of Titan – Apocalypse Sessions
The Sirens Of Titan – Apocalypse Sessions

Diese Plat­ten­name sug­ge­riert, dass es sich hier­bei um eine sehr böse Platte han­delt. Zum einen weil der Titel „Apo­ca­lypse Ses­si­ons“ ja nichts Ver­söhn­li­ches ver­spricht. Zum ande­ren ein Cover­mo­tiv, das auch frag­wür­dig ist. Ein min­der­jäh­ri­ges Mäd­chen mit einem Sturm­ge­wehr ist zu sehen. Hmm, eher ein abschre­cken­des Gefühl hat man bei die­sem Album von The Sirens Of Titan.

Dahin­ter steckt der Musi­ker John Paul Prior, und die­ser wollte mit die­sem Werk ein „Gegen­stück zur Über­pro­duk­tion heu­ti­ger Musik“ zei­gen. Des­we­gen hat er seine Songs auch recht karg arran­giert und beglei­tet sie meist mit einer Gitarre. Diese wird auch vom Strom getrennt, und dazu singt er.

Über­pro­du­ziert ist die­ses Werk wirk­lich nicht, und somit hat der Musi­ker ja sein Ver­spre­chen gehal­ten. Gut, ganz so sim­pel ist es auch nicht, denn natür­lich gibt es auch Bass und Schlag­zeug zu hören. Manch­mal wird auch eine Wes­tern­gi­tarre ange­schla­gen, oder ein Saxo­phon trö­tet schief durch den Opener „Ride The Strom“, aber wesent­lich mehr wird auch nicht aufgefahren.

Apo­ca­lypse Ses­si­ons“ ist, so betrach­tet, eine Platte, die auf jeg­li­chen Zeit­geist pfeift. Man muss aber auch zuge­ben, dass die Platte wenig Höhe­punkte hat. Der größte ist der erwähnte Eröff­nungs­song. Ansons­ten ver­sucht John Paul Prior irgend­wie Neil Youngs Mei­len­stein „Har­vest“ nach­zu­emp­fin­den. Aller­dings feh­len ihm dabei die pas­sende Songs, und auch sit­zen die Arran­ge­ments nicht immer gekonnt.

Der Gesang besticht nicht gerade mit Ein­zig­ar­tig­keit, und zudem ist er nun auch nicht der größte Sän­ger. Gut, dass ist Neil Young auch nicht genau wie Bob Dylan oder J. Mascis, aber die schrei­ben gute Songs und sind individuell.

Was aber Prior gut kann, ist, Melan­cho­lie in sei­nen Songs zu ver­pa­cken. Diese fin­det man in sei­ner Tex­ten und wird in vie­len Facet­ten auf­ge­zeigt. Wenn man diese ent­deckt hat, dann kann man auch lang­sam sei­ner Musik etwas abgewinnen.

Erschie­nen bei: Smile Records /​Soul­food
www​.the​si​ren​sof​ti​t​an​band​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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