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Donnerstag, 03. Mai 2012

Parkplatz wird umgebaut

Alte Feuerwache wird zum Wohnquartier

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Woh­nen in der Kie­ler Alt­stadt – unter die­ser Über­schrift steht die Ent­wick­lung der Alten Feu­er­wa­che, die mit der Ver­trags­un­ter­zeich­nung zwi­schen der Lan­des­haupt­stadt Kiel sowie der BIG BAU‐​Unternehmensgruppe, FRANK Heim­bau Nord GmbH und der Roh­wer Immo­bi­li­en­ge­sell­schaft in eine ent­schei­dende Phase ein­tritt. Ver­tre­ter der Ver­trags­par­teien stell­ten das Pro­jekt am Don­ners­tag, 3. Mai 2012, der Öffent­lich­keit vor. Bau­be­ginn wird vor­aus­sicht­lich im Früh­jahr 2013 sein.

Der Beschluss der Rats­ver­samm­lung zur Wohn­be­bau­ung auf der Alten Feu­er­wa­che setzte 2007 den ent­schei­den­den Impuls zur Ent­wick­lung der Flä­che, die jah­re­lang als Gewer­beareal ver­mark­tet wer­den sollte. Über einen städ­te­bau­li­chen Ide­en­wett­be­werb, deutsch­land­weite Aus­schrei­bung, Bie­ter­ver­fah­ren und zahl­rei­che Ver­hand­lun­gen mit Anlie­gern und dem Archäo­lo­gi­schen Lan­des­amt ent­wi­ckelte sich ein Kon­zept, das mit 60 Woh­nun­gen, sechs Stadt­häu­sern und 40 Apart­ments für stu­den­ti­sches Woh­nen dafür sor­gen wird, dass die Bevöl­ke­rung in der Kie­ler Alt­stadt spür­bar wächst. Aus der­zeit 608 Gemel­de­ten könn­ten nach der vor­aus­sicht­li­chen Fer­tig­stel­lung in 2014 fast 800 werden.

Es ist groß­ar­tig, dass es uns mit unse­ren Part­nern gelun­gen ist, ein Kon­zept zu erstel­len, das diese her­aus­ra­gende Flä­che der Alt­stadt einer ange­mes­se­nen Nut­zung zuführt. Die Alt­stadt wird damit spür­bar belebt“, freut sich Kiels Bür­ger­meis­ter Peter Todes­kino. Ralf‐​Jörg Kaden­bach, Geschäfts­füh­rer in der BIG BAU‐​Unternehmensgruppe und Ver­tre­ter der Pro­jekt­ge­sell­schaft Alte Feu­er­wa­che, sagt: „An einem so ein­zig­ar­ti­gen Stand­ort ein städ­te­bau­lich und archi­tek­to­nisch anspruchs­vol­les Pro­jekt rea­li­sie­ren zu kön­nen, ist eine große Her­aus­for­de­rung und wird eine der letz­ten Lücken in der Kie­ler Innen­stadt schließen.“

Neben der Wohn­be­bau­ung ver­spre­chen die Pläne auch die Ansied­lung einer Gas­tro­no­mie, ein gemein­sa­mes Licht­kon­zept, die Wie­der­her­stel­lung des Hau­ses mit dem „Werkstatt‐​Café“ in der Falck­straße sowie die Rück­sicht­nahme auf die beson­de­ren his­to­ri­schen Bedin­gun­gen des Bau­plat­zes, in des­sen Mitte sich auch Reste der his­to­ri­schen Stadt­mauer befin­den. Noch in die­sem Som­mer wird das Archäo­lo­gi­sche Lan­des­amt dort mit Unter­su­chun­gen begin­nen. „Die Rück­sicht­nahme auf das his­to­ri­sche Erbe Kiels ist allen Betei­lig­ten wich­tig“, beton­ten Peter Todes­kino und Ralf‐​Jörg Kadenbach.

Die der­zeit 124 Stell­plätze auf dem 5.800 Qua­drat­me­ter gro­ßen Areal wer­den nach der Über­gabe des Grund­stücks an die Pro­jekt­ge­sell­schaft zum 1. Juli in die­sem Jahr weg­fal­len. Für die 14 Bewoh­ner­park­plätze ist Ersatz in der Egger­stedt­straße vor­ge­se­hen, wo der­zeit auch ein neues Park­haus ent­steht, das öffent­li­che Park­plätze anbie­ten wird.

Kommentare


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user icon  Kieler_Sprotte:

Super… icon_frown Damit fällt der letzte grö­ßere alt­stadt­nahe Park­platz weg, der ab 18 Uhr sogar kos­ten­los war. Ich habe dort oft abends geparkt, wenn ich zu einer Ver­an­stal­tung im Kie­ler Schloß war oder beim Alten Markt irgendwo etwas essen und/​oder trin­ken. Zumin­dest fürs Essen und Trin­ken werde ich dann jetzt eher woan­ders hin­fah­ren, wo nicht noch 3 – 4 € Park­ge­büh­ren hin­zu­kom­men. Und ich schätze, viele andere wer­den ähn­lich den­ken und han­deln. Ob diese Umsatz­ein­bu­ßen durch die 200 neuen Ein­woh­ner wie­der auf­ge­fan­gen wer­den, wage ich mal zu bezweifeln.

Donnerstag, 03. Mai 2012, 16:39


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