// Musik

Dienstag, 22. Mai 2018

Falco

60

Falco - 60
Falco - 60

Letz­tes Jahr wäre der wohl größte öster­rei­chi­sche Pop­star Johann Hans Höl­zel, bes­ser bekannt als Falco, 60 Jahre alt gewor­den. Er ver­un­glückte im Februar 1998 in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik töd­lich und hin­ter­ließ lange Zeit eine große Lücke. Seit ein paar Jah­ren tut sich etwas im Alpen­staat, und es gibt Bands und Musi­ker, die sich auf Falco bezie­hen, und man hört es auch heraus.

Der Ein­fluss ist da, und Falco ist tat­säch­lich unsterb­lich gewor­den, auch wenn (oder gerade weil) er zu früh die Bühne des Lebens ver­las­sen hat. Jetzt ist kürz­lich eine umfas­sende Com­pi­la­tion mit dem Titel „60“ auf den Markt gekom­men. Diese ist nicht nur eine schnöde Ansamm­lung sei­ner Hits, son­dern weist auch einige Remixe auf und eine DVD.

Bei den Hits ist man auch posi­tiv über­rascht, dass es auch die unbe­kann­te­ren Titel wie das 1984er „Tut‐​Ench‐​Amon (Tutank­ha­men)“, „Munich Girls“ von 1985 oder „Les Nou­veaux Riches“ von 1986 geschafft haben. Auch gibt es das Duett mit Bri­gitte Niel­sen „Body Next To Body“ in der „Exten­ded Rock Ver­sion“ (wel­ches noch nie ver­öf­fent­licht wurde) und „The Sound Of Musik“ im „The Rock‘n‘Soul Edit“ statt in der schnö­den Single‐​Version. Natür­lich ist „Rock Me Ama­deus“ hier ver­tre­ten, mit die­sem gelang es ihm als ers­ter und ein­zi­ger öster­rei­chi­scher Nummer‐​Eins‐​Hit, sich in den ame­ri­ka­ni­schen Charts zu plat­zie­ren, MTV sei Dank.

Auch seine Skandal‐​Hits sind ver­tre­ten. Allen voran „Jeanny Part 1″, der zu einem der größ­ten Skan­dale der deut­schen Musik­ge­schichte führte, und von aller­hand Radio– und Fernseh‐​Stationen boy­kot­tiert wurde. Auch der zweite Teil ist mit dabei, aber die wei­te­ren Teile der „Jeanny‐​Geschichte“ sind lei­der hier nicht zu finden.

Mit „Ganz Wien“ sorgte er gleich 1981 in sei­ner Hei­mat auch für einen Skan­dal, es ging um den Dro­gen­auf­schwung in Wien, die­ses hatte Falco vor­her schon mit der Band „Drah­di­wa­berl“ ver­öf­fent­licht und legte anschlie­ßend den Grund­stein sei­ner gro­ßen Kar­riere. „Der Kom­mis­sar“ ist natür­lich auch vertreten.

Es gibt von eini­gen Songs einige schöne Remixe, am meis­ten beein­druckt „Ein­zel­haft“ im Remix von dem Wie­ner Peter Kru­der, der Charme des Songs wurde behut­sam aber bestim­mend mit (für Peter Kru­der) trei­ben­den Beats bestückt und tanz­bar gemacht.

Es gibt in die­sem Paket auch noch eine DVD, dar­auf ent­hal­ten ist „The Tri­bute Donau­fes­ti­val“. Schon zu Leb­zei­ten hatte Falco ein Kon­zert am glei­chen Ort gege­ben, 100.000 Besu­cher waren damals vor Ort, doch ein Unwet­ter führte mit­ten im Kon­zert zum Abbruch. Des­we­gen hab es post­hum ein Tribute‐​Konzert. An dem nahm Fal­cos alte Band teil, und es kamen sogar 140.000 zur Wie­ner Donau‐​Insel, um ihm zu huldigen.

Mit dabei sind Künst­ler Skreo, Roman Gre­gory, Gianna Nan­nini aber auch das Blas­or­ches­ter der Musik­schule Deutsche‐​Wagram. Auch dabei sind Fet­tes Brot, die pas­sen­der­weise „Der Kom­mis­sar“ per­formt haben. In vie­len Songs wurde Fal­cos Stimme mit ein­ge­blen­det. Ein 30‐​minütiges „Making of..“ run­den die DVD und die­ses Paket ange­nehm ab.

Erschie­nen bei: Sony Music
www​.offi​ci​al​falco​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

facebook

 

Werbung