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Freitag, 04. August 2017

Shock Therapy

1985 – 2008 Theatre Of Shock Therapy

Shock Therapy – 1985 – 2008 Theatre Of Shock Therapy
Shock Therapy – 1985 – 2008 Theatre Of Shock Therapy

Wenn man das Wort „Wahn­sinn“ auf eine Band anwen­den will, dann ist man bei Shock The­rapy an der rich­ti­gen Adresse. 1982 haben sie sich gegrün­det, und 1985 folgte ihr schlicht „Shock The­rapy“ beti­tel­tes Debüt. New Wave, Gothic‐​Sounds und Indus­trial waren damals schon bekannt, und den­noch schaffte es diese Band, ihre Eigen­art fein herauszufeilen.

Ihr Sound war düs­ter, aber vor allem bra­chial und hatte immer eine beson­dere Härte. Dazu der Gesang des 2008 ver­stor­be­nen Grün­dungs­mit­glieds Gre­gory John McCor­mik, der oft klang, als stünde der Ner­ven­zu­sam­men­bruch unmit­tel­bar bevor. Die Beats waren wuch­tig und der rest­li­che Klang wild und durch­aus expe­ri­men­tier­freu­dig. Eigent­lich ein Wun­der, dass es der 1985er Song „Hate Is A 4 Let­ter Word“ es zu einem rich­ti­gen Hit geschafft hat.

Die meis­ten Songs blie­ben aber dann doch eher im Unter­grund, was aber nicht bedeu­tet dass sie unbe­kannt geblie­ben sind, und die Fans stam­men vom EBM‐​Lager genauso wie vom Gitarren‐​Lager, und selbst Metal‐​Fans konn­ten Gefal­len an die­ser Band fin­den. Den­noch ist es schwer, den geneig­ten Fan aus­zu­ma­chen und erst recht den Sound von Shock The­rapy in Gen­res zu betiteln.

Nun wird der Band zu Ehren noch eine Werk­schau namens „1985 – 2008 Theatre Of Shock The­rapy“ her­aus­ge­bracht. Gut, es gab schon zwei Best‐​Ofs über diese Band, und den­noch kann man auch diese gebrau­chen. Schließ­lich beleuch­te­ten die vor­he­ri­gen Com­pi­la­ti­ons ledig­lich die Jahre bis 1991 und küm­mer­ten sich um Outta­kes und andere sel­tene Stücke.

Die jetzt vor­lie­gende Über­sicht gewährt bei­des. Zum einem die frü­he­ren Songs, reicht aber eben auch bis zum letz­ten Album „The Moon And The Sun“. Zudem bie­tet sie auch Lie­der, die eben nie ganz so bekannt waren.

Aller­dings sind rich­tige Rari­tä­ten hier nicht dabei, wes­halb es für den Shock‐​Therapy‐​Kenner und Samm­ler eher ein wenig lang­wei­lig erschei­nen mag. Aber für Men­schen, die sich die­ser Band nähern wol­len, ist diese Doppel‐​CD wirk­lich gelun­gen und ergie­big. Eine Frage bleibt aber offen, näm­lich, warum diese Com­pi­la­tion nicht auf Vinyl erscheint.

Erschie­nen bei: Believe Digi­tal /​Soul­food
www​.shock​-web​.de

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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