// Musik

Montag, 26. Mai 2014

The Vyillies

1983 -1988

The Vyillies – 1983 -1988
The Vyillies – 1983 -1988

The Vyil­lies waren eine Schwei­zer Dark Wave Band, die in den acht­zi­ger Jah­ren aktiv war. Die­ser Band hat dass Mital‐​U Label nun ein Denk­mal gesetzt und eine üppige Doppel‐​CD Com­pi­la­tion erschaf­fen. Am Titel kann man erken­nen, dass die­ses Trio nur von 1983 bis 1988 exis­tiert hat.

Die Truppe hat aus Ilona Prism (Bass), Ursula Nun (Key­board) und Manue Moan (Gesang) bestan­den und den Part des Sin­gens haben sich alle drei dann doch geteilt. Ken­nen­ge­lernt haben sie sich an der Lusan­ner Uni­ver­si­tät und schnell beschlos­sen sie, es mit dem Stu­die­ren auf­zu­ge­ben, um mit The Vyil­lies eine Kar­riere zu starten.

Es begann auch viel­ver­spre­chend, denn die ers­ten Auf­nah­men haben sie in einem Stu­dio in Athen auf­ge­nom­men. Die erste EP, die man schlicht und ergrei­fend „The Vyil­lies“ benannte, bekam viel Zuspruch bei den New‐​Wave und Dark‐​Wave‐​Fans, und man erkor die drei Damen schon als Nach­fol­ger von Sioux­sie Sioux. Der Gesang ist viel­leicht nicht so dicht am Grab­ge­sang der bekann­ten Ikone, aber einen gesun­den Drang zur Ver­rückt­heit konnte man bei den drei Frauen aus dem Alpen­land doch erkennen.

Da braucht man nur von die­ser EP den Song „Mad­ness“ anzu­hö­ren. Aber es gab auch bedroh­li­che düs­tere Songs wie „Rare“ und mit dem recht ein­gän­gi­gen „Whi­s­pers In The Shadow“ sogar einen veri­ta­blen klei­nen Genre‐​Klassiker. Durch die­sen Erfolg war es der Band mög­lich, noch eine wei­tere EP auf­zu­neh­men, und 1985 erschien ihr Album‐​Debüt „Litith“, wel­ches auch noch ein­deu­tig Dark Wave war, aber die Song klan­gen doch ein wenig freund­li­cher und spür­bar pro­fes­sio­nel­ler, hatte ein wenig weni­ger Ecken und Kanten.

Den­noch gab es viel bedroh­li­ches Lied­gut, und Songs wie „Bad Trip“ und „The Food Prayer“ schaf­fen den Spa­gat zu Mala­ria und eben Sioux­sie Sioux und sind auch mit EBM verwandt.

1987 folgte das zweite und auch letzte Album „Sacred Games“ des Trios, und man muss zuge­ben, dass die­ses Werk schon qua­li­ta­tiv abfiel. Es klang sehr nach acht­zi­ger­jahre Niedlich‐​Pop, und auch der Sound war mehr nai­ver Synthie‐​Pop. Zuge­ge­ben, ab und dann blitzt das Kön­nen der drei noch­mal auf, und man erkennt auch ihr eigent­li­ches Metier.

Diese bei­den Alben und die EPs fin­den sich auf die­ser Com­pi­la­tion wie­der, und anbei ist auch ein Book­let mit Pho­tos vor­han­den. Loh­nens­wert ist „1983 – 1988“ auf jeden Fall, alleine schon aus dem Grund, dass man damit alles von die­ser doch recht ver­ges­se­nen Band hat.

Erschie­nen bei: Mital‐​U

www​.mital​-​u​.ch/​t​h​e​-​v​y​l​l​i​e​s​/​i​n​d​e​x​_​g​.html

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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