Montag, 08. März 2010
Holstein Kiel
Gute Nachricht für Holstein‐Fans: Am kommenden Mittwoch können sich die „Störche“ endlich für die eine Woche zuvor erlittene 1:6-Demontage in Bremen rehabilitieren. Dabei schien das Wetter den Kielern einen Strich durch die Rechnung zu machen: Nachdem die Mannschaft bereits am vergangenen Freitag nach Jena zum planmäßigen Drittliga‐Kick anreiste, musste sie am Samstag wegen des erneuten Wintereinbruchs unverrichteter Dinge wieder abreisen – 1.100 Kilometer umsonst. Die Hiobsbotschaften rissen zunächst nicht ab, denn das für Mittwoch geplante Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig musste wegen des Neuschnees und der kalten Temperaturen in Kiel erneut verschoben werden. Glücklicherweise aber haben sich die Verhältnisse auf dem Ernst‐Abbe‐Sportfeld vom FC Carl Zeiss Jena in den vergangenen zwei Tagen deutlich verbessert, so dass diese Partie am Mittwoch um 19.00 Uhr mit nur 101 Stunden Verspätung angepfiffen werden kann. Mit einem Sieg könnte sich Holstein bis auf drei Punkte an den aktuellen Tabellenzwölften herankämpfen.
Diese Reise wird Mittelfeldspieler Marco Stier nicht mehr mit antreten. Der 25‐jährige Holstein‐Akteur wurde am Montag mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres vom Trainings– und Spielbetrieb der 1. Mannschaft freigestellt. Diese disziplinarische Maßnahme wurde dem Spieler und seinem Berater am Montagvormittag in einem Gespräch mitgeteilt. Für den ehemaligen U20‐Nationalspieler bedeutet dies einen weiteren Tiefpunkt seiner Karriere, die er einst gemeinsam mit Piotr Trochowski und Bastian Schweinsteiger begann. Was genau zu dieser Maßnahme führte, ist bislang nicht bekannt. Marco Stier geriet bereits im Herbst in die Schlagzeilen, als Ex‐Trainer Falko Götz dem Spieler mit der flachen Hand an die Stirn schlug und wenige Wochen später entlassen wurde.