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Mittwoch, 07. Juli 2010

Fußball-WM

Wo guckst Du?

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Die deut­sche Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft spielt bei der Welt­meis­ter­schaft in Süd­afrika, und die Fans erle­ben am hei­mi­schen TV eine spiel­starke Elf. Wer die Spiele nicht allein schauen will, lädt sich Freunde ein oder geht zu einem „public view­ing“, um Mül­ler, Klose und Podol­ski gemein­sam zum Sieg zu brül­len. Zur Kie­ler Woche war das kein Pro­blem – an allen Ecken und Enden stan­den große Lein­wände oder kleine Taschen­fern­se­her bereit, um die Fei­er­wil­li­gen auf dem neu­es­ten Stand zu hal­ten. Aber wohin nun? Der För­de­flüs­te­rer hat euch die bes­ten Plätze herausgesucht.

Wer in den letz­ten Wochen in Kiel die Frage „Wo guckst Du?“ stellte, bekam in gefühl­ten 99% der Ant­wor­ten nur ein Ergeb­nis: „In der Forsti“.

Und tat­säch­lich bie­tet die Forst­baum­schule am Düvels­be­ker Weg, Nord­deutsch­lands größ­ter Bier­gar­ten, mit sei­ner Groß­bild­lein­wand augen­schein­lich das beste Ange­bot: Man kann bei die­sen herr­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren drau­ßen sit­zen, das Rau­chen ist erlaubt, das Bier frisch gezapft und die Bur­ger mit Pom­mes haben eine statt­li­che Größe.

Doch wer sein Fuß­ball­glück nicht davon abhän­gig machen will, dass die Sonne even­tu­ell im fal­schen Win­kel auf die Lein­wand fällt, der direkt vor einem sit­zende Besu­cher gerade den Afro‐​Look aus­pro­biert oder man als letz­ten freien Platz aus­ge­rech­net das Grup­pen­tref­fen „Tod allen Nicht­rau­chern!“ erwischt hat, sollte sein Glück doch ein­fach mal bei den Fördeflüsterer‐​Tipps versuchen.

Gas­sis Sportsbar

Die alt­be­kannte Sports­bar ist Ende letz­ten Jah­res von der Alt­stadt in die Berg­strasse gezo­gen. Wer dort auch schon regel­mä­ßig die Bun­des­li­ga­par­tien ver­folgt, wird diese Loca­tion ken­nen – allen ande­ren seien die lecke­ren US‐​Snacks und gemüt­li­chen Sportsbar‐​Sitzbänke ans Herz gelegt. Fuß­ball wird hier auf meh­re­ren gro­ßen Flach­bild­schir­men geschaut.

Beson­de­res Plus: Im Schau­fens­ter ste­hen eben­falls einige Fern­seh­ge­räte. Wer also die Stim­mung der Berg­straße genie­ßen will und den TV‐​Kommentator nicht ver­misst, kann prima drau­ßen ste­hen und schauen.

Guten­berg

In der Guten­berg­strasse 66 fin­det man das zum „Restau­rant Guten­berg“ umge­baute ehe­ma­lige Storch­nest. Hier wird gemein­sa­mes Fuß­ball schauen über einen Bea­mer samt Groß­bild­lein­wand gebo­ten. Das Publi­kum ist bunt gemischt, die Stim­mung aus­ge­las­sen, das Bier läuft zügig durch. Zusätz­lich gibt es sowohl eine „WM‐​Pizza“ als auch einen „Südafrika‐​Burger“.

Stu­dio Film­thea­ter am Dreiecksplatz

Das Café des Stu­dio Film­thea­ters ent­wi­ckelt sich nach und nach zur eige­nen Loca­tion. Nach der gran­dio­sen Lesung von Henry Krase­mann (prä­sen­tiert vom För­de­flüs­te­rer) wer­den dort, abge­schirmt vom Son­nen­licht, auf der gro­ßen Lein­wand alle Spiele der dies­jäh­ri­gen Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft gezeigt. Dazu wird die all­ge­meine Kino‐​Verpflegung gereicht. Wer also immer schon mal Fuß­ball gemein­sam mit Eis­kon­fekt, Knus­per­nüs­sen oder fri­schem Pop­corn genie­ßen wollte, sollte heute abend unbe­dingt im Stu­dio vorbeischauen.

Nach dem Spiel

Lang­sam füllt sich der „Jürgen‐​Klinsmann‐​Platz“.
Kiel läßt seine Bewoh­ner auch nach dem (hof­fent­lich gewon­ne­nen) Spiel nicht allein. Wer noch keine Lust hat, sich in die eige­nen vier Wände zurück­zu­zie­hen, kann an zwei Plät­zen wei­ter­fei­ern: Ent­we­der am „Jogi‐​Löw‐​Platz“ (nor­ma­ler­weise: Drei­ecks­platz) und wei­ter die Berg­strasse hin­un­ter, oder am „Jürgen‐​Klinsmann‐​Platz“ (nor­ma­ler­weise: Alex­an­dra­platz) direkt an der Ecke Kno­oper Weg/​Olshausenstrasse. Die Poli­zei wird recht­zei­tig vor­her Stra­ßen­sper­ren errich­ten, damit der Sieg oder eben der Ein­zug ins „kleine Finale“ gefei­ert wer­den kön­nen und der Abend ent­spannt aus­klin­gen kann.

Über den Autor

Daniela Sonders Daniela Sonders

Suchte 2008 nach kiel4kiel und fand den För­de­flüs­te­rer. Wollte eigent­lich nur hier und da mal ne Kino­kri­tik schrei­ben und ver­sucht jetzt die­sen herr­lich wuse­li­gen Laden in Schach zu hal­ten. Das hat sie nun davon.

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