Mittwoch, 18. November 2009
Hörsaalbesetzung nun auch in KielIm großen Plenum wurde entschieden, den Hörsaal zu besetzen um den Forderungen nach mehr Bildungsgerechtigkeit besser Nachdruck verleihen zu können. Um kurz nach elf Uhr am Mittwoch abend ließen die Studierenden über ihr Blog verlauten, dass bereits Arbeitsgruppen gebildet wurden, die sich um die einzelnen Aspekte von der Formulierung der Forderungen bis hin zu den Pressekontakten kümmern werden.
Der AStA der CAU Kiel hat sich inzwischen zu der Besetzung des Hörsaales geäußert:
Der AStA ist nicht an der Besetzung beteiligt, erkennt aber voll das Recht der Studierenden der CAU an, ihre Uni nach ihren Wünschen zu gestalten. Der AStA möchte aber auch auf die Problematik knapper Hörsaalkapazitäten und überfüllter Studienpläne hinweisen und hofft, dass der Lehrbetrieb nicht mehr als nötig beeinträchtigt wird.
Im AStA wäre ein anderer Adressat einer Besetzung bevorzugt worden, ist jetzt aber jederzeit offen für eine Kooperation und freut sich auf einen Forderungskatalog aus dem Plenum.
Hier kann man sich direkt über die Lage der Kieler Hörsaalbesetzer informieren:
Wie es dazu kam und welches die Hintergründe sind kann man hier nachlesen:
Das Kompetenzzentrum AStA ist in letzter Zeit ja recht aktiv gewesen. Und vor allem viel rumgekommen, Wien zum Beispiel. Dabei wurden reichlich subversiver Spirit versprüht (http://www.flickr.com/photos/unibrennt/4095540350/in/set-72157622780291704/ ) und Carepakete verschenkt. Unser AstA ist schon ein bisschen radikal. Also, zumindest was die T‐Shirts betrifft – und außerhalb von Kiel. Aber selbst wenn man doch in Kiel bleiben muss, profilieren darf man sich sowieso als The Big Awesome AStA. Das Kompetenzzentrum bei Studiprotesten weiß Bescheid, wenn’s ums Erklären geht, warum man auf die Straße muss (http://www.shz.de/home/top-thema/article//2000-schueler-demonstrieren-in-kiel-1.html ). Ganz schön umfassend unterstützend aktiv, der AStA. Was die so alles tun. Da kann es schon mal passieren das man keine Zeit hat sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Unterstützung. Der AStA nahm zumindest an der Vollversammlung gestern teil, physisch, möglicherweise viel zu fertig vom vielen Rumreisen, den vielen besetzten Unis und deren Studenten, die es einfach mal so locker hinbekommen, sich selbst ne Ordnung zu geben ( http://www.flickr.com/photos/unibrennt/4103598592/in/set-72157622677732143/ ). Der AStA hat einfach keine Zeit für sowas, Studentenproteste unterstützen kostet halt viel Zeit und Aufwand, da müssen sich die Studenten dann vorübergehend selber helfen (http://kielbrennt.blogspot.com/ ). Und wenn’s mal wieder medien‐kritisch wird, wird der AStA schon rechtzeitig da sein. Wohlsein.
Donnerstag, 19. November 2009, 17:28