Freitag, 21. Mai 2010
Holstein Kiel
Wie der Vorstand verlauten lässt, soll der sportliche Weg zukünftig von einer noch größeren Identifikation mit der Region, der ganzheitlichen Weiterentwicklung der Eigengewächse sowie der konstruktiven Zusammenstellung einer schlagkräftigen Liga‐Mannschaft gekennzeichnet sein. Aus diesem Grund, so Kiels Sportlicher Leiter Andreas Bornemann, sei die Entscheidung zugunsten des 44 Jahre alten Übungleiters gefallen: „Seine hohe Qualifikation als Trainer sowie die erzielten Erfolge mit der U23 und der U19 bestärken uns in der Entscheidung, Thorsten Gutzeit, beginnend mit dem 1. Juli 2010, vertraglich für drei Jahre an Holstein Kiel zu binden.“
Als Co‐Trainer wurde Jan Sandmann, der während seiner aktiven Laufbahn auch für die Störche auflief und zuletzt Torsten Flocken bei der U17 der KSC unterstützte, engagiert. Darüber hinaus wird Jürgen Wildbrett, derzeit Assistent der Holstein‐U19, als Athletik– und Assistenz‐Trainer fungieren; Carsten Wehlmann wird die Funktion des Torwarttrainers übernehmen. „Alle haben ihre Qualitäten in der Vergangenheit bereits mehrfach nachweisen können. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainergespann“, so Bornemann weiter über die Neubesetzungen.
Auch der neue Trainer blickt gespannt auf die vor ihm liegenden Aufgaben: „Mit Geduld, Bescheidenheit und harter Arbeit möchten wir die sportlichen Ziele erreichen. Wir wollen als starke Einheit auftreten und alle werden die Identifikation mit dem Verein und der Sache vorleben. Wir möchten das Vertrauen der Zuschauer zurückgewinnen und einen Neuanfang ermöglichen.“ Gutzeits Einschätzung ist sehr realistisch. Er weiß, dass der direkte Wiederaufstieg kein Selbstgänger werden wird und dass einige Auftritte in der 3. Liga Sympathien gekostet haben, die nur durch Einsatzwillen und mit Herzblut zurückerobert werden können.
dann können sich die vereinsbosse ja mal wieder als umsichtige retter des fußballs feiern lassen. sie haben blitzschnell analysiert, dass man mit den ksv‐hollywood‐lösungen den ganzen verein in den dreck gezogen hat und den schluss gezogen, dass nur ein bodenständiger mann aus der region ihn da wieder rausholen kann. bravo.
dass sich der verein nach den ganzen söldnerlösungen eh nichts anderes leisten kann: geschenkt.
unterm strich kann man wohl sagen, dass der vorstand – wie bekannt im schönen drei‐jahres‐takt – mal wieder einen schritt in die richtige richtung gemacht hat. aber man muss sich auch fragen, wann der altbekannte größenwahn wohl wieder einsetzen wird. meinen reime und co. es wirklich ernst, wenn sie sagen, dass sie mal wieder in ruhe etwas aufbauen wollen? oder werden sie nicht doch wieder nervös, wenn sie bemerken, dass holstein zumindest in der kommenden saison wohl kaum die rückkehr in die dritte liga buchen kann? (allein schon, weil die beflüüüüüügelten markranstädter sich wohl kaum ebenso dämlich im verjubeln von millionen anstellen werden wie die kieler in den vergangenen 18 monaten.)
schwierig auch: sollte es zwischen verein und trainer dann doch mal knirschen, droht der ksv dann auch gleich der verlust der beiden gutzeit‐söhne.
Samstag, 22. Mai 2010, 10:18
Es hat zumindest den Anschein, als wolle man diesmal den Neuanfang durchziehen. Ansonsten hätte man auch wieder jemand mit Dritt– oder Zweitligaerfahrung holen können. Dass Gutzeit KSV‐Stallgeruch mitbringt, zeigt außerdem, dass er genau weiß, worauf er sich da einlässt: Den seltsamen Wechsel von Vollmann zu Götz und die Maleschen mit letzterem hat er hautnah miterleben können. Ein Vertrag über drei Jahre garantiert ihm zunächst einmal einen Neuaufbau des Teams. Ob der Vorstand irgendwann unruhig wird, kann keiner vorhersagen, aber nicht jede schnell gezogene Reißleine bringt Rettung (siehe Götz und Wück).
Man sollte in Kiel die Zielsetzungen – aus der Erfahrung heraus – vorsichtiger, d.h. realistischer formulieren. Der direkte Wiederaufstieg wäre natürlich wichtig, aber in der Saison 08⁄09 wurde der Aufstieg auch erst am letzten Spieltag Realität. Mit den Neuverpflichtungen, die anstehen, muss sich die Mannschaft erst einspielen und schnell zu einer Einheit werden und nicht zu mehreren Grüppchen. Ein glücklicheres Händchen bei den Transfers wäre wünschenswert. Dann sollte das Ziel sein, sich im oberen Drittel festzusetzen – und wenn es dann läuft, kann man den Wiederaufstieg planen. Gegner wie Leipzig, Chemnitz oder Magdeburg machen die Sache natürlich nicht leichter.
Montag, 24. Mai 2010, 11:20
Da bin ich ja mal gespannt :) Auf jeden Fall kommt in der Fußballgemeinde gut an, dass er „einer von hier“ ist. War gestern auf dem Fußballplatz in der Kreisliga und irgendwie hat jeder den Gutzeit schon mal getroffen oder so *lach*
Samstag, 22. Mai 2010, 09:38