Donnerstag, 18. Februar 2010
LuxuslärmWenig später gewann man die ersten Bandwettbewerbe, und 2008 erschien ihr erstes Album „1000 km bis zum Meer“. Mit diesem gewannen sie nicht nur Preise wie den vom deutschen Rock– und Popmusikerverband zur besten Rockband 2008, zur besten Popband 2008, für das beste Lied 2008 („Unsterblich“), für das beste deutschsprachige CD‐Album und dem Publikumspreis, sondern auch jede Menge Fans.
Bester Zeitpunkt also, jetzt die nächste Karriererakete zu zünden. Das passende Album heißt „So Laut ich kann“ und scheint auch ordentlich Feuer zu haben. Auch die PR‐Maschine scheint gut zu laufen, denn sie haben einen eigenen MTV‐Teaser, und das Album visiert die TOP 20 an.
Musikalisch ist dieses Album natürlich auch wesentlich großzügiger produziert, und diesmal gibt es auch große Streicher‐Einsätze bei energischen Balladen wie „Regen“. Logischerweise wird auch mal ein Piano benutzt, und komischerweise klingt es dann wie ein Rosenstolz‐Song, vor allem wenn dann noch Sängerin Janine „Jini“ Meyer anfängt zu singen.
Doch keine Panik, die Songs sind dann nicht im gleichen Monat gefühlsschwanger wie die des Berliner Duos. Luxuslärms Texte sind noch jugendlicher, und es geht dann doch darum, sein Leben so zu leben, wie man es will und sich nicht verbiegen zu lassen. Allerdings ist das natürlich immer in niedlicher Poesie geschrieben, auch wollen Luxuslärm immer noch eine Rockband sein.
Doch wenn man der Sache gerecht werden will, dann muss man sagen, dass es eher Rockpop für die breite Masse ist, nicht mehr und nicht weniger. Der Erfolg gibt ihnen ja Recht.
Erschienen bei: Die Opposition /Intergroove
Echt ein super Album und eine total sympatische Band.
Donnerstag, 18. Februar 2010, 22:37