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Mittwoch, 10. März 2010

Fährlinie Kiel - Göteborg erhält neue Schiffe

Schwedenkai wird eine der leistungsfähigsten Terminalanlagen der Ostsee

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Auf der Linie Kiel – Göte­borg wer­den zwei moderne RoPax‐​Schiffe die seit 19871988 ein­ge­setz­ten Fäh­ren Stena Ger­ma­nica und Stena Scan­di­na­vica ablö­sen. Dies gab die Ree­de­rei am 9. März im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz in Kiel bekannt.

Das ist eine her­vor­ra­gende Nach­richt für den Kie­ler Hafen, in den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren viele Mil­lio­nen Euro inves­tiert wur­den und zukünf­tig auch noch inves­tiert wer­den, um ihn zukunfts­fä­hig zu hal­ten. Der Ein­satz die­ser bei­den gro­ßen, neuen Fäh­ren wird das Band zwi­schen Göte­borg und Kiel noch fes­ter machen“, erklärte Kiels ­Ober­bür­ger­meis­ter Tors­ten Albig. Dr. Dirk Claus, Geschäfts­füh­rer der SEE­HA­FEN KIEL GmbH & Co. KG:

Kiel ist schon heute wich­tige Dreh­scheibe im Ver­kehr mit Skan­di­na­vien. Durch die neuen Schiffe der Stena Line gewinnt der Hafen gerade auch im Fracht­be­reich wei­ter an Bedeutung.“

Bei den neuen Schif­fen für die Kiel‐​Route han­delt es sich um die Stena Hol­lan­dica und die Stena Bri­tan­nica, die die Namen ihrer Vor­gän­ge­rin­nen anneh­men wer­den. Beide Schiffe sind 240 m lang, haben eine Lade­ka­pa­zi­tät von weit über 4.000 Spur­me­tern und kön­nen nach Umbau mehr als 1.000 Pas­sa­giere beför­dern. Dirk Claus: „Um eine rei­bungs­lose Schiffs­ab­fer­ti­gung zu gewähr­leis­ten, ent­steht am Schwe­den­kai der­zeit eine der moderns­ten und leis­tungs­fä­higs­ten Ter­mi­nal­an­la­gen der Ost­see für große RoPax‐​Schiffe.“ Hierzu wer­den die Betriebs­flä­chen am Schwe­den­kai logis­tisch opti­miert, um Areale des heu­ti­gen Boll­hörn­kais erwei­tert und der Eisen­bahn­an­schluss ertüch­tigt. Zur schnel­len Be– und Ent­la­dung der PKW– und LKW‐​Decks wird zudem eine neue RoRo‐​Brücke instal­liert. In Summe inves­tiert die SEE­HA­FEN KIEL mit Unter­stüt­zung des Lan­des Schleswig‐​Holstein rund 30 Mio. Euro. Der neue Schwe­den­kai wird zum 1. Sep­tem­ber 2010 betriebs­be­reit sein.

Teil der Abfer­ti­gungs­lo­gis­tik am Schwe­den­kai ist auch das neue 12‐​geschossige Ter­mi­nal­ge­bäude für die Stena Line. Über dem – in Zusam­men­ar­beit mit der Ree­de­rei gestal­te­ten – Fracht­be­reich in den unte­ren zwei Stock­wer­ken erstreckt sich die groß­zü­gige Pas­sa­gie­re­bene mit den Land­gän­gen vom und zum Schiff. Im dar­über lie­gen­den Büro­trakt des Gebäu­des fin­det die Ree­de­rei­ad­mi­nis­tra­tion ihren Platz; zudem ste­hen noch Büro­flä­chen für Spe­di­tio­nen und Hafen­dienst­leis­ter zur Ver­fü­gung. Dirk Claus: „Das neue Ter­mi­nal­ge­bäude am Schwe­den­kai setzt Maß­stäbe sowohl in funk­tio­na­ler als auch in archi­tek­to­ni­scher Hin­sicht. Wir sind stolz, der Stena Line eine erst­klas­sige Ter­mi­nal­in­fra­struk­tur und bes­ten Ser­vice bie­ten zu können.“

Die SEE­HA­FEN KIEL GmbH & Co. KG betreibt den Kie­ler Han­dels­ha­fen im öffent­li­chen Auf­trag der Lan­des­haupt­stadt Kiel, deren 100%-ige Toch­ter sie ist. In unmit­tel­ba­rer Innen­stadt­lage ver­fügt Kiel mit dem Ost­see­kai, Nor­we­gen­kai und Schwe­den­kai über ins­ge­samt drei kom­bi­nierte Ter­mi­nal­an­la­gen für Fähr– und Kreuz­fahrt­schiffe. Im Güter­ver­kehr ist Kiel Dreh­scheibe im Han­del mit Nor­we­gen und West­schwe­den sowie mit den Balti­schen Staa­ten und Russ­land. Jedes Jahr wer­den über den Kie­ler Hafen 2 Mio. Pas­sa­giere und 5 Mio. Ton­nen Güter umgeschlagen.

Kommentare


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user icon  studex:

Die Ver­än­de­rung an sich möchte ich nicht aus Prin­zip schlecht reden und sie hat sicher wirt­schaft­li­che Vor­teile für Kiel. Aber zum einen sind die aktu­el­len Stena‐​Schiffe für mich eine Art Wahr­zei­chen der Stadt. Zum ande­ren fühlte ich mich auf ihnen immer eher wie auf einem Aus­flugs­damp­fer, als auf einem Transportfahrzeug.

Das wird sich mei­ner Mei­nung nach nun lei­der deut­lich ändern. Damit meine ich nicht die Größe der neuen Fäh­ren, son­dern das Bild wel­ches diese abge­ben wer­den wird doch ein deut­lich schlech­te­res sein. Sowohl im Stadt­bild, als auch auf der Fähre selbst da dort durch die offene Bau­weise die LKWs zu sehen sein wer­den. Die Stena in Kiel wird dann kein „klei­nes Kreuz­fahrt­schiff“ mehr sein, son­dern ein Frach­ter mit Pasagierbeförderung.

Schau euch die Bil­der an und ihr wer­det sehen, was ich meine. Keine schö­ner Anblick :(

An Bord: http://​tinyurl​.com/​y​l​xwruk http://​tinyurl​.com/​y​l​6vqc2

Von Land: http://​tinyurl​.com/​y​8​utz3a

Zum Ver­gleich heute: http://​tinyurl​.com/​y​9​c8mtz

Was meint ihr?

stu­dex

Mittwoch, 10. März 2010, 23:14


daniela's Avatar

user icon  daniela:

Ich finds auch schade. Vor ewi­gen Zei­ten sind wir mal mit Besu­chern aus NRW durch die Stadt gelau­fen und der Vater der Fami­lie wun­derte sich, wieso „das Haus da drü­ben wie ein Schiff“ aus­sähe? Hihi. Muss­ten ihm erklä­ren, dass da vorn direkt schon Was­ser samt Stena‐​Fähre sei :) Das wird mit solch einem Schiff wohl eher weni­ger passieren.

Mittwoch, 10. März 2010, 23:24


kras's Avatar

user icon  kras:

ach, schiff ist schiff.

Mittwoch, 10. März 2010, 23:31


kaffeeringe.de's Avatar

user icon  kaffeeringe.de:

Ich seh das wie kras: Frü­her war das viel­leicht n Segel­schiff – sah sicher auch voll mari­tim aus und jetzt wir es halt son Tou­ris­ten­frach­ter… Echte Kreuz­fah­rer sind doch nun genug in der Stadt. Und Leute aus NRW haut das auch so um. Auf deren blöde Rhein­damp­fer und –frach­ter kannste nicht mit dem LKW fahren.

Donnerstag, 11. März 2010, 08:46


user icon  studex:

Boah, „Schiff ist Schiff“, wer sagt’n sowas… ;) Nee, die aktu­el­len Stena‐​Fähren sind doch nicht „irgend­ei­ner“ die­ser Luxus‐​Kreuzfahrer für die Kiel ein x‐​beliebiger Zwi­schen­stopp ist, son­dern ein Bestand­teil der Stadt. Ein geschlos­se­ner Rumpf macht da schon deut­lich mehr her…

Donnerstag, 11. März 2010, 10:03


kras's Avatar

user icon  kras:

die bei­den stenas sind doch auch erst seit ende der 80er in kiel. ich kann mich lei­der gar nicht dran erin­nern, was davor war, aber nach 22 jah­ren würde ich etwas noch nicht als fes­ten bestand­teil der stadt bezeich­nen. ich bin seit 32 jah­ren hier, mir würde auch nie­mand hin­ter­her­wei­nen. :D

mal ganz davon ab, dass du mit dei­nen bil­dern da oben natür­lich die alten stenas auch absicht­lich ein biss­chen roman­ti­sierst. wenn du ein bild von denen auf hoher see genom­men hät­test mit schlech­tem wet­ter und ein bild der neuen fäh­ren bei däm­me­rung und mit lich­tern in einem hafen lie­gend, könnte man bei­nahe anders herum argu­men­tie­ren. aber ich gebe zu: nur bei­nahe. die alten stenas sind schon hüb­scher, gebe ich ja zu. dafür sind die neuen grö­ßer und viel­leicht noch einen tick beein­dru­cken­der, wenn sie im hafen lie­gen. also zumin­dest für leute, die schiffe mögen. für mich sind schiffe wie pferde, nur dass sie nicht kacken und wie­hern und statt­des­sen aufm was­ser fah­ren: total überbewertet.

Donnerstag, 11. März 2010, 10:17


user icon  Urlauber:

Hallo zusam­men, vor etwa 10 Jah­ren sind wir schon mal mit dem Schiff nach Schwe­den in den Urlaub gefah­ren. Letz­tes Jahr waren wir mit Freun­den in Laboe und haben die Fähre wie­der­ge­se­hen. Jetzt woll­ten wir zusam­men mit unse­ren Freun­den über Ostern eine Mini‐​Kreuzfahrt mit dem Schiff machen. Als ich jetzt 8 Plätze buchen wollte, habe ich erschro­ken fest­ge­stellt das es die Fähre nicht mehr gibt!!! Das neue Schiff sieht nicht nach Kreuz­fahr­schiff aus. Resul­tat: Wir buchen jetzt nach Oslo. Das ist wenigs­tens noch ein Schiff!!!

Mittwoch, 02. März 2011, 12:35


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