Montag, 01. Februar 2010
Let´s SwingRoger Cicero - Artgerecht und live
Wer ihn bereits live erlebt hat, weiß um das Spektakel, das den Zuschauer auf der Bühne erwartet, wer noch nicht in den Genuss gekommen ist, sollte dies schleunigst nachholen: Die Bühne wird aufwändig dekoriert, die Lichtshow ist perfekt abgestimmt und allein die Outfits und das Arrangement der Band bieten bei diesem Konzert auch etwas für das Auge.
Das Album "Artgerecht" hält, was Roger Cicero verspricht: Es gibt Swing à la Cicero, ob uptempo oder entspannt und laid back, doch die Anklänge von tanzbarem Seventies-Soul sind unüberhörbar. Die aus Jazzspezialisten bestehende Band wurde durch Percussion und Gitarre um funky Akzente erweitert, Arrangeur und Band-Leader Lutz Krajenski lässt an vielen Stellen die Hammond-Orgel singen, streut hier und da perlendes Fender Rhodes ein, ohne dabei seinen angestammten Platz am Konzertflügel zu vernachlässigen - und das Experiment gelingt. Ein erster Beleg ist die hymnenhafte Single-Auskopplung "Nicht artgerecht", die furios von einem schweißtreibenden Motown-Beat vorwärtsgetrieben wird. Sogleich gefolgt von "Spontis zeugen Banker", das die Band mit gestochen scharfen Bläsersätzen, knarzendem Bariton-Sax und einem derart infizierenden Groove spielt, als habe man es nicht mit einer auf Swing gepolten Big Band zu tun, sondern mit leibhaftigen Wiedergängern der legendären Funk-Formation Tower of Power.
Auch stimmlich hat sich etwas verändert. Roger Cicero setzt noch mehr als zuvor Glanzlichter, besticht mit seiner unnachahmlichen Mischung aus Energie, Emotion und Lässigkeit. Doch vor allem greift er effektvoll zu neuen Stilmitteln. "Ich bin auf diesem Album erstmals seit Langem einer alten Leidenschaft nachgegangen und habe viele Chöre arrangiert und eingesungen, mit Gospel-Elementen gearbeitet und mich in jeder Hinsicht ausgetobt. Ich denke, so ist noch mal eine ganz neue Klang-Facette hinzugekommen."Doch auf der Bühne geht es nicht nur um die Musik, sondern auch um den Entertainer Cicero. Er singt, er swingt, er flirtet mit dem Publikum und erzählt eine Menge Geschichten um seinen Zuschauern einen unterhaltendenden Abend zu bieten. Gerade sein Lieblingsthema – der Kampf der Geschlechter – wird einen Tag vor dem berühmten Valentinstag mit Sicherheit die Kieler Konzertbesucher erfreuen.
Karten kosten zwischen 40,25 und 59,80 Euro und sind an allen bekannten Vorverkaufskassen erhältlich.
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