Donnerstag, 18. Februar 2010
Preis der Leipziger Buchmesse 2010
Der Preis der Leipziger Buchmesse ist eine Auszeichnung, die die Leipziger Messe bereits zum sechsten Mal mit Unterstützung der Stadt Leipzig und des Freistaates Sachsen und in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin vergibt. Die mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von einer siebenköpfigen Jury zu gleichen Teilen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung verliehen. Anspruch der Jury ist es, herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen zu ehren, womit der Preis unmittelbar an das Konzept der Leipziger Buchmesse als Forum für Autoren und Literaturvermittlung anschließt.
Unter 760 eingereichten Büchern wählte die Jury – Verena Auffermann (Kulturjornalistin) , Dr. Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung), Dr. Adam Soboczynski (Die Zeit), Dr. Ina Hartwig (freie Journalistin), Elmar Krekeler (Die Welt), Kristina Maidt‐Zinke (Süddeutsche Zeitung), Volker Weidermann (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) – folgende Autoren und ihre Werke aus:
Kategorie Belletristik:
Kategorie Essayistik/Sachbuch:
Kategorie Übersetzung:
Die Brüder Grimm. Eine Biographie
Ihre Sammlung der Kinder– und Hausmärchen ist das weltweit meistgelesene deutsche Buch, als Gelehrte haben sie das Wissen über unsere Sprache und Geschichte revolutioniert und wie niemand vor ihnen haben sie Brüderlichkeit als Lebensform begriffen: Seit ihrer Kindheit lebten Jacob und Wilhelm Grimm meist unter einem Dach und arbeiteten gemeinsam. Ihre Berliner Wohnung war eines der kulturellen Zentren Preußens. Der weit gereiste Diplomat Jacob, der 1814⁄15 am Wiener Kongress teilnahm und 1848 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung wurde, und der Familienvater Wilhelm, geselliger Erzähler und Freund der Dichter – es waren höchst ungleiche Brüder, die mit Leidenschaft die Vergangenheit von Literatur, Recht und Religion erkundeten, um ihre Gegenwart zu verstehen. Die Impulse, die von ihnen ausgingen, sind bis heute wirksam. Steffen Martus lässt die Biographie der Brüder Grimm lebendig werden und rückt sie zugleich in den kulturgeschichtlichen Kontext ihrer Epoche.
Steffen Martus wurde 1968 in Karlsruhe geboren. Er studierte an der Universität Regensburg Deutsche Philologie, Sozialkunde, Philosophie und Soziologie. Nach seinem Magisterabschluss folgten an der Humboldt‐Universität zu Berlin 1998 die Promotion und 2006 schließlich die Habilitation. Nach einer Zwischenstation an der Friedrich‐Alexander‐Universität zu Erlangen‐Nürnberg, übernahm er im April 2007als Nachfolger von Prof. Dr. Heinrich Detering den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur/Literaturwissenschaft an der Christian‐Albrechts‐Universität zu Kiel. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die deutsche Literatur des 17. bis 21. Jahrhunderts, Verschränkungen von Literatur und Wissenschaftsgeschichte, Fragen der Literaturtheorie (insbesondere Autor– und Werktheorien) sowie die Praxeologie der Geistes– und Kulturwissenschaften. Seit 1997 schreibt er als Literaturkritiker regelmäßig für die Süddeutsche und Berliner Zeitung und ist Herausgeber der Internetzeitschrift lit03.de – Magazin für Literaturkritik und literarische Öffentlichkeit und Zeitschrift für Germanistik bzw. Mitherausgeber der IASL‐online.
Wir drücken die Daumen und sind schon ganz gespannt auf die öffentliche Bekanntmachung der Preisträger 2010 am 18.März.
Die nominierten Titel zum Hineinhören
schaut auch mal hier, welchen Favoriten die Leser im Web haben für den Preis der Leipziger Buchmesse: http://www.lovelybooks.de/leipziger-buchmesse-2010
Mittwoch, 03. März 2010, 13:23