// Musik

Donnerstag, 29. Juli 2010

Christy & Emily

No Rest

Christy & Emily - No Rest
Christy & Emily - No Rest

Christy und Emily haben sich in New Yok auf einem Punk­kon­zert ken­nen gelernt, und infol­ge­des­sen wäre die­ses Genre die logi­sche Schnitt­menge. Oder viel­leicht laute Musik, denn Christy Edwards hat ihre Intru­mente anhand von Metallica‐​Songs erlernt. Emily Manzo hin­ge­gen hat lange Zeit Piano gespielt und gele­gent­lich mit dem Fil­me­ma­cher Paul Row­ley zusam­men gear­bei­tet. Schwer vor­stell­bar, wie die Musik von die­sem Duo nun klin­gen mag.

Mit Punk hat es nichts zu tun, und metal­li­sche Gitar­ren­riffs hört man hier auch nicht. Eher hat man sich auf Emi­lys Wur­zeln ein­ge­las­sen. Die zehn Songs auf ihrem zwei­ten Album „No Rest“ sind dann meist eher ruhig und fal­len anfangs nicht auf.

Doch man sollte die­ser Art Folk‐​Oden ruhig wei­tere Chan­cen schen­ken. Die Songs ent­wi­ckeln sich und haben auch etwas Geis­ter­haf­tes. Die Arran­ge­ments sind meist sehr karg, Christy setzt mit ihrem Schlag­zeug spröde Akzente, und ihr Gitar­ren­spiel hat gerne viel Hall in sich. Dazu kommt als Kon­trast dann das Piano– und Orgel­spiel von Emily, das auch nicht über­schwäng­lich ein­ge­setzt wird.

Manch­mal klin­gen ihre Folk‐​Lieder dann wie Beach House, viel­leicht weil dort die Orgel ähn­lich schwer­mü­tige Melo­dien aus­spuckt; „Kings & Mons­ters“ ist ein gutes Bei­spiel dafür. Auch beweist die­ser Song, dass Christy eine ein­dring­li­che Stimme hat. Eigen­bröt­le­risch ist die­ses Album an eini­gen Stel­len und manch­mal sanft, um dann im nächs­ten Moment eine dezente Dra­ma­tik zu zeigen.

No Rest“ ist ein Werk, das ganz behut­sam wächst und dabei immer irgend­wie ange­nehm ver­bor­gen bleibt. Pro­du­ziert wurde die­ses Album übri­gens von Hans Joa­chim Irm­ler, dem Mit­be­grün­der der Krautrock‐​Band Faust.

Erschie­nen bei: Klang­bad /​Bro­ken Silence

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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