// Kultur

Montag, 31. Mai 2010

Interview Teil 2

Krasemann und Gottes Sohn

Buchtitel.
Buchtitel.

Inter­net­seite, Blog, PDF‐​Magazin und diverse Pod­casts – das reicht Henry Krase­mann, den Kie­lern als „Cau­lius“ bekannt, schon lange nicht mehr. Die gedruckte Lite­ra­tur soll es sein, und so erschien im Novem­ber 2009 sein zwei­ter Roman, „Got​tes​-Sohn​.com – Band 1: Kind­heit, Jugend und Mal­lorca“. Die erste Lesung fin­det am Mon­tag, dem 31. Mai im Studio‐​Filmtheater am Drei­ecks­platz statt. Der För­de­flüs­te­rer befragte ihn zu sei­nen Büchern.

Im ers­ten Teil die­ses Inter­views stell­ten wir die Per­son Henry Krase­mann und seine Inter­net­ak­ti­vi­tä­ten vor. Im zwei­ten Teil haben wir ihn zu sei­nen lite­ra­ri­schen Ambi­tio­nen befragt.

För­de­flüs­te­rer: Pod­casts, Inter­net­sei­ten, Kolum­nen – wie kam es nun zum eige­nen Roman? Und was sagt das Umfeld dazu?

Henry Krase­mann: Ange­fan­gen habe ich mit dem Schrei­ben von Roma­nen und Kurz­ge­schich­ten zum Ende der Schul­zeit. Wie wahr­schein­lich bei vie­len männ­li­chen Jugend­li­chen in der post­pu­ber­tä­ren Phase war es eine Mög­lich­keit den eige­nen Welt­schmerz zu ver­ar­bei­ten und viel­leicht Mäd­chen zu beein­dru­cken. Ich hatte sogar fast einen Ver­lag für mei­nen erste Roman. Nach einer ers­ten Zusage hat der sich jedoch lei­der nicht wie­der gemel­det und nun gibt es den Ver­lag nicht mehr. Sel­ber schuld… Da habe ich das Buch („Im Traum ste­hen alle Uhren still“) eben nach eini­gen Über­ar­bei­tun­gen vor zwei Jah­ren sel­ber rausgebracht.

Als der Welt­schmerz ver­ar­bei­tet war und das Beein­dru­cken der Mäd­chen nicht so rich­tig funk­tio­nierte, da war es wäh­rend der Stu­di­en­zeit mehr der jour­na­lis­ti­sche Weg über die Uni­zei­tung fOLIUM. Und jetzt macht mir das Schrei­ben von lus­ti­gen Tex­ten am meis­ten Spaß, wie bei Cau­lius‘ Kolume in den Kie­ler Nach­rich­ten (Teil INKIEL). Meine Frau musste beim Kor­rek­tur­le­sen von „Got​tes​-Sohn​.com“ auch einige Male wirk­lich lachen – mit dem Beein­dru­cken der Mäd­chen hat es also nun doch noch geklappt!

För­de­flüs­te­rer: „Got​tes​-Sohn​.com“ ist bereits Ihr zwei­ter Roman und nach dem Titel­zu­satz „Band 1″ auch gleich auf meh­rere Teile ange­legt. Ist der Kopf voll mit spru­deln­den Ideen, oder woll­ten Sie sich damit auch selbst ein klein wenig unter Druck setzen?

Henry Krase­mann: Tat­säch­lich habe ich noch genug Ideen, die sich schon aus mei­nem All­tags­le­ben erge­ben und dar­auf war­ten, in der einen oder ande­ren Form ver­schrift­licht zu wer­den. Unter Druck set­zen wollte ich mich damit nicht. Eher ist es auch ein Stück Mar­ke­ting. Schließ­lich sind viele gute Geschich­ten irgend­wie schon immer als Tri­lo­gie geplant gewe­sen. Und ich wollte nicht erst bis zum Erfolg war­ten, um das behaup­ten zu können.

För­de­flüs­te­rer: Haben Sie denn schon ein­mal vor Publi­kum gele­sen? Wie berei­ten Sie sich dar­auf vor? Und sind Sie viel­leicht auch ein klein wenig nervös?

Henry Krase­mann: Eine Lesung des Romans im klei­ne­ren Kreis gab es schon und die hat Spaß gemacht. Da ich auch schon oft dienst­lich Vor­träge und Prä­sen­ta­tion gehal­ten habe und regel­mä­ßig Vor­le­sun­gen an Uni, FH und WAK halte ist es vor allem Vor­freude auf den Ter­min. Die geplan­ten Aus­schnitte werde ich auf jeden Fall noch einige Male in mei­nem Arbeits­zim­mer test‐​lesen. Aber etwas Ner­vo­si­tät ist natür­lich dabei. Im Gegen­satz zu dienst­li­chen Vor­trä­gen und Vor­le­sun­gen habe ich keine Ahnung, wer kommt und wel­che Erwar­tun­gen mit­ge­bracht werden.

För­de­flüs­te­rer: Zum Abschluß noch die wich­tigste Frage: Warum sol­len die Kie­ler am Mon­tag abend ins Stu­dio kommen?

Henry Krase­mann.

Henry Krase­mann: Das Prak­ti­sche ist, dass meine Lesung um 20:30 Uhr beginnt und wem es nicht gefällt, der kann spon­tan um 21:00 Uhr noch Robin Hood im Kino sehen. Henry Krase­mann oder Rus­sell Crowe – das nenne ich mal Entscheidungsfreiheit.

Anwe­send sein wer­den vor­aus­sicht­lich auch die meis­ten Freunde, mit denen ich Pod­casts mache. Wer also schon immer mal die Gesich­ter hin­ter den Stim­men von Bes​ter​-Film​.de, Spiele​-Pod​cast​.de oder auch Jura​funk​.de sehen wollte, hat hier vor­aus­sicht­lich eine sel­tene Chance (sofern sie sich offen­ba­ren wollen).

Außer­dem läuft nichts im Fernsehen.

För­de­flüs­te­rer: Vie­len Dank für das Gespräch und viel Spaß und gutes Gelin­gen am Montagabend!

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Über den Autor

Daniela Sonders Daniela Sonders

Suchte 2008 nach kiel4kiel und fand den För­de­flüs­te­rer. Wollte eigent­lich nur hier und da mal ne Kino­kri­tik schrei­ben und ver­sucht jetzt, die­sen herr­lich wuse­li­gen Laden in Schach zu hal­ten. Das hat sie nun davon. Inter­es­sen: Poli­tik, Medien, Bür­ger­rechte, Filme, Kochen und alles rund um Kiel.

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