Mittwoch, 05. Mai 2010
Interview mit zwei der InitiatorenFöflü: Für alle Unwissenden: Was ist denn eigentlich Carrotmob oder Klimarkt und was hat das in Kiel zu suchen?
Ein Carrotmob ist eine besondere Form des Flashmobs. Es wird dazu aufgerufen, bei einem ausgesuchten Laden in einem festgesetzten Zeitraum einzukaufen. Zuvor hat der Ladenbesitzer sich bereit erklärt, einen festgesetzten Teil des Umsatzes, den er in diesem Zeitraum erzielt, in klimarelevante Verbesserungen seines Ladens zu investieren. Die Bewegung kommt aus den USA, genauer gesagt aus San Fransisco, wo im März 2008 der erste Carrotmob durchgeführt wurde. KliMarkt ist der Name unserer Inititative und der Titel, den wir dem teilnehmenden Markt verleihen. Klimaschutz geht jeden etwas an, und hier in der Klimastadt Kiel gab es bisher keine solche Aktion. Also haben wir den Titel „Kiels erster KliMarkt“ versteigert, und der Schlemmer‐Markt Freund hat sich bereit erklärt, 10% seines Umsatzes vom 8. Mai 2010 zu investieren. Damit das Geld richtig eingesetzt wird, stellen wir ihm einen Energieberater zur Seite, mit dem die Veränderungen besprochen werden. Durch den Carrotmob bieten wir jedem und jeder eine Möglichkeit, am 8. Mai etwas für den Klimaschutz zu tun – einfach beim Einkaufen. 10% von jedem Einkauf wird in den Klimaschutz investiert,
Föflü: Und wer steckt hinter dem Projekt?
Wir sind sieben KielerInnen, denen das Klima am Herzen liegt und die in ihrer näheren Umgebung etwas bewegen möchten. Wir sind nicht abhängig von irgendwelchen Organisationen und auch keine Marketingexperten vom Schlemmer‐Markt Freund. Wer sich über uns informieren möchte, kann dies auf unserer Internetseite www.klimarkt.de.vu tun. Wir sind auch bei Facebook, StudiVZ, MySpace, Twitter und YouTube.
Föflü: Wie kam es zu der Idee für dieses Projekt?
Im Oktober letzten Jahres gab es einen Carrotmob in Berlin. Darauf sind wir übers Internet aufmerksam geworden und haben dann beschlossen, auch einen zu organisieren.
Föflü: Und habt ihr schon Weiteres geplant?
Im Moment konzentrieren wir uns natürlich auf den anstehenden Carrotmob. Aber träumen ist ja erlaubt, und wir wünschen uns natürlich, dass es weitere KliMärkte geben wird. Wir möchten aber auch andere Menschen ermutigen, ihre eigenen Carrotmob‐Ideen zu verwirklichen – und stehen ihnen gern mit unseren Erfahrungen zur Seite.
Föflü: Was kann man denn eurer Meinung nach die anderen 364 Tage des Jahres machen, um das Klima zu schützen?
Jede Menge – Klimaschutz fängt schon im ganz Kleinen an. Durch einfache Energiesparmaßnahmen kann jeder in seinem eigenen Haushalt nicht nur den CO2‐Ausstoß, sondern auch die Stromrechnung reduzieren. Durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann sichergestellt werden, dass der eigene Strom grün ist – und dass sich langfristig der gesamte deutsche Strommix verändert. Auch beim Einkaufen kann man eine Menge tun. Bioprodukte und ein verringerter Fleischkonsum haben große Auswirkungen auf das Klima. Man kann das Auto stehen lassen und den ÖPNV oder noch besser das Fahrrad nehmen. Es gibt unzählige kleine Schritte, die jeder ohne Schwierigkeiten gehen kann. Auf unserer Homepage kann man sich eine Liste von Energiespartipps für den Haushalt ansehen.
Föflü: Was ist das Besondere an der Aktion in Kiel?
Dass jede und jeder KielerIn sich daran beteiligen kann, unsere Welt ein ganz klein bisschen besser zu machen. Und da er oder sie dafür nicht einmal besonders anstrengende Dinge tun muss, erhoffen wir uns, dass eine Jede und ein Jeder merkt, wie einfach es ist klimabewusst zu leben.
Direkt bei youtube schauen.
Es gibt ne Menge Leute, die sich den ganzen Tag mit der Klimathematik beschäftigen und die scheinen Dir zu widersprechen. Wie erklärst Du Dir das?
Donnerstag, 06. Mai 2010, 22:01
Ich möchte ja nun die Kommentarfunktion nicht überstrapazieren aber…
…wer sich unvoreingenommen etwas umsieht wird feststellen, dass es keineswegs einen Konsens zwischen den Wissenschaftlern gibt.
z.B. hier: infoblogmedia.wordpress.com/klima/
Wer das nicht macht, ist bei der Märchenstunde vom Herrn Gore, dem IPCC und Konsorten herzlich willkommen.
Donnerstag, 06. Mai 2010, 23:15
es gibt also keinen konsens, du aber weißt, dass anthropogenes co2 keinen einfluss hat? süß.
Donnerstag, 06. Mai 2010, 23:25
„Keinen Konsens“ heißt in diesem Fall, dass kritische Gegenstimmen zahlreicher Wissenschaftler unterdrückt wurden, von einem nicht unabhängigen Institut (IPCC).
Mal so nebenbei: Die Atmosphäre besteht zu etwa 0,0385% aus Kohlenstoffdioxid (CO2). Laut UNO‐Klimabericht beträgt der gegenwärtige anthropogene Anteil davon ca 5%. Wer keine Lust hat zu rechnen… macht in etwa 0,0019%!
Und wie ich sehe, hast Du dich, lieber kras, unvoreingenommen zwischen 23.15 und 23.25 ausgiebig mit dem Thema beschäftigt… ;)
Gute Nacht!
Donnerstag, 06. Mai 2010, 23:59
nur weil ich davor keinen kommentar abgegeben habe? du hast doch hier schon am 25. oktober deine videos verlinkt, die hab ich mir damals sogar angeschaut.
Freitag, 07. Mai 2010, 00:10
Du weißt, dass ich ein großer Fan von Blogs bin, aber „infoblogmedia“ ist mir nicht bekannt. Genau, wie mir bei oberflächlicher Begutachtung 90% der verlinkten Quellen überhaupt nichts sagten. Nur weil jemand etwas ins Internet geschrieben hat, ist es nicht wahr. Ich finde da sehr aufwendige Darlegungen darüber, dass George W. Bush persönlich die Sprengung des World Trade Centers veranlasst hat, dass der Mensch niemals auf dem Mond war oder dass es Bielefeld nicht gibt.
Freitag, 07. Mai 2010, 14:48
Also, da muss ich ihm mal zur Seite springen: Es tauchen immer mehr Berichterstattungen in jedweder medialen Form auf, die zumindest beweifeln oder relativieren, dass eine klimatische Veränderung auf CO2 zurückzuführen sei, wenn nicht sogar den Zusammenhang grundsätzlich in Frage stellen …
Freitag, 07. Mai 2010, 21:56
Ich frag mich ja immer wieder, warum manche Menschen so wehement die Augen vor der so offensichtlichen Realität kategorisch verschließen oder diese leugnen!?
Nach meiner Erfahrung liegt es meist an Zeitmangel, an Angst, an Desinteresse, an Gleichgültigkeit oder eben auch an der Loyalität für die entsprechende politische/elitäre Klasse.
Bei infoblogmedia sind u.a. Artikel und Berichte von SPIELGEL, ZEIT, TIMES, 3Sat, DasErste, NYTimes, Guardian, Telegraph, .…… zu finden.
Wem das nicht reicht und wer zu faul zum Lesen ist: http://www.youtube.com/watch?v=GOCIPW6jK9M&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=BTtDgPrMwo8 http://www.youtube.com/watch?v=pj284XcvGc0&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=wsaPBX2xnQY http://www.youtube.com/watch?v=G5koU49qmfE
Georg W Bush hat natürlich nicht selbst aufs Knöpfchen gedrückt, was so auch nirgens steht. http://www.youtube.com/watch?v=KlWSv0NZBRw
Die insgesamt zigtausend Architekten, Ingenieure, Wissenschaftler, involvierte Überlebende, Angehörige, Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungskräfte und sonstigen kritischen Stimmen verlangen natürlich nur aus Jux und Dollerei eine erneute, unabhängige Untersuchung der Vorfälle des 11. Septembers 2001. http://www.youtube.com/watch?v=ZyKR2-A0KPU
Freitag, 07. Mai 2010, 22:28
Absurdistan at its best: Das Klima mit vollen Einkaufstaschen retten.
Da weiss ich gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Für den Schlemmermarkt Freund ist es zumindest eine Win‐Win‐Situation.
Für mich als Kunden hat das Ganze allerdings einen gehörig fahlen Beigeschmack!
Wer sich ernsthaft mit der Klimathematik beschäftigt hat, der weiss inzwischen, dass anthropogenes CO2 KEINEN bedeutenden Einfluß auf das Weltklima hat. Somit spielt es auch keine Rolle für das WELTKLIMA, ob in dem Laden nun 5 oder 50 Energiesparlampen drin stecken.
Aber für alle Kunden, die sich hier einen Bären aufbinden lassen, sollte die Geschäftleitung dann wenigstens ein persönliches Dankeschön beim Verlassen des Ladens übrig haben. Ein Dankeschön dafür, dass sie so toll das Klima schützen, indem sie leckere Mangos aus Brasilien oder die schönen Tulpen aus Afrika gekauft haben.
In diesem Sinne.… Think 4 Yourself!
Donnerstag, 06. Mai 2010, 20:21