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Mittwoch, 10. September 2008

Lärmaktionsplan

Kiel soll leiser werden

Hauptursache: Straßenverkehr
Hauptursache: Straßenverkehr

Mit einem umfang­rei­chen Plan will die Stadt­ver­wal­tung das Umwelt­pro­blem Lärm bekämp­fen und befragt dazu die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Vom 15. Sep­tem­ber bis zum 15. Okto­ber 2008 haben sie die Mög­lich­keit, Anmer­kun­gen, Kri­tik und Vor­schläge zum Lärm­ak­ti­ons­plan zu äußern.

Haupt­fak­tor in der Lärm­be­las­tung ist der Stra­ßen­ver­kehr – die Motor– und Abroll­ge­räu­sche von PKW und LKW. So sieht der Lärmaktio­nsplan vor allem lang­fris­tige Maß­nah­men zur Ver­schie­bung der Anteile der Ver­kehrs­mit­tel („Modal Split“) zuguns­ten des Umwelt­ver­bun­des (Fuß­gän­ger, Rad­fah­rer, ÖPNV) vor.

Mehr Fahr­rä­der, mehr Fußgänger

Die Mög­lich­kei­ten für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer ver­bes­sert wer­den: Beste­hende „Velo­rou­ten“ sol­len ver­bun­den und in die Außen­be­rei­che der Stadt ver­län­gert wer­den. Zusätz­lich soll es mehr Stell­plätze für Fahr­rä­der geben.

Stadt­Re­gio­nal­Bahn

Des­wei­te­ren soll der Anteil des schie­nen­ge­bun­de­nen Ver­kehrs erhöht wer­den. Die vor­han­dene Gleis­in­fra­struk­tur soll für den inner­städ­ti­schen Ver­kehr genutzt wer­den. Die Hal­te­stel­len am Citti‐​Park in Has­see sol­len da nur der erste Schritt gewe­sen sein.

Das Kon­zept der Stadt­Re­gio­nal­Bahn Kiel sieht durch Ver­wen­dung geeig­ne­ter Fahr­zeuge die Ver­knüp­fung von Stadt­bahn und Regio­nal­bahn vor. Die regio­na­len Ziele Eckern­förde, Neu­müns­ter, Preetz und Schön­ber­ger Strand kön­nen dadurch direkt mit dem Kie­ler Stadt­ge­biet ver­bun­den werden.

Dazu sol­len ca. 24 km Schie­nen mit U‐​förmigem Ver­lauf um die Förde und Aus­bau­stre­cken nach Diet­richs­dorf, Suchs­dorf und Mettenhof/​Melsdorf neu ver­legt und mit den rund 105 Stre­cken­ki­lo­me­ter in der Region ver­bun­den wer­den. Zur bes­se­ren Erschlie­ßung sind 18 neue Hal­te­punkte geplant.

Ruhige Gebiete“

Neben den Maß­nah­men zur Reduk­tion des Lärms wur­den ver­schie­dene Gebiete um Kiel herum als „ruhige Gebiete“ aus­ge­wie­sen, die zusam­men mit den „inner­städ­ti­schen Erho­lungs­flä­chen“ beson­ders vor einer Zunahme des Lärms geschützt wer­den sollen.

Hin­ter­grund

Anlass für die Erstel­lung des Lärm­ak­ti­ons­pla­nes ist die Umge­bungs­lärm­richt­li­nie der EU von 2002. Danach müs­sen zunächst Lärm­kar­ten erstellt wer­den, auf deren Basis Lärm­ak­ti­ons­pläne für Bekämp­fung des Lärms erstellt wer­den. Die Lärm­kar­ten müs­sen danach alle 5 Jahre fort­ge­schrie­ben wer­den, um Ände­run­gen in der Lärm­be­las­tung zu belegen.

Nun bist Du gefragt!

Der Lärm­ak­ti­ons­plan ist im Inter­net ver­füg­bar und liegt zur ­Ein­sicht­nahme ­im Stadt­pla­nungs­amt der Lan­des­haupt­stadt Kiel, Rat­haus, ­4. Geschoss, Zim­mer 462b, aus und der Ansprech­part­ner ist Herr Klaus‐​Peter Juhl:

Tele­fon: 0431 901‑3792
Fax: 0431 901 – 743792
Mail: laermschutz@​kiel.​de

Mehr Infor­ma­tio­nen: kiel​.de/​u​mwelt

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Über den Autor

Steffen Voß Steffen Voß

Stef­fen Voß ist Musik– und Kiel‐​Fan und bloggt unter http://​kaf​fee​ringe​.de. Sein Motto ist: „Mach es selbst, oder wun­der Dich nicht, wenn es nicht passiert.„

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