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Freitag, 22. Januar 2010

Holstein Kiel

Kapitel Götz abgeschlossen

Wohin führt Falko Götz' Weg nach dem Urteil?
Wohin führt Falko Götz' Weg nach dem Urteil?

Am gest­ri­gen Don­ners­tag tra­fen sich Hol­stein Kiel und der Ex‐​Trainer Falko Götz vor dem Kie­ler Arbeits­ge­richt wie­der. Götz for­derte von sei­nem ehe­ma­li­gen Arbeit­ge­ber rund eine Mil­lion Euro Abfin­dung, nach­dem er am 18. Sep­tem­ber 2009 nach nur neun Mona­ten als Coach frist­los ent­las­sen wor­den war. Grund war eine Tät­lich­keit gegen­über Marco Stier, die Götz jedoch bis zuletzt bestrit­ten hatte.

Stier sagt aus

Vier Stun­den wurde im Saal 15 zu Gericht geses­sen. Auch wäh­rend der Befra­gung durch Rich­te­rin Sabine Göldner‐​Dahmke hielt Marco Stier seine Aus­sage, von Falko Götz nach der Nie­der­lage bei Ein­tracht Braun­schweig am 8. August 2009 atta­ckiert wor­den zu sein, auf­recht. Zusätz­lich zu den Schlä­gen gegen die Stirn sei er ver­bal ange­grif­fen wor­den. Im Anschluss an seine Ver­neh­mung wur­den Stiers Anga­ben durch meh­rere Kol­le­gen, dar­un­ter Peter Schyrba und Alex­an­der Nouri, bestä­tigt. Für Falko Götz sollte Andreas Thom, der­zei­ti­ger Co‐​Trainer bei den Stör­chen, aus­sa­gen, der jedoch ebenso wenig wie Mittelfeld‐​Akteur Tim Jerat ent­las­tende Aus­sa­gen bei­steu­ern konnte.

Das Urteil

So fiel dann das Urteil zuguns­ten von Hol­stein Kiel aus. Mit ihrem Urteils­spruch, dass das Schla­gen des Spie­lers Stier als hef­tig zu bezeich­nen und daher als Kör­per­ver­let­zung zu wer­ten sei, habe die frist­lose Kün­di­gung des dama­li­gen Trai­ners Rechts­gül­tig­keit. Götz‘ Hoff­nung auf eine Abfin­dung wurde damit zunichte gemacht; ganz zu schwei­gen von sei­nem Ruf als Trai­ner: Wer seine Spie­ler ver­bal ein­schüch­tert und sogar schlägt, wird es schwer haben, eine neue Anstel­lung zu fin­den. Zusätz­lich geht der Streit­wert – vom Gericht auf 80.000 Euro bezif­fert – zu Las­ten des Unterlegenen.

Erleich­te­rung bei Holstein

Roland Reime, KSV‐​Präsident, äußerte Erleich­te­rung über das nun end­lich abge­schlos­sene Kapi­tel Falko Götz: „Was ich als beson­ders wich­tig erachte, ist die ein­deu­tige Begrün­dung des Gerichts.“ Die­ses mache es Götz‘ Anwalt Oli­ver Wendt schwer, in die Beru­fung zu gehen. Auch Marco Stier zeigte sich nach der Sit­zung froh dar­über, dass der Fall abge­hakt sei und man sich nun wie­der auf den Fuß­ball kon­zen­trie­ren könne. Das Auf­tre­ten der Mann­schaft vor Gericht als Ein­heit nährte die Hoff­nung für die bevor­ste­hende Rück­runde, in der es um nicht weni­ger als den Klas­sen­er­halt geht. Für diese Auf­gabe ver­pflich­tete man soeben den Ober­hau­se­ner Ben­ja­min Schüß­ler.

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Über den Autor

Arne Klahn Arne Klahn

Gebür­ti­ger Kie­ler, Herbst­kind, wind– und wet­ter­fest, durch und durch nord­deutsch. – Mag Lite­ra­tur, Film, Musik & Badminton.

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