Freitag, 18. Dezember 2009
Der Fördefüsterer präsentiert
Auch wenn sie mittlerweile in Berlin beheimatet sind, liegen ihre Wurzeln dennoch in Mecklenburg‐Vorpommern und sie halten damit auch nicht hinter dem Berg. Ob Aktionen gegen rechts oder die Teilnahme am Bundesvision Song Contest von Stefan Raab, sie sehen dies als Möglichkeit, Vorurteile gegenüber ihrem Heimatbundesland zu minimieren und es in einem anderen Licht darzustellen. Die Rede ist von Jennifer Rostock, einer Band, die schwer in Schubladen zu stecken ist und in den letzten beiden Jahren viele Erfolge feierte.
Alles begann schon vor längerer Zeit im beschaulichen Zinnowitz, wo Frontfrau Jennifer und Keyboarder Joe sich bereits im Kindergarten kennen lernten. Man probierte sich und verschiedene Musikstile aus und entschied sich bald lieber in Deutsch statt in Englisch zu singen. Die Songs wurden mehr und mehr selbst geschrieben und 2004 gründeten sie die Band aerials. Bei einem Songwriting‐Contest wurde der spätere Produzent Werner Krumme auf sie aufmerksam und die Reise ging nach abgeschlossenenm Abitur nach Berlin, wo sich auch die drei anderen Bandmitglieder zu ihnen gesellten. Dort entstand auch der neue Bandname Jennifer Rostock.
2007 bekamen sie ihren ersten Plattenvertrag und mit ihrer Debütsingle „Kopf oder Zahl“ wurden sie ein fester Bestandteil in den Playlisten diverser Radio– und Videosender. Nun jagte ein Erfolg den nächsten – Platz fünf im Bundesvision Song Contest von Stefan Raab, das Debütalbum „Ins offene Messer“ stieg in die deutschen Albumcharts ein und der Auftritt bei der MTV Campus Invasion in Jena machte sie endgültig zu einer festen Größe in der deutschen Bandlandschaft. Neben den Erfolgen vergaßen sie jedoch nicht ihre Wurzeln und engagierten sich mit dem Slogan „Neongrün statt braun“ gegen Rechtsextremismus in Mecklenburg‐Vorpommern. Für ihr zweites Album „Der Film“ wurden dann auch neue Stile und Variationen ausprobiert. Frontfrau Jennifer beschreibt die Entwicklung mit folgenden Worten: „Die letzte Tour hat auf dem neuen Album definitiv ihre Spuren hinterlassen. Wenn du immer wieder die gleichen Songs spielst, wirst du irgendwann irre. Also haben wir angefangen, ein bisschen zu variieren. Zum Beispiel habe ich einige Songs mehr geschrien als gesungen. Ich wollte, dass diese Facette meiner Stimme auch ihren Platz auf dem neuen Album findet.“ Joe ergänzt: „Wir experimentieren gerne mit der deutschen Sprache. Da gibt es unzählige Anspielungen und Anekdoten, Wortspielereien und –verdrehungen.“
Eine Bestätigung ihres Erfolgs erhielten Jennifer Rostock mit der Auswahl ihres Songs „Es tut wieder weh“ als Titelsong für die deutsche Edition von „New Moon – Biss zur Mittagsstunde“. Passend zur Geschichte des Films und dem Style der Charaktere, rundet der Song dessen Erfolg musikalisch ab. Das brachte dem Soundtrack auch den Einstieg auf Platz 3 der deutschen Albumcharts ein. Die Single wird ab dem 18. Dezember mit Videoclip, Filmszenen und vielem mehr erhältlich sein.
Im März 2010 beginnt die Band wieder zu touren und macht gleich am Anfang ihrer Reise durch die Republik in Kiel halt. Am 13. März habt ihr die Möglichkeit Jennifer Rostock ab 21 Uhr in der Kieler Pumpe zu genießen und richtig mit ihnen abzufeiern. Die Tickets kosten im Vorverkauf 17 Euro und sind bei dem einschlägigen Kartenverkäufern erhältlich. Das Konzert wird unter anderem vom Fördeflüsterer präsentiert.
Wer vorher schon mal ein bisschen was von der Band hören will, dem sei die MySpace‐Seite und der youtube‐Kanal von Jennifer Rostock empfohlen. Außerdem gibt es auch eine offizielle Homepage auf der ihr viele Hintergrundinformationen findet.