// Szene

Freitag, 18. Dezember 2009

Der Fördefüsterer präsentiert

Jennifer Rostock in der Kieler Pumpe

Foto: Archiv
Foto: Archiv

In den letz­ten bei­den Jah­ren gab es wohl kaum einen, der an der Band Jen­ni­fer Ros­tock vor­bei kam, denn sie waren in allen gän­gi­gen Medien prä­sent. Ob Bun­des­vi­sion Song Con­test, Album­charts oder Kon­zerte, man hörte und sah sie über­all. Nun prä­sen­tiert der För­de­flüs­te­rer die Band bei ihrem Auf­tritt in der Kie­ler Pumpe am 13. März 2010.

Auch wenn sie mitt­ler­weile in Ber­lin behei­ma­tet sind, lie­gen ihre Wur­zeln den­noch in Mecklenburg‐​Vorpommern und sie hal­ten damit auch nicht hin­ter dem Berg. Ob Aktio­nen gegen rechts oder die Teil­nahme am Bun­des­vi­sion Song Con­test von Ste­fan Raab, sie sehen dies als Mög­lich­keit, Vor­ur­teile gegen­über ihrem Hei­mat­bun­des­land zu mini­mie­ren und es in einem ande­ren Licht dar­zu­stel­len. Die Rede ist von Jen­ni­fer Ros­tock, einer Band, die schwer in Schub­la­den zu ste­cken ist und in den letz­ten bei­den Jah­ren viele Erfolge feierte.

Die Anfänge

Alles begann schon vor län­ge­rer Zeit im beschau­li­chen Zin­no­witz, wo Front­frau Jen­ni­fer und Key­boar­der Joe sich bereits im Kin­der­gar­ten ken­nen lern­ten. Man pro­bierte sich und ver­schie­dene Musik­stile aus und ent­schied sich bald lie­ber in Deutsch statt in Eng­lisch zu sin­gen. Die Songs wur­den mehr und mehr selbst geschrie­ben und 2004 grün­de­ten sie die Band aeri­als. Bei einem Songwriting‐​Contest wurde der spä­tere Pro­du­zent Wer­ner Krumme auf sie auf­merk­sam und die Reise ging nach abge­schlos­se­nenm Abitur nach Ber­lin, wo sich auch die drei ande­ren Band­mit­glie­der zu ihnen gesell­ten. Dort ent­stand auch der neue Band­name Jen­ni­fer Rostock.

2007 beka­men sie ihren ers­ten Plat­ten­ver­trag und mit ihrer Debüts­in­gle „Kopf oder Zahl“ wur­den sie ein fes­ter Bestand­teil in den Play­lis­ten diver­ser Radio– und Video­sen­der. Nun jagte ein Erfolg den nächs­ten – Platz fünf im Bun­des­vi­sion Song Con­test von Ste­fan Raab, das Debüt­al­bum „Ins offene Mes­ser“ stieg in die deut­schen Album­charts ein und der Auf­tritt bei der MTV Cam­pus Inva­sion in Jena machte sie end­gül­tig zu einer fes­ten Größe in der deut­schen Band­land­schaft. Neben den Erfol­gen ver­ga­ßen sie jedoch nicht ihre Wur­zeln und enga­gier­ten sich mit dem Slo­gan „Neon­grün statt braun“ gegen Rechts­ex­tre­mis­mus in Mecklenburg‐​Vorpommern. Für ihr zwei­tes Album „Der Film“ wur­den dann auch neue Stile und Varia­tio­nen aus­pro­biert. Front­frau Jen­ni­fer beschreibt die Ent­wick­lung mit fol­gen­den Wor­ten: „Die letzte Tour hat auf dem neuen Album defi­ni­tiv ihre Spu­ren hin­ter­las­sen. Wenn du immer wie­der die glei­chen Songs spielst, wirst du irgend­wann irre. Also haben wir ange­fan­gen, ein biss­chen zu vari­ie­ren. Zum Bei­spiel habe ich einige Songs mehr geschrien als gesun­gen. Ich wollte, dass diese Facette mei­ner Stimme auch ihren Platz auf dem neuen Album fin­det.“ Joe ergänzt: „Wir expe­ri­men­tie­ren gerne mit der deut­schen Spra­che. Da gibt es unzäh­lige Anspie­lun­gen und Anek­do­ten, Wort­spie­le­reien und –verdrehungen.“

Jen­ni­fer Ros­tock (Pressefoto)
Es tut wie­der weh“

Eine Bestä­ti­gung ihres Erfolgs erhiel­ten Jen­ni­fer Ros­tock mit der Aus­wahl ihres Songs „Es tut wie­der weh“ als Titel­song für die deut­sche Edi­tion von „New Moon – Biss zur Mit­tags­stunde“. Pas­send zur Geschichte des Films und dem Style der Cha­rak­tere, run­det der Song des­sen Erfolg musi­ka­lisch ab. Das brachte dem Sound­track auch den Ein­stieg auf Platz 3 der deut­schen Album­charts ein. Die Sin­gle wird ab dem 18. Dezem­ber mit Video­clip, Film­sze­nen und vie­lem mehr erhält­lich sein.

Tour 2010

Im März 2010 beginnt die Band wie­der zu tou­ren und macht gleich am Anfang ihrer Reise durch die Repu­blik in Kiel halt. Am 13. März habt ihr die Mög­lich­keit Jen­ni­fer Ros­tock ab 21 Uhr in der Kie­ler Pumpe zu genie­ßen und rich­tig mit ihnen abzu­fei­ern. Die Tickets kos­ten im Vor­ver­kauf 17 Euro und sind bei dem ein­schlä­gi­gen Kar­ten­ver­käu­fern erhält­lich. Das Kon­zert wird unter ande­rem vom För­de­flüs­te­rer präsentiert.

Wer vor­her schon mal ein biss­chen was von der Band hören will, dem sei die MySpace‐​Seite und der youtube‐​Kanal von Jen­ni­fer Ros­tock emp­foh­len. Außer­dem gibt es auch eine offi­zi­elle Home­page auf der ihr viele Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen findet.

Über den Autor

Melanie Richter Melanie Richter

Zuge­zo­gene Leip­zi­ge­rin, die in Kiel Deutsch und Geschichte auf Lehr­amt stu­dierte und dann hier gern hän­gen­ge­blie­ben ist. Seit etwa 2003 schreibt sie für ver­schie­dene Sei­ten. Lieb­lings­the­men: Enter­tain­ment, Musik, Poli­tik, Gaming, Medien und alles was sonst noch span­nend ist.

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