// Konzertreview

Mittwoch, 24. März 2010

Rockende Gamer in der Pumpe

Jan Hegenberg Konzert im Roten Salon

Jan Hegenberg Konzert in der Pumpe (Foto: Anna & Sinja)
Jan Hegenberg Konzert in der Pumpe (Foto: Anna & Sinja)

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag stand im Roten Salon der Pumpe Jan Hegen­berg auf der Bühne und rockte mit sei­nen Fans was das Zeug hielt. Das Publi­kum war sehr gemischt und man sah den meis­ten nicht an, dass sie in ihrem Par­al­lel­l­e­ben als Schamanen‐​Taure oder Hexenmeister‐​Elfe durch die Welt von World of War­craft ziehen.

Bereits vor Kon­zert­be­ginn war der Rote Salon gut gefüllt und die Stim­mung hob sich fühl­bar, als Jan Hegen­berg die Bühne betrat. Schaut man sich sei­nen Tour­plan an, sieht man, dass maxi­mal zwei Kon­zerte pro Monat auf dem Plan ste­hen und das machte sich auch bemerk­bar. Er war offen­sicht­lich posi­tiv über­rascht von der Fan­freude und der guten Stim­mung, die ihm in Kiel ent­ge­gen schlug und begann das Kon­zert gut gelaunt. Wäh­rend er – wohl aus Gewohn­heit – die Fans bei den ers­ten Songs noch anfeu­erte doch lau­ter zu sein, musste er sie spä­ter eher beru­hi­gen, denn auf­grund lus­ti­gem Pogo‐​Tanzens war zwi­schen­zeit­lich das Equip­ment in Not.

Das Kon­zert

Rockende Fans (Foto: Anna & Sinja)

Die gespiel­ten Songs waren eine Mischung aus alt­be­kannt und frisch auf CD gepresst, aber egal was er anspielt, die Fans erkann­ten die Lie­der an den ers­ten Tak­ten und die meis­ten waren auch über­aus text­si­cher, was sie gern und laut unter Beweis stell­ten. Gen­re­tech­nisch war von allem was dabei, ein wenig Reg­ga­e­s­tyle, ein wenig Hip­Hop und jede Menge melo­di­scher, mit­sing­ba­rer Rock mit Metal­ele­men­ten. Etwas, das Jan Hegen­berg wirk­lich im Blut liegt, ist die Inter­ak­tion mit den Fans. Dabei scheute er sich nicht, auch die­je­ni­gen direkt anzu­spre­chen, die etwas wei­ter weg von der Bühne stan­den und sie mit locke­ren Sprü­chen ins Gesche­hen einzubeziehen.

Das Publi­kum

Wie schon erwähnt, war das Publi­kum sehr gemischt, denn manch jun­ger Com­pu­ter­spie­ler und Jan Hegen­berg Fan war aus Alters­grün­den auf die Beglei­tung des einen oder ande­ren Eltern­teils ange­wie­sen. Wir kamen mit eini­gen Eltern ins Gespräch und beka­men inter­es­sante Ant­wor­ten, vor allem auf die Frage, ob die Eltern wis­sen, was ihre Kin­der am Com­pu­ter spie­len. Die Rück­mel­dung reichte hier von „Keine Ahnung, auf jeden Fall viel zu viel.“ bis „Bei uns spielt die ganze Fami­lie World of War­craft.“. Let­ze­res erzählte eine Mut­ter, die seit zwei­ein­halb Jah­ren das bekannte Online­rol­len­spiel spielt und mitt­ler­weile den höchs­ten Spiel­le­vel erreicht hat. Doch es waren nicht nur Zocker vor Ort, viele hat­ten die Musik über Freunde ken­nen und schät­zen gelernt oder haben mal kurz­zei­tig gespielt, es aber schnell wie­der auf­ge­ge­ben, wäh­rend die Affi­ni­tät zu Jan Hegen­bergs Musik geblie­ben war.

Jan & Fan­girls (Foto: uzi)

Nach dem Ende des Kon­zerts kamen wir noch kurz mit Jan selbst ins Gespräch und erleb­ten ihn als sehr sei­nen Fans zuge­wandt. Hier noch ein Foto, dort noch ein paar Auto­gramme und kurze Gesprä­che mit den Fans, alles gut gelaunt und sehr per­sön­lich. Ein wirk­lich gelun­ge­ner Auf­tritt und wir freuen uns schon auf den nächsten.

Wer mehr über Jan Hegen­berg erfah­ren möchte, kann dies auf sei­ner offi­zi­el­len Web­seite tun. Dort kann man auch in einige Song reinhören.

Über den Autor

Melanie Richter Melanie Richter

Zuge­zo­gene Leip­zi­ge­rin, die in Kiel Deutsch und Geschichte auf Lehr­amt stu­dierte und dann hier gern hän­gen­ge­blie­ben ist. Seit etwa 2003 schreibt sie für ver­schie­dene Sei­ten. Lieb­lings­the­men: Enter­tain­ment, Musik, Poli­tik, Gaming, Medien und alles was sonst noch span­nend ist.

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