// Kino

Donnerstag, 26. August 2010

A-Team reloaded

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert

© 2010 Twentieth Century Fox
© 2010 Twentieth Century Fox

Fast jeder Mitt­drei­ßi­ger kennt die Kult­se­rie „Das A‐​Team“ aus sei­ner Jugend. Vier ehe­ma­lige Sol­da­ten einer US‐​Spezialeinheit, die auf der Flucht vor der Mili­tär­po­li­zei sind und trotz­dem die Schwa­chen und Hilfs­be­dürf­ti­gen vor Gau­nern und Halun­ken beschüt­zen. In der Serie ging es in ers­ter Linie um Action – viel Action!

© 2010 Twen­ti­eth Cen­tury Fox
John „Han­ni­bal“ Smith hatte immer einen Plan, der jedes­mal zunächst schei­terte, so dass das Team in eine Not­lage, teil­weise sogar in Gefan­gen­schaft, geriet. Doch Dank dem tech­ni­schen Geschick von B.A., der sich meist mit den Umbau von Fahr­zeu­gen in impro­vi­sierte fah­rende Fes­tun­gen beschäf­tigte, gelang es ihnen, sich aus der aus­weg­lo­sen Situa­tion zu befreien.

Als die ers­ten Gerüchte auf­ka­men, dass das „A‐​Team“ neu ver­filmt wer­den sollte, waren viele Fans der Serie zunächst skep­tisch. Groß war die Befürch­tung, dass der Charme der Serie, die irr­wit­zige Action und die fast schon slap­stick­ar­ti­gen „Bal­le­reien“ einer dra­ma­tur­gisch wert­vol­len und bedeu­tungs­schwan­ge­ren Story geop­fert würde. Doh die Sorge war unbe­grün­det. Statt­des­sen zeich­net sich die­ses Remake als das aus was es sein soll: Vier coole Typen, eine sinn­freie, aber unter­halt­same Story und selbst­ver­ständ­lich spek­ta­ku­läre Action. Wie damals in der Serie sind Frauen – in die­sem Fall Jes­sica Biel – hüb­sches, aber für die Story irre­le­van­tes Beiwerk.

© 2010 Twen­ti­eth Cen­tury Fox
Auch wenn der Film aus Aktua­li­täts­grün­den in der heu­tige Zeit spielt, ist er inhalt­lich als ein Pre­quel der Serie zu sehen, denn es wird gezeigt, wie aus den hoch­de­ko­rier­ten Sol­da­ten einer Spe­zi­al­ein­heit vier gesuchte Ver­bre­cher wer­den, die unter­tau­chen müs­sen. Statt wie in der Serie in Viet­nam eine Bank zu über­fal­len, akqui­riert das Team erfolg­reich im Auf­trag der CIA die Druck­plat­ten für 100‐​Dollar‐​Noten mit­ten in Bag­dad. Die Jungs wer­den danach jedoch betro­gen und lan­den im Mili­tär­ge­fäng­nis. Der Film erzählt, wie „Han­ni­bal“ damit beginnt, sein Team zu befreien, zeigt aber auch wie „Face“ das Leben „im Knast“ in vol­len Zügen genießt und das gesamte Team sich in guter alter Tra­di­tion mit Hilfe der Impro­vi­sa­tion aus der über­aus miss­li­chen Lage befreit. Lie­be­voll wird unter ande­rem das flie­ge­ri­sche Kön­nen, aber auch die char­mante Ver­rückt­heit von „Howlin’Man“ Mur­dock in Szene gesetzt und ganz neben­bei die Flug­angst von B.A. erklärt.

Der Film ist eine gelun­gene Hom­mage an die Serie, in der mit viel Witz und Charme die Geschichte des „A‐​Teams“ erzählt wird. Der Film ist aber auch ein Remake des Action­kino der alten Schule – irr­wit­zige Special‐​effects, bra­chiale Stunts und Machos, die noch echte Hel­den sind. Wer nicht viel mehr erwar­tet, wird einen unter­halt­sa­men Abend im Kino verbringen.

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Über den Autor

Alexander Ruoff Alexander Ruoff

Kof­fe­in­süch­ti­ger Kos­mo­po­lit, der im Nor­den gestran­det ist und über Kunst, Kul­tur und Poli­tik schreibt.

Kommentare


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user icon  sven:

Ich spen­diere mal ein paar Kom­mata: „„„„„„„„„„„„„„„„„„„„ Die kann jeder Leser für sich in den Text ein­bauen, und mit etwas Glück blei­ben sogar noch wel­che übrig. :)

Donnerstag, 26. August 2010, 22:02


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