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Mittwoch, 28. April 2010

1:0 gegen Dynamo Dresden

Holstein kann es noch

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Am Diens­tag­abend hol­ten die Stör­che nach 14 sieg­lo­sen Spie­len end­lich wie­der drei Punkte. Durch den Sieg im Nach­hol­spiel gegen Dres­den wahr­ten die Kie­ler ihre Chance auf Tabel­len­platz 18.

Lizenz­ver­gabe

Der 18. Platz ist des­halb von Inter­esse, weil es im Rah­men des Lizen­sie­rungs­ver­fah­rens des DFB pas­sie­ren könne, dass einem Ver­ein die Lizenz für die 3. Liga ver­wei­gert wer­den müsse. Als Folge würde der Acht­zehnte als Nach­rü­cker – sofern er selbst die Lizenz erhielte – die Spiel­klasse hal­ten kön­nen. Dies ist zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt natür­lich alles noch Theo­rie, sollte für einen desi­gnier­ten Abstei­ger den­noch einen Anreiz darstellen.

Wenig erbau­li­cher Beginn

Davon war Hol­stein Kiel im ers­ten Durch­gang nichts anzu­mer­ken. Sie schie­nen sich viel­mehr dem lust­lo­sen Auf­tritt der Gäste anzu­pas­sen. Für die Sach­sen, die im Mit­tel­feld der Liga ste­hen, ging es in die­sem Spiel um nichts mehr. Kiel kam erst nach einer hal­ben Stunde zu einer Tor­chance: Flo­rian Meyer, der sich durch sein Lauf­pen­sum und sein Enga­ge­ment aus­zeich­nete, setzte sich auf der lin­ken Außen­bahn durch und spielte im Anschluss den Ball in den Rücken der Dresd­ner Abwehr. Michael Holt ver­suchte es per Direkt­ab­nahme, doch Dynamo‐​Keeper Kel­ler war zur Stelle.

Erlö­sung für die Fans

Francky Sem­bolo ließ Hol­stein Kiel jubeln (Archivfoto).

Beide Teams kamen unver­än­dert aus den Kabi­nen – es wurde aber leb­haf­ter auf dem Platz. Dres­den kam durch Gun­der­sen zu einer guten Mög­lich­keit, als er in der 49. Minute vor Michael Frech auf­tauchte und Kiels Schluss­mann mit einem Heber zu über­win­den ver­suchte. In der 51. Minute wur­den die Kie­ler Fans erlöst: Fiete Syko­ras Pass in den Lauf von Francky Sem­bolo führte zum 1:0 für die Haus­her­ren. Sem­bolo star­tete durch, zog in Goalgetter‐​Manier in den Straf­raum und traf aus neun Metern. Chris­to­pher Lam­precht hätte per Kopf (59.) und per Vol­ley­knal­ler aus 22 Metern (75.) die Füh­rung für die Kie­ler aus­bauen kön­nen, damit wäre der Sieg nach der ereig­nis­ar­men ers­ten Halb­zeit aber zu hoch ausgefallen.

Nach dem Spiel

Dres­dens Coach Mat­thias Mauksch war sprach­los: „Hol­stein hat das Opti­male her­aus­ge­holt. Ich wäre nach dem Schluss­pfiff in der Kabine bei­nahe explo­diert. Von eini­gen Spie­lern muss man sich wohl tren­nen.“ KSV‐​Trainer Chris­tian Wück zeigte sich nach dem Schluss­pfiff erfreut: „Man merkt wei­ter die Ver­un­si­che­rung bei mei­ner Mann­schaft. Aber wir haben gezeigt, dass wir sie­gen wol­len. End­lich haben wir mal wie­der die drei Punkte hier behal­ten. Ich freue mich für das Team und hoffe nun auf etwas mehr Selbst­ver­trauen für die kom­men­den Auf­ga­ben.“ Die unmit­tel­bar bevor­ste­hende Auf­gabe wird schwer: Am Frei­tag, den 30. April, sind die Stör­che beim Tabel­len­zwei­ten VfL Osna­brück zu Gast. Anpfiff ist um 18 Uhr. Die Nie­der­sach­sen wer­den enga­giert auf­tre­ten: Sie ste­hen zwar auf einem Auf­stiegs­platz, müs­sen aber drin­gend drei Punkte gegen Kiel holen, um die Ver­fol­ger aus Braun­schweig und Ingol­stadt auf Dis­tanz zu halten.

Spiel­sta­tis­tik

  • Hol­stein Kiel – Dynamo Dres­den 1:0 (0:0)
  • Hol­stein Kiel: Frech – Sied­schlag, Schyrba, Boy, Gut­zeit – Hei­der (55. Lam­precht), Mül­ler, Sykora, Meyer (79. Schulz) – Holt (68. Bruhn), Sembolo
  • Dynamo Dres­den: Kel­ler – Jung­ni­ckel, Hübe­ner, Palio­nis, Nikol – Wage­feld – Koch, Kegel (77. Miko­la­jczak), Rött­ger (58. Mül­ler) – Dobry, Gundersen
  • Tore: 1:0 Sem­bolo (51.)
  • Schieds­rich­ter: Sei­del (Hennigsdorf)
  • Zuschauer: 2634

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Über den Autor

Arne Klahn Arne Klahn

Gebür­ti­ger Kie­ler, Herbst­kind, wind– und wet­ter­fest, durch und durch nord­deutsch. – Mag Lite­ra­tur, Film, Musik & Badminton.

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