Donnerstag, 11. März 2010
0:3 gegen Jena
Mit einer verstärkten Defensive schickte Trainer Christian Wück seine Mannschaft auf das Spielfeld. Michael Holt nahm zunächst auf der Bank Platz. Für ihn spielte Stephan Vuycic, der im defensiven Mittelfeld aktiv war. Das Spiel begann mit einem Paukenschlag aus Kieler Sicht: Benjamin Schüßler verletzte sich in einem Zweikampf und schied mit einem Kreuzbandriss aus; ersetzt wurde er von Tim Siedschlag. Davon unbeeindruckt machte die KSV das bessere Spiel. Nach einer Viertelstunde setzte Florian Meyer seinen Mitspieler Massimo Cannizzaro schön in Szene. Der Neuzugang kam frei vor das Jenaer Tor, scheiterte jedoch an Torhüter Carsten Nulle. Weitere großartige Chancen blieben trotz der Kieler Angriffsbemühungen Mangelware.
In der 32. Minute fiel nach einem Freistoß der Führungstreffer für die Gastgeber. Assani Lukimya‐Molongoti stieg am höchsten und ließ Keeper Michael Frech keine Chance. Neun Minuten darauf beendete das 2:0 jegliche Kieler Hoffnungen auf ein „Sechs‐Punkte‐Spiel“: Timo Nagy, der auch das 1:0 vorbereitet hatte, nutzte eine Unachtsamkeit der Gäste, indem er den Ball aus der eigenen Hälfte weit nach vorne schlug, wo Orlando Smeekes lauerte. Christopher Lamprecht konnte gegen den Stürmer nichts mehr retten und Frech war abermals geschlagen. Zwei Chancen, zwei Tore – die Jenaer zeigten den Kielern, wie man effektiv Fußball spielt.
Trotzdem steckten die Störche nicht auf und spielten auch in der zweiten Halbzeit offensiv, um schnellstmöglich einen Anschlusstreffer zu erzielen. Jena zog sich während dieser Phase in die eigene Hälfte zurück und ließ die Kieler das Spiel machen. Als sich jedoch herausstellte, dass den Kielern kein geeignetes Mittel einfiel, ihre Defensive zu knacken, spielten die Thüringer wieder mit. In dieser Zeit fiel das 3:0. Sebastian Hähnge hatte nach einem Abspielfehler von Sven Boy im Mittelfeld keine Probleme, die Führung auszubauen. Unbedrängt zog er aus 20 Metern ab und versenkte in der 74. Minute die Kugel im rechten oberen Winkel.
Holsteins Trainer Wück sprach die abermals fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor an: „Für uns ist es eine sehr schwierige Situation. Am ersten Durchgang habe ich nicht viel auszusetzen, allerdings müssen wir das 1:0 durch Cannizzaro machen. Wir haben anfangs viel investiert, aber dann häuften sich die individuellen Fehler. Wir müssen einfach gefährlicher vor dem Tor werden. Unser Einsatz wird noch nicht belohnt. Wenn sich das nicht ändert, dann wird es eng.“
Das Heim‐Spiel gegen Dynamo Dresden, das für kommenden Samstag, den 13. März, angesetzt war, muss wegen der weiterhin andauernden Unspielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Ein Nachholtermin steht derzeit noch nicht fest, wird aber schnellstmöglich bekannt gegeben. Die KSV Holstein wird voraussichtlich erst am Dienstag, den 16. März, wieder spielen. Dann werden sie um 19 Uhr die Kickers Offenbach im Holstein‐Stadion empfangen.