Montag, 18. Januar 2010
XII. HallenmastersDabei sah es zunächst so aus, als wären die Kieler mit schweren Beinen aus Spanien heimgekommen. Das Auftaktspiel gegen den VfR Neumünster verlor Kiel nämlich mit 2:1, und auch gegen den zweiten Gegner, Flensburg 08, musste sich Christian Wücks Mannschaft anstrengen, um einen 1:2-Rückstand in einen Sieg umzuwandeln; 3:2 hieß es am Ende für Holstein. Erst im letzten Vorrundenspiel gelang den Störchen ein klarer 2:0-Sieg gegen den SV Henstedt‐Ulzburg. Mit zwei Siegen und einer Niederlage erreichten sie als Tabellenzweiter hinter den ungeschlagenen Veilchen aus Neumünster das Halbfinale.
Die Gruppe B sollte sich als spannender herausstellen. Wer erwartet hatte, dass sich der VfB Lübeck gegen den Eckernförder SV, Eider Büdelsdorf und den SV Eichede klar durchsetzen würde, sah sich getäuscht. Sowohl Eichede als auch Eckernförde und der VfB sammelten jeweils vier Punkte und wiesen ein ausgeglichenes Torkonto auf, so dass Lübeck (3:3 Tore) im Vergleich mit Eckernförde (4:4) und Eichede (5:5) knapp in der Vorrunde ausschied.
Im Halbfinale war Eichede der Gegner der Kieler, während Eckernförde auf den VfR Neumünster traf – und der Turnier‐Debütant sorgte erneut für Aufruhr. Coach Henning Seemann hatte sein Team gut aufgestellt, und so bezwang der ESV die Neumünsteraner überraschend mit 3:1. Im zweiten Halbfinale drehten die Störche endlich auf und bescherten ihren Fans einen Torreigen: 8:2 hieß es am Ende, wobei Goalgetter Holt zweimal erfolgreich war.
Das Finale – für Seemann „der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte“ – garantierte also Spannung, fiel am Ende mit 3:0 für den Titelverteidiger jedoch deutlich aus. Durch seinen Treffer zum 1:0, seinem vierten insgesamt an diesem Tag, wurde Michael Holt zum Torjäger des Turniers.
Aber auch Eckernförde war erfolgreich: Die Anhängerschar des Vereins wurde von SHFV‐Vizepräsident Gerhard Schröder zum Sieger des Tribünen‐Wettstreits „Fans, Fete, Fußballfieber“ gekrönt. Die insgesamt 54 Tore, die in 15 Spielen erzielt wurden, sorgten für zusätzliche gute Laune auf den Rängen der nahezu ausverkauften Sparkassen‐Arena.