// PolizeiTicker

Donnerstag, 20. November 2008

Vom 24. bis 28. November

Fahrradkontrollwoche in Kiel

Fahrradstreife der Kieler Polizei (Foto: Polizeidirektion Kiel)
Fahrradstreife der Kieler Polizei (Foto: Polizeidirektion Kiel)

Kiel /​Plön (POL​.SH) – „Sehen und gese­hen wer­den – mit dem Fahr­rad sicher durch die dunkle Jah­res­zeit!“ Das ist das Motto, unter dem die Fahr­rad­kon­troll­wo­che der Poli­zei auch in die­sem Jahr wie­der steht. Um wäh­rend der kur­zen Tage für mehr Sicher­heit der Rad­ler zu sor­gen und diese über Risi­ken auf­zu­klä­ren, führt die Poli­zei­di­rek­tion Kiel in der Woche vom 24. bis zum 28. Novem­ber 2008 die mitt­ler­weile im Kalen­der fest eta­blierte Aktion durch.

­Eine Aus­wer­tung der Ver­kehrs­un­fälle im Jahre 2007 hat gezeigt, dass die Anzahl derer unter Betei­li­gung von Rad­fah­rern um rund 9 Pro­zent zuge­nom­men hat. An 28 Pro­zent aller qua­li­fi­zier­ten Ver­kehrs­un­fälle war min­des­tens ein Rad­fah­rer betei­ligt. Bei einem Anteil von etwa 17 Pro­zent am inner­ört­li­chen Ver­kehrs­auf­kom­men sind Fahr­rad­fah­rer damit über­durch­schnitt­lich häu­fig an Unfäl­len betei­ligt. 2008 befin­den sich die Zah­len bis­lang sta­bil auf Vorjahresniveau.

Die Poli­zei bit­tet ins­be­son­dere Eltern dar­auf zu ach­ten, dass die Beleuch­tung der Fahr­rä­der ihrer Kin­der stets funk­ti­ons­tüch­tig ist.

Im Fol­gen­den fin­den Sie Tipps für die Sicher­heit von Rad­fah­rern, die nicht nur wäh­rend der dunk­len Jah­res­zeit Beach­tung fin­den sollten:

  1. Betriebs­si­cher­heit (Aus­züge aus § 67 StVZO)
    Neben der Aus­rüs­tung sind stets auch die all­ge­meine Betriebs­si­cher­heit sowie die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit und das Vor­han­den­sein der nach­ste­hend auf­ge­führ­ten Aus­rüs­tungs­ge­gen­stände zu prüfen:
    • eine Licht­ma­schine (Dynamo), 3 Watt /​6 Volt, eine Bat­te­rie­dau­er­be­leuch­tung ist zusätz­lich mög­lich, Bat­te­rie­dau­er­be­leuch­tung allein ist nur bei Renn­rä­dern bis 11 kg Gewicht zulässig
    • ein Schein­wer­fer, wei­ßes Licht
    • ein wei­ßer, nach vorn wir­ken­der Rück­strah­ler, der auch in den Schein­wer­fer inte­griert sein kann
    • eine Schluss­leuchte, rotes Licht (die Schluss­leuchte sowie einer der Rück­strah­ler dür­fen in einem Gerät inte­griert sein)
    • ein roter Rückstrahler
    • ein roter Großflächenrückstrahler
    • vier Pedal­rück­strah­ler, gelb, nach hin­ten und vorn wirk­sam, zur Seite zusätz­lich zulässig
    • vier Spei­chen­rück­strah­ler, gelb, seit­lich beid­sei­tig wirk­sam, je Rad zwei Stück, um 180° ver­setzt ange­bracht, alter­na­tiv: weiße ring­för­mig zusam­men­hän­gende retro­re­flek­tie­rende Strei­fen an bei­den Rei­fen (so genannte Leuchtreifen)
    • zwei unab­hän­gig von­ein­an­der wir­kende Bremsen
    • eine hell tönende Glo­cke (unzu­läs­sig: Rad­lauf­glo­cken, Sire­nen, Hupen usw.)
    • Berei­fung /​Lauf­flä­chen: eine bestimmte Pro­fil­tiefe ist nicht vor­ge­schrie­ben aber Ver­kehrs­si­cher­heit muss gege­ben sein
  2. Sicher­heit durch Sicht­bar­keit
    Der wich­tigste Grund­satz im Stra­ßen­ver­kehr ist „Sehen und gese­hen wer­den“. Alle vor­ge­schrie­be­nen Beleuch­tungs­ein­rich­tun­gen und Reflek­to­ren müs­sen vor­han­den und sau­ber sein und natür­lich funk­tio­nie­ren. Die Beleuch­tung sollte bereits bei Däm­mer­licht ein­ge­schal­tet wer­den. Sowohl tags­über als auch nachts sind helle reflek­tie­rende Klei­dungs­stü­cke bes­ser sicht­bar. Eine Warn­weste oder ähn­lich auf­fäl­lige Beklei­dung trägt erheb­lich zur Sicher­heit bei.
  3. Fahr­rad­helm
    Ein Fahr­rad­helm ist zwar noch nicht zwin­gend vor­ge­schrie­ben, Fach­leute befür­wor­ten jedoch das Auf­set­zen eines sol­chen, um gefähr­li­chen Kopf­ver­let­zun­gen vor­zu­beu­gen. Eltern soll­ten hier Vor­bild sein!
  4. Fahr­si­cher­heit
    Als Rad­fah­rer muss man stets damit rech­nen, nicht recht­zei­tig wahr­ge­nom­men zu wer­den. Dies kann man durch höhere Auf­merk­sam­keit und stän­dige Beob­ach­tung des ande­ren Ver­kehrs ausgleichen.
  5. Benut­zung von Rad­we­gen, Rad­fahr­strei­fen, Schutz­strei­fen, Fahr­bahn
    Rad­fah­rer soll­ten sich stets über die beson­de­ren für sie gel­ten­den Vor­schrif­ten informieren.
  6. Dieb­stahl­si­cher­heit
    Das Fahr­rad sollte an einen fes­ten Gegen­stand ange­lehnt und ange­schlos­sen wer­den. Sehr gut geeig­net sind die in vie­len Städ­ten vor­han­de­nen Abstellbügel.

Kommentare


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user icon  lupfi: »Benutzung von Radwegen, Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Fahrbahn«

Rad­fah­rer soll­ten sich stets über die beson­de­ren für sie gel­ten­den Vor­schrif­ten informieren.“

Die­ser Hin­weis ist inter­es­sant, denn der Arti­kel steht unter dem Motto: „Sehen und gese­hen wer­den – mit dem Fahr­rad sicher durch die dunkle Jahreszeit!“

Auf Rad­we­gen wer­den Rad­fah­rer an Kreu­zun­gen von abbie­gen­den Fahr­zeu­gen oft über­se­hen. Die Gefahr auf einem sol­chen Weg ist deut­lich höher als auf der Fahr­bahn. Anstatt aber den Rad­fah­rer auf der Fahr­bahn fah­ren zu las­sen, zwingt man ihn auf diese teil­weise sehr unsi­che­ren Radwege.

Auf der Fahr­bahn würde der Rad­fah­rer recht­zei­tig gese­hen wer­den, aber vor der Sicher­heit für Rad­fah­rer kommt der unge­hin­derte Ver­kehrs­fluß für den Kraftfahrzeugverkehr.

Mit wel­cher Nach­läs­sig­keit die Rad­fah­rer in Kiel behan­delt wer­den, dass erkennt man an den vie­len Bau­stel­len, die die Rad­wege unpas­sier­bar machen. Eine Umlei­tung über Not­wege, eine ein­deu­tige Beschil­de­rung oder eine ver­nünf­tige Absi­che­rung der Bau­stelle fin­det man sel­ten. Wo ist da die Poli­zei und sorgt für „Sicher­heit“ bei Radfahrern?

Im übri­gen auch sehr schön zu sehen, wie die bei­den abge­bil­de­ten Beam­ten ver­bots­wid­rig auf dem Geh­weg fah­ren. Tolle Vor­bil­der! Soll ich das jetzt auch so machen?

*kopf­schüt­tel*

Samstag, 22. November 2008, 00:30


user icon  K.: »na ja....«

… ich finde auch, die ganze Welt, nein, das ganze Uni­ver­sum sollte für Fahr­rad­fah­rer opti­miert wird.

Vor­ran­gig soll­ten Fahr­rad­fah­rer UND Fuß­gän­ger auf die Fahr­bahn um beim Abbie­gen nicht über­se­hen zu werden.

Des Wei­te­ren müs­sen alle Autos mit min­des­tens 4 Warn­blink­an­la­gen, gel­bem Rund­um­licht, Schaumstoff‐​Korsett ud Getrie­be­sperre beim Errei­chen von 2 km/​h aus­ge­stat­tet werden.

Dazu müs­sen min­des­tens 5000 Poli­zis­ten täg­lich alle Rad­wege kon­trol­lie­ren und räu­men, dür­fen aber kei­nes­falls auf Män­gel am Fahr­rad selbst hinweisen.

Alle läs­ti­gen Vor­schrif­ten für Fahr­rad­fah­rer ( z. B. Licht oder Reflek­to­ren am Moun­tain­bike – wie uncool ! ) wer­den abgeschafft.

Zufrie­den icon_wink ?

K.

Sonntag, 23. November 2008, 16:27


user icon  B: »Vorbilder«

Und auf der fal­schen Stras­sen­seite fah­ren die bei­den Poli­zis­ten außerdem.

—Zitat­an­fang— vier Pedal­rück­strah­ler, gelb, nach hin­ten und vorn wirk­sam, zur Seite zusätz­lich zuläs­sig —Zitatende—

–> Feh­len bei den bei­den Vorbildspolizisten

—Zitat­an­fang— ein wei­ßer, nach vorn wir­ken­der Rück­strah­ler, der auch in den Schein­wer­fer inte­griert sein kann —Zitatende—

–> Hm, ent­we­der sehr klein inte­griert oder der fehlt eben­falls. icon_biggrin

Sonntag, 23. November 2008, 17:20


kras's Avatar

user icon  kras:

lol!

Sonntag, 23. November 2008, 18:06


-deleted user01-'s Avatar

user icon  -deleted user01-: »GANZ GENAU !!!«

SUPI, hätte ich lei­der nicht bes­ser aus­drü­cken kön­nen. Ich ver­su­che seit Jah­ren auf die unsi­che­ren bis gefähr­li­chen Rad­wege in Kiel hin­zu­wei­sen. Lei­der kann man dies­be­züg­lich den s. g. „Fahr­rad­be­auf­trag­ten“ der Stadt Kiel völ­lig vergessen.

Eher kommt mal eine Ant­wort von einer ande­ren Abtei­lung des Tief­bau­am­tes; auch die Ant­wor­ten der Poli­zei zei­gen keine wirk­li­che Kom­pe­tenz in Fahr­rad­fra­gen (siehe Bilder).

Die StVO gibt die Mög­lich­keit, auf die Benut­zung von (benut­zungs­pflich­tig aus­ge­schil­der­ten) Rad­we­gen zu ver­zich­ten, wenn die Benut­zung nicht zumut­bar ist. Das ist natür­lich sehr schwam­mig, da immer eine Ein­zel­fall­ent­schei­dung; lässt sich aber in Kiel oft umset­zen – Falsch­fah­rer gibt es auf ALLEN Rad­we­gen in Kiel. Und da diese IMMER eine Gefähr­dung dar­stel­len (teil­weise sogar mit akti­ver Unter­stüt­zung der Poli­zei), ist hier die Benut­zung NICHT zumutbar !

Mich hat die Poli­zei schon auf den Rad­weg schi­cken wol­len, obwohl keine Benut­zungs­pflicht vorlag !!!

P.S.: Kann der Bei­trag von „K“ nicht gelöscht wer­den ? – Thema ver­fehlt! lol

Montag, 24. November 2008, 11:38


user icon  K.: »verfehlt ?«

Warum ver­fehlt ?

Jedes Mal das Glei­che; wenn auf FF etwas zum Thema Rad­fah­rer oder sogar vor­sich­tige Kri­tik an Ver­hal­ten von Rad­fah­rern steht, bäumt sich hier eine Lobby von Rad­lern auf, denen es soooooooooo schlecht in Kiel geht.

Tut mir leid, da kann ich ein­fach nicht mit ins Horn stos­sen, weil mir als Auto­fah­rer geht’s auch schlecht.

Glei­ches Unrecht für Alle !

Außer­dem kann man jetzt auch mal auf­hö­ren auf den Poli­zis­ten rum­zu­ha­cken; wie man eigent­lich ganz gut sieht, fah­ren die gerade los und ich bin sicher, das auch ihr an der Haus­tür los­fahrt und nicht erst­mal das Fahr­rad bis zum Rad­weg schmeißt !

Jetzt lol ich aber auch mal !

Auf bald,

K.

Dienstag, 25. November 2008, 00:01


user icon  lupfi: »@K«

Dein Kom­men­tar in Ehren, aber Du wirst schnell unsachlich.

Vor­ran­gig soll­ten Fahr­rad­fah­rer UND Fuß­gän­ger auf die Fahrbahn …“

Du ver­gisst die Grund­re­gel, dass Fahr­zeuge auf der Fahr­bahn zu fah­ren haben. Fuß­gän­ger sind keine Fahr­zeuge. Aus­ser­dem bewe­gen sich Rad­fah­rer durch­schnitt­lich schnel­ler vor­wärts als Fußgänger.

Des Wei­te­ren müs­sen alle Autos mit min­des­tens 4 Warn­blink­an­la­gen, gel­bem Rund­um­licht, Schaumstoff‐​Korsett ud Getrie­be­sperre beim Errei­chen von 2 km/​h aus­ge­stat­tet werden.“

Auch das wird nicht gefor­dert. Gefor­dert wird, dass Auto­fah­rer auf Rad­fah­rer ach­ten. Und dies tun lei­der nicht alle Auto­fah­rer, denn selbst mit Licht wird man Opfer von unvor­sich­ti­gen Auto­fah­rern. Ins­be­son­dere, und das möchte ich hier wirk­lich beto­nen, beach­ten über­durch­schnitt­lich viele der genann­ten Fah­rer nicht die von links kom­men­den Rad­fah­rer. Es ist also schwer nach­zu­voll­zie­hen, dass man als Rad­fah­rer auf dem schein­bar „siche­ren“ lin­ken Rad­weg fah­ren muss.

Das Rad­fah­rer ohne Licht eine sol­che Situa­tion unnö­tig pro­vo­zie­ren, dass steht hier über­haupt nicht zur Dis­kus­sion. Ich wäre der letzte, der ein sol­ches Ver­hal­ten befür­wor­ten würde. Es gibt mor­gens nicht schlim­me­res als wenn auf dem West­ring Gegen­ver­kehr auf dem Rad­fahr­strei­fen auftaucht :(

Dazu müs­sen min­des­tens 5000 Poli­zis­ten täg­lich alle Rad­wege kon­trol­lie­ren und räu­men, dür­fen aber kei­nes­falls auf Män­gel am Fahr­rad selbst hinweisen.“

Auch hier wird über­trie­ben. Es ist aber wahr­lich nicht zu viel ver­langt, dass wochen­lange Bau­stel­len wenigs­tens ein­mal in ihrem Leben kon­trol­liert wer­den. Und selbst­ver­ständ­lich sol­len Poli­zis­ten auf Män­gel am Fahr­rad hinweisen.

Alle läs­ti­gen Vor­schrif­ten für Fahr­rad­fah­rer ( z. B. Licht oder Reflek­to­ren am Moun­tain­bike – wie uncool ! ) wer­den abgeschafft.“

Das braucht wohl nicht wei­ter kom­men­tiert zu werden.

Dienstag, 25. November 2008, 22:10


user icon  lupfi: »@balticus«

Ich ver­su­che seit Jah­ren auf die unsi­che­ren bis gefähr­li­chen Rad­wege in Kiel hinzuweisen.“

Viel Erfolg, denn der Weg ist lang und stei­nig. Hier mal ein Aus­zug eines Schrei­bens vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Ver­kehr, Bau und Stadt­ent­wick­lung vom 21.09.2008 auf eine mei­ner Anfragen:

… Die von Ihnen erwähn­ten Schrei­ben geben die Rechts­auf­fas­sung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ver­kehr, Bau und Stadt­ent­wick­lung wie­der. Diese Mei­nung wird auch von der Recht­spre­chung (…) und der Kom­men­tar­li­te­ra­tur (…) geteilt. Wie Sie selbst dar­le­gen, sind auch die meis­ten Städte die­ser Auffassung.

Die abwei­chende Rechts­auf­fas­sung der Stadt Kiel wird somit nicht geteilt. Ich stimme Ihnen zu, dass dies im Sinne eines bun­des­ein­heit­li­chen Voll­zugs der StVO der Ver­kehs– und Rechts­si­cher­heit nicht dien­lich ist. Aller­dings kann von Sei­ten des Bun­des hier nicht ein­ge­grif­fen werde. Denn die Aus­füh­rung, Über­wa­chung und die Ahn­un­dung der Vor­schrif­ten der StVO obliegt nach der Zustän­dig­keits­ver­tei­lung im Grund­ge­setz (…) aus­schließ­lich bei den Ländern. …“

Lei­der kann man dies­be­züg­lich den s. g. „Fahr­rad­be­auf­trag­ten“ der Stadt Kiel völ­lig vergessen.“

Das Zau­ber­wort heisst „Poli­tik“. Es wird das ver­tre­ten und umge­setzt, was von oben dik­tiert wird. Im Grunde ver­tre­ten sie aber per­sön­lich alle eine ver­nünf­tige Mei­nung, wie ich bei einer gemein­sa­men Orts­be­sich­tung erfah­ren durfte. Aller­dings durfte ich beim nach Hause fah­ren von der Fahr­bahn aus beob­ach­ten, wie einem Mit­ar­bei­ter des TA, auf dem Rad­weg fah­rend, an einer Kreu­zung die Vor­fahrt genom­men wurde und aus­wei­chen musste. So sicher sind also unsere Radwege ;)

Wenn mir also jemand erzäh­len will, dass Sicht­bar­keit ein wich­ti­ges Mit­tel zum Schutz im Stra­ßen­ver­kehr ist, dann möchte ich im glei­chem Atem­zug nicht genannt bekom­men, dass ich Rad­wege benut­zen muss, die schwer ein­seh­bar sind.

Die StVO gibt die Mög­lich­keit, auf die Benut­zung von (benut­zungs­pflich­tig aus­ge­schil­der­ten) Rad­we­gen zu ver­zich­ten, wenn die Benut­zung nicht zumut­bar ist.“

Die­ser Punkt ist in der Tat schwam­mig, denn ab wann ist ein Rad­weg nicht mehr zumut­bar? Klar hin­ge­gen ist die Situa­tion, wenn ein Rad­weg unbe­nutz­bar ist. Die von Dir ange­spro­che­nen Falsch­par­ker machen einen Rad­weg objek­tiv unbe­nutz­bar, denn sie sind ein phy­si­sche Hin­der­nis, wel­ches (in der Regel) nicht über­fah­ren wer­den kann.

Dienstag, 25. November 2008, 22:35


user icon  lupfi: »@Bild«

Da ich gerade so am Schrei­ben bin:

Das Foto wurde mit sofor­ti­ger Wir­kung entfernt.“

In der Pres­se­mappe der Poli­zei sind unsere Geh­weg­rad­ler also schon verschwunden.

Dienstag, 25. November 2008, 22:42


-deleted user01-'s Avatar

user icon  -deleted user01-: »... aber versuchen kann man´s doch«

lupfi:

Ich fange ja erst an -:) Nein, im Ernst; ich hatte bis jetzt eher mal die in Kiel deut­lich feh­lende Umset­zung der StVO auf (all­ge­mein) Rad­we­gen bemän­gelt. Hier ist nun­mal allein die Poli­zei zustän­dig; das Ord­nungs­amt darf nicht anhal­ten. Und wenn Poli­zis­ten bei­seite tre­ten, damit Falsch­fah­rer ihren Weg mög­lichst unbe­hin­dert wei­ter fah­ren kön­nen, MUSS sich die Poli­zei Kri­tik anhören !!!

Natür­lich ist der Begriff „zumut­bar“ im Ein­zel­fall zu begrün­den. Es gibt aber Wege, für die es als Anfang nicht so schwer sein kann. Das Ord­nungs­amt hat – VOM FAHR­RAD­BE­AUF­TRAG­TEN – die ent­spre­chen­den Adres­sen zu Über­prü­fung erhalten.

Zum Glück habe ich das Foto noch ausgedruckt.

Die Art und Weise in der Bau­fir­men Bau­stel­len, nach Geneh­mi­gung durch das Tief­bau­amt, (falsch und rechts­wid­rig) beschil­dern kann, muss und darf so auch nicht wei­ter gehen.

Ich bin ja auf das Ergeb­nis die­ser Woche gespannt; ich behaupte, und mehr kann ich auch nicht, dass an 45% der sich bei Dun­kel­heit in Bewe­gung befind­li­chen Fahr­rä­der irgend ein Licht nicht funktioniert.

Wenn ein Auto­fah­rer einen rechts­wid­rig fah­ren­den Rad­fah­rer umfährt, hat grund­sätz­lich der Auto­fah­rer mein Mit­leid, oder wie man das nennt, und nicht der schwä­chere Radfahrer !!!

Mittwoch, 26. November 2008, 08:41


user icon  Klaus: »Und wo ist der ADAC ???«

Ich glaube es gibt im Früh­jahr auch eine Fahr­rad­kon­troll­wo­che. Damit haben die Rad­fah­rer in Kiel in den rest­li­chen 50 Wochen „Nar­ren­frei­heit“ – nix Strassenverkehrsordnung !

D. h. die Poli­zei glänzt in die­sen 50 Wochen durch Tatenlosigkeit.

Wo ist die „StVO‐​freie“ Zeit für die Kfz.- und Mineralöl‐​Zahler ?

Mittwoch, 26. November 2008, 09:53


user icon  lupfi: »@balticus & @Klaus«

Die Art und Weise in der Bau­fir­men Bau­stel­len, nach Geneh­mi­gung durch das Tief­bau­amt, (falsch und rechts­wid­rig) beschil­dern kann, muss und darf so auch nicht wei­ter gehen.“

Du ver­gisst die Tat­sa­che, dass Bau­fir­men auch gerne mal ohne Geneh­mi­gung absperren.

Die Art wie einige Bau­fir­men aller­dings absper­ren, dass grenzt schon an einen nicht uner­heb­li­chen ver­bo­te­nen Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr. Bei­spiel Möl­ling­straße: Dort ist seit kur­zem eine Bau­stelle auf einem der Geh­wege. Die Rad­wege sind dort nicht benut­zungs­pflich­tig. Nun aller­dings wurde auf der Seite der Bau­stelle der ver­blei­bende Rad­weg als gemein­sa­mer Geh– und Rad­weg aus­ge­schil­dert. Das wäre ja noch zu ver­schmer­zen, wenn die­ser Weg nicht auch noch als Zwei­rich­tungs­weg aus­ge­schil­dert wor­den wäre. Wer das ver­zapft hat, der hat keine Ahnung von dem was er da tut.

Wo ist die „StVO‐​freie“ Zeit für die Kfz.- und Mineralöl‐​Zahler ?“

Es geht doch darum, dass es durch­aus Rad­fah­rer gibt, die um die eigene Sicher­heit bemüht sind. Diese haben nichts gegen Kon­trol­len am Fahr­rad oder gegen Kon­trol­len auf Alko­hol oder Dro­gen. Diese wol­len aber auch nicht das Mär­chen von siche­ren Rad­we­gen hören. Denn auf siche­ren Rad­we­gen müsste ich ja keine Angst vor „bösen“ Auto­fah­rern haben.

D. h. die Poli­zei glänzt in die­sen 50 Wochen durch Tatenlosigkeit.“

Das würde erklä­ren, warum auf Rad­we­gen kaum noch so etwas herscht wie die StVO. Aus den Augen aus dem Sinn würde ich da sagen …

Mittwoch, 26. November 2008, 19:42


-deleted user01-'s Avatar

user icon  -deleted user01-: »genau das meine ich«

Bei­spiel Möl­ling­straße: Dort ist seit kur­zem eine Bau­stelle auf einem der Geh­wege. Die Rad­wege sind dort nicht benut­zungs­pflich­tig. Nun aller­dings wurde auf der Seite der Bau­stelle der ver­blei­bende Rad­weg als gemein­sa­mer Geh– und Rad­weg aus­ge­schil­dert. Das wäre ja noch zu ver­schmer­zen, wenn die­ser Weg nicht auch noch als Zwei­rich­tungs­weg aus­ge­schil­dert wor­den wäre. Wer das ver­zapft hat, der hat keine Ahnung von dem was er da tut.“

Das wäe jetzt der vierte oder fünfte Fall, in dem ich dem Tief­bau­amt ein feh­ler­haf­tes Antrags­ver­fah­ren nach­wei­sen könnte – werde ich auch gleich noch tun. lol Ich habe das beim letz­ten Mal, mit and­ren Wor­ten, auch so for­mu­lu­iert. Und hier fin­det sich noch ein deut­li­cher Unter­schied zum Fahr­rad­be­auf­trag­ten, der ja im glei­chen Amt sitzt – von die­ser Abtei­lung habe ich nach einer der o. g. Mel­dun­gen IMMER eine Ant­wort erhalten.

Mittwoch, 26. November 2008, 20:14


user icon  lupfi: »@balticus«

Das wäe jetzt der vierte oder fünfte Fall, in dem ich dem Tief­bau­amt ein feh­ler­haf­tes Antrags­ver­fah­ren nach­wei­sen könnte.“

Wohl kaum, denn die Beschil­de­rung wird so nie geneh­migt wor­den sein. Es sind die Bau­stel­len­be­trei­ber sel­ber die sol­che Kon­strukte auf­stel­len. Und wer sol­che Schil­der auf­stellt, der dürfte auch der erste sein, der sich über Rad­fah­rer auf der Fahr­bahn beschwert. Sind für ihn Rad­fah­rer doch die­je­nige Spe­zies, die man auf 50cm Son­der­wege zusam­men mit Fuß­gän­ger in beide Rich­tun­gen quet­schen kann.

Von daher Fin­ger weg von sol­chen Fri­ckel­lö­sun­gen und lie­ber sicher auf der Fahr­bahn fahren.

Freitag, 28. November 2008, 19:38


-deleted user01-'s Avatar

user icon  -deleted user01-: »und ob«

Wohl kaum, …“ doch, hast Du doch selbst gesehen:

Bei­spiel Möllingstraße:…“

Die fal­sche Beschil­de­rung ist übri­gens zügig geän­dert wor­den; habe ich aber selbst noch nicht gesehen.

Samstag, 29. November 2008, 17:19


user icon  lupfi: »@balticus«

Es ist doch ein Unter­schied, ob etwas fal­sches bean­tragt, etwas falsch umge­setzt oder eine Beschil­de­rung erst gar nicht bean­tragt wurde. Das Bei­spiel in der Möl­ling­straße könnte alle drei Gründe als gehabt Ursa­che haben. Inso­fern könnte man allein aus der Beschil­de­rung her­aus gar nicht erken­nen, auf wel­cher Seite hier der Feh­ler liegt.

Die fal­sche Beschil­de­rung ist übri­gens zügig geän­dert worden …“

Rich­tig, aller­dings war auch der erste Nach­bes­se­rungs­ver­such falsch. Erst nach der zwei­ten Kor­rek­tur war die Beschil­de­rung kor­rekt. Und von sol­chen Bei­spie­len gibt es lei­der sehr viele in Kiel.

Man denke nur an die Velo­route am Wil­helm­platz zurück, die für Rad­fah­rer auf Grund der feh­len­den Beschil­de­rung lange Zeit nicht legal benutz­bar war.

Sonntag, 30. November 2008, 13:00


user icon  Manfred Walter: »Sicherheit im Dunkeln«

Bin selbst Radfahrer,muß aber gerade jetzt in der dunk­len Zeit fest­stel­len das Rad­fah­rer ohne Licht unter­wegs sind. Macht man sie dar­auf auf­merk­sam ‚kommt der Satz man solle sich um seine eige­nen Sachen küm­mern. Kommt es zum Unfall ist der Auto­fah­rer Schuld. Frohe Weih­nacht . MW

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 05:08


user icon  Manfred Walter: »Sicherheit im Dunkeln«

Bin selbst Radfahrer,muß aber gerade jetzt in der dunk­len Zeit fest­stel­len das Rad­fah­rer ohne Licht unter­wegs sind. Macht man sie dar­auf auf­merk­sam ‚kommt der Satz man solle sich um seine eige­nen Sachen küm­mern. Kommt es zum Unfall ist der Auto­fah­rer Schuld. Frohe Weih­nacht . MW

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 05:08


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