// PolizeiTicker

Donnerstag, 20. November 2008

Vom 24. bis 28. November

Fahrradkontrollwoche in Kiel

Fahrradstreife der Kieler Polizei (Foto: Polizeidirektion Kiel)
Fahrradstreife der Kieler Polizei (Foto: Polizeidirektion Kiel)

Kiel /​Plön (POL​.SH) – „Sehen und gese­hen wer­den – mit dem Fahr­rad sicher durch die dunkle Jah­res­zeit!“ Das ist das Motto, unter dem die Fahr­rad­kon­troll­wo­che der Poli­zei auch in die­sem Jahr wie­der steht. Um wäh­rend der kur­zen Tage für mehr Sicher­heit der Rad­ler zu sor­gen und diese über Risi­ken auf­zu­klä­ren, führt die Poli­zei­di­rek­tion Kiel in der Woche vom 24. bis zum 28. Novem­ber 2008 die mitt­ler­weile im Kalen­der fest eta­blierte Aktion durch.

­Eine Aus­wer­tung der Ver­kehrs­un­fälle im Jahre 2007 hat gezeigt, dass die Anzahl derer unter Betei­li­gung von Rad­fah­rern um rund 9 Pro­zent zuge­nom­men hat. An 28 Pro­zent aller qua­li­fi­zier­ten Ver­kehrs­un­fälle war min­des­tens ein Rad­fah­rer betei­ligt. Bei einem Anteil von etwa 17 Pro­zent am inner­ört­li­chen Ver­kehrs­auf­kom­men sind Fahr­rad­fah­rer damit über­durch­schnitt­lich häu­fig an Unfäl­len betei­ligt. 2008 befin­den sich die Zah­len bis­lang sta­bil auf Vorjahresniveau.

Die Poli­zei bit­tet ins­be­son­dere Eltern dar­auf zu ach­ten, dass die Beleuch­tung der Fahr­rä­der ihrer Kin­der stets funk­ti­ons­tüch­tig ist.

Im Fol­gen­den fin­den Sie Tipps für die Sicher­heit von Rad­fah­rern, die nicht nur wäh­rend der dunk­len Jah­res­zeit Beach­tung fin­den sollten:

  1. Betriebs­si­cher­heit (Aus­züge aus § 67 StVZO)
    Neben der Aus­rüs­tung sind stets auch die all­ge­meine Betriebs­si­cher­heit sowie die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit und das Vor­han­den­sein der nach­ste­hend auf­ge­führ­ten Aus­rüs­tungs­ge­gen­stände zu prüfen:
    • eine Licht­ma­schine (Dynamo), 3 Watt /​6 Volt, eine Bat­te­rie­dau­er­be­leuch­tung ist zusätz­lich mög­lich, Bat­te­rie­dau­er­be­leuch­tung allein ist nur bei Renn­rä­dern bis 11 kg Gewicht zulässig
    • ein Schein­wer­fer, wei­ßes Licht
    • ein wei­ßer, nach vorn wir­ken­der Rück­strah­ler, der auch in den Schein­wer­fer inte­griert sein kann
    • eine Schluss­leuchte, rotes Licht (die Schluss­leuchte sowie einer der Rück­strah­ler dür­fen in einem Gerät inte­griert sein)
    • ein roter Rückstrahler
    • ein roter Großflächenrückstrahler
    • vier Pedal­rück­strah­ler, gelb, nach hin­ten und vorn wirk­sam, zur Seite zusätz­lich zulässig
    • vier Spei­chen­rück­strah­ler, gelb, seit­lich beid­sei­tig wirk­sam, je Rad zwei Stück, um 180° ver­setzt ange­bracht, alter­na­tiv: weiße ring­för­mig zusam­men­hän­gende retro­re­flek­tie­rende Strei­fen an bei­den Rei­fen (so genannte Leuchtreifen)
    • zwei unab­hän­gig von­ein­an­der wir­kende Bremsen
    • eine hell tönende Glo­cke (unzu­läs­sig: Rad­lauf­glo­cken, Sire­nen, Hupen usw.)
    • Berei­fung /​Lauf­flä­chen: eine bestimmte Pro­fil­tiefe ist nicht vor­ge­schrie­ben aber Ver­kehrs­si­cher­heit muss gege­ben sein
  2. Sicher­heit durch Sicht­bar­keit
    Der wich­tigste Grund­satz im Stra­ßen­ver­kehr ist „Sehen und gese­hen wer­den“. Alle vor­ge­schrie­be­nen Beleuch­tungs­ein­rich­tun­gen und Reflek­to­ren müs­sen vor­han­den und sau­ber sein und natür­lich funk­tio­nie­ren. Die Beleuch­tung sollte bereits bei Däm­mer­licht ein­ge­schal­tet wer­den. Sowohl tags­über als auch nachts sind helle reflek­tie­rende Klei­dungs­stü­cke bes­ser sicht­bar. Eine Warn­weste oder ähn­lich auf­fäl­lige Beklei­dung trägt erheb­lich zur Sicher­heit bei.
  3. Fahr­rad­helm
    Ein Fahr­rad­helm ist zwar noch nicht zwin­gend vor­ge­schrie­ben, Fach­leute befür­wor­ten jedoch das Auf­set­zen eines sol­chen, um gefähr­li­chen Kopf­ver­let­zun­gen vor­zu­beu­gen. Eltern soll­ten hier Vor­bild sein!
  4. Fahr­si­cher­heit
    Als Rad­fah­rer muss man stets damit rech­nen, nicht recht­zei­tig wahr­ge­nom­men zu wer­den. Dies kann man durch höhere Auf­merk­sam­keit und stän­dige Beob­ach­tung des ande­ren Ver­kehrs ausgleichen.
  5. Benut­zung von Rad­we­gen, Rad­fahr­strei­fen, Schutz­strei­fen, Fahr­bahn
    Rad­fah­rer soll­ten sich stets über die beson­de­ren für sie gel­ten­den Vor­schrif­ten informieren.
  6. Dieb­stahl­si­cher­heit
    Das Fahr­rad sollte an einen fes­ten Gegen­stand ange­lehnt und ange­schlos­sen wer­den. Sehr gut geeig­net sind die in vie­len Städ­ten vor­han­de­nen Abstellbügel.

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