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Donnerstag, 04. Februar 2010

Eels

End Times

Eels - End Times
Eels - End Times

End Times“ heißt dass neueste Werk von Mark Oliver Everett, und man merkt, es ist wieder ein leises und zugleich schwermütiges Werk geworden. Dabei klang sein letztes Album „Hombre Lobo“ krachig und hatte ordentlich Kraft. Früher waren seine Platten auch häufig traurig, denn oft musste er Freunde und Verwandtschaft zu Grabe tragen.

Bei dem Albumtitel „End Times“ liegt es nah, dass wieder jemand six feet under liegt, stattdessen scheint sich bei Mister E eine Beziehung beendet zu haben. Doch welche, spart er aus, aber es muss schmerzhaft gewesen sein.

Die Grundstimmung ist düster und die Songs so sparsam reduziert arrangiert wie noch nie ein Eels‐​Album. Meistens zieht nur großer Hall durch einen leeren Raum und man hört nur seine Gitarre. Seine Bandmitglieder sind mittlerweile zu Gästen degradiert und tauchen nur gelegentlich auf.

Trotzdem ist dieses achte Album nicht so dramatisch, wie es im ersten Moment klingt, denn seine Texte enden nicht mehr mit dem Tod, und manchmal blickt bei E auch eine ein wenig zuversichtliche humorvolle Ader auf. Zur Mitte von „End Times“ wagt die Platte auch ein wenig den Weg zum Rock, und auch Blues ist zu spüren.

Vielleicht ist diese Platte Mark Oliver Everetts persönliches „Nebraska“, und das ist kein schlechter Vergleich, zumal E wirklich ein guter Songschreiber ist und auch in kargen Momente es schafft, dass man interessiert zuhört und einen immer berührt, auch wenn das Herz manchmal schmerzhaft blutet.

Erschienen bei: Vargant /​Cooperative Music /​Universal

www​.eel​s​the​band​.com


Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim Fördeflüsterer mit der Nase für gute Musik. Jede seiner Empfehlungen ist ein Kaufbefehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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