// Kino

Mittwoch, 16. September 2009

Filmtournee unterwegs!

Die Kurzfilmrolle 09 zu Gast in der Hansastraße48 und im Luna

"French Flag"
"French Flag"

Die Kurz­film­rolle 09 wird seit März 09 in Schleswig‐​Holstein auf­ge­führt nun ist sie zu Gast in Kiel. Vor­ge­führt wer­den die­ses Jahr eine Aus­wahl von Preis­ge­win­nern und sol­che, die das Poten­tial haben es noch zu wer­den! Doch die größte Attrak­tion ist der Oscar­ge­win­ner „Spiel­zeug­land“ von Jochen Alex­an­der Frey­dank, der in der Kate­go­rie bes­ter Kurz­film siegte!

Heute hatte sie ihren ers­ten gelun­ge­nen Halt in der Hansastraße48. Für den rei­bungs­lo­sen Ablauf sorgte das Team von Kneipe und Kino. Dann wurde der Abend von Tor­ben Sachert, einem Kame­ra­mann an‐​moderiert, der das Publi­kum mit sei­ner offe­nen Art, Anek­do­ten zu den Fil­men und sei­ner atem­be­rau­ben­den Treff­si­cher­heit den gan­zen Abend locker im Griff hatte.

Die Vor­füh­rung begann mit „French Flag“, dem Film des Regis­seurs Lorenz Mül­ler, der unter ande­rem im Kurz­film­ma­ga­zin „Kurz­schluss“ auf arte gezeigt wurde. Er fragte sich was eigent­lich im Titel benannte Flagge sei. Mit der glei­chen Frage ver­suchte Tor­ben dann am Ende des Films das Publi­kum ver­geb­lich aufs Glatt­eis zu füh­ren. Er unter­nahm noch einige Ver­su­che, von denen nicht einer von Erfolg gekürt war.

Der nächste Bei­trag „Lich­ter des Grau­ens“ von Björn Hol­la­en­der, der für die „Grenzland‐​Filmtage 09″ und die „Inde­pen­dent Days 09″ in Karls­ruhe aus­ge­wählt war. In sei­nem Bei­trag kon­stru­ierte der Möbel­tisch­ler, Erzie­her und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner Lösungs­an­sätze für Vam­pire, die in ihre Gruft ein­ge­schlos­sen wur­den. Die Gedan­ken dazu setzte er in sei­nem Ani­ma­ti­ons­film um.

„Die Schiefe Bahn“

„Die Schiefe Bahn“ von Jim Lacy und Kath­rin Albers wurde beim „Inter­na­tio­na­len Kurz­film­fes­ti­val Ham­burg“ aus­ge­zeich­net und gewann den Kurz­film­preis der „Augen­weide 2008″. vor­der­grün­dig han­delt er von einem Eisen­bahn­über­fall durch ehe­ma­lige Bahn­an­ge­stellte. Eigent­lich ist der Film aber eine Lie­bes­er­klä­rung an Kunst­le­der­pols­ter und die immer kri­ti­schen Bahn­be­am­ten von einst.

„Mei­ner“, des­sen einer Regis­seur, Tim Nick­les, per­sön­lich anwe­send war und so auch den fre­ne­ti­schen Applaus selbst und im Namen sei­ner Schwes­ter Daniela ent­ge­gen­neh­men konnte. Ihrer (Der Film) hat den 2. Preis beim Wett­be­werb der offe­nen Kanäle gewon­nen. Erst im Gespräch mit Tim machte er mir klar, dass es hier nicht in ers­ter Linie um Gewalt in Mann‐​Frau‐​Beziehungen geht, son­dern die Inten­tion eine weit­aus lus­ti­gere war und hier in der poe­ti­schen Umset­zung der Dia­loge zu fin­den ist.

“Eis­diele“ ist ein Film der 7. Klasse der MGS. Hier geht es darum, dass man Omas nicht mehr trauen kann selbst wenn sie noch so harm­los aus­se­hen. Auch kri­ti­siert er die zuneh­mende Gewalt­be­reit­schaft in unse­rer Gesell­schaft. Er wurde aus­ge­zeich­net mit dem „Online För­der­preis der Medi­en­an­stalt HSH 2009″.
Den „Kurz­film­preis Augen­weide 2009″ holte er und außer­dem ist er aus­ge­wählt für die „Next Gene­ra­tion Rolle“.

„Schnee­zeit“ von Han­nes Bor­chert. Seit Jahr­zehn­ten lebt Oscar in einer Hütte inmit­ten von Schnee­fel­dern. Ver­gan­gen­heit und Zukunft, Erin­ne­rung und Gegen­wart über­la­gern ein­an­der in die­ser immer glei­chen, ein­ge­fro­re­nen Land­schaft, bis schluss­end­lich die Gren­zen zwi­schen den Zei­ten so dünn wer­den, dass es scheint, als könne man sie überschreiten.

Tisch­ge­sell­schaft“
Die „Tisch­ge­sell­schaft“ von Tom Degen­hardt wurde auf den Nor­di­schen Film­ta­gen 2008 aus­ge­zeich­net mit dem Comline‐​Preis. Darin geht es um ein Abend­es­sen beim Herrn Baron und ein völ­lig sinn­freies Tisch­ge­spräch währenddessen.

Die Teil­nahme am Tie­fen­schärfe Fes­ti­val und diver­sen wei­te­ren gewann Ute Storm mit „Bir­dies“, in dem es um die wag­hal­sige Mut­probe von Vögeln geht.

Mit „Dis­zi­plin“ holte Jacob Hen­driks den ers­ten Preis bei „Tie­fen­schärfe“ in der Kate­go­rie Take one 08 außer­dem war er aus­ge­wählt für die Short­film Cor­ner in Can­nes 2008.

Spiel­zeug­land“
Nicht zuletzt soll hier der Oscar‐​Preisträger „Spiel­zeug­land“ erwähnt wer­den, der in der Kate­go­rie Kurz­film 2009 erfolg­reich war. Hier geht es um die Freund­schaft zweier Jun­gen 1942, die ein­an­der geschwo­ren haben immer zusam­men Kla­vier zu spie­len. Um ihren Sohn davor zu schüt­zen sei­nem Freund ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger zu fol­gen, ver­sucht Mari­anne Meiß­ner (Julia Jäger) ihn glau­ben zu las­sen, das die Jüdi­schen Nach­barn bald ver­rei­sen müs­sen. Ins Spielzeugland…

Das nächste mal ist die Kurz­film­rolle mor­gen, Do. den 17.9.09 um 21 Uhr im Luna zu Gast.

Die Kurz­film­rolle kann gegen eine Min­dest­leih­ge­bühr von 75¤ inklu­sive Mode­ra­tion und 85¤ inklu­sive Vor­führ­tech­nik für öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen aus­ge­lie­hen wer­den. Die Mode­ra­tion über­neh­men betei­ligte Filmemacher.

Wei­ter­füh­rende Links:
www​.film​tour​nee​-unter​wegs​.de

Über den Autor

tobra76 tobra76

Aus Köln den wei­ten Weg nach Kiel gekom­men habe ich mich ins schöne Kiel ver­guckt. Ich mag Musik, Lite­ra­tur, Thea­ter und Kino. Kurz Kultur.

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