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Mittwoch, 18. November 2009

#unibrennt

Demonstration für bessere Bildung

"Mordsdruck gibts nicht nur im Fußball," trägt einer der Teilnehmer der Demonstration auf einem Pappschild vor sich her. Die Schülerinnen und Schüler leiden unter der Angst vor dem frühen ausgesiebt werden, dem verkürzten Gymnasium und zu großen Klassen. Die Studierenden beklagen zu viele Prüfungen und die Verschulung des Studiums durch die Einführung des Bachelor/Master-Systems. Ca. 3.500 haben deswegen am 18. November 2009 in Kiel demonstriert - in ganz Deutschland waren es in den letzten Tagen ca. 85.000.

Die Demonstration erreicht den Dreiecksplatz
Die Demonstration erreicht den Dreiecksplatz

Die Demonstration in Kiel ist ein Teil der „Global Week of Action“ bei der in verschiedenen europäischen Ländern unter dem Motto „Education is NOT for $A£¤!“ gestreikt wurde.

In Italien gingen laut Information der Organisatoren in 50 Städten 150.000 junge Menschen auf die Straßen. In Österreich sind schon seit Wochen die Unis besetzt. Und auch in der Schweiz, Frankreich und Polen fanden Kundgebungen statt.

In Kiel versammelte sich die Demonstration um 10.30 Uhr auf dem Rathausplatz und zog dann lautstark von einem Lautsprecherwagen beschallt über die Bergstraße, Gutenbergstraße und den Westring zur Universität und überraschte dort offenbar viele Studierende beim Kaffeetrinken und in der Mensa.

Trotz der feuchten Vorboten des angekündigten Unwetters hielten viele Demonstrierende durch und zogen weiter Richtung Landeshaus, um dort während der konstituierenden Sitzung des schleswig-holsteinischen Landtags die Abschlusskundgebung zu halten.

„Solange die Politiker_innen nur hohle Absichtserklärungen für Proteste
übrig haben und die Schüler_innen ignoriert werden, wird der
Bundesweite Bildungsstreik weitergehen“ – Timm Opitz, Schüleraktivist aus Bonn

Für den Dezember ist zur Kultusministerkonferenz in Bonn die nächste Aktion des Aktionsbündnisses geplant.

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