// Szene

Dienstag, 13. Juli 2010

Jürgen von der Lippe im Kieler Schloß

Das Beste aus 30 Jahren

Jürgen von der Lippe © Fotograf Andrè Kowalski
Jürgen von der Lippe © Fotograf Andrè Kowalski

Am 25. Sep­tem­ber gas­tiert der Mode­ra­tor und Sän­ger Jür­gen von der Lippe mit sei­ner Tour­nee „Das Beste aus 30 Jah­ren“ im Kie­ler Schloß. Er ver­spricht Höhe­punkte am lau­fen­den Band und hat auch gleich sein musi­ka­li­sches Team, beste­hend aus Mario Hené, dem Hexer auf der Midi‐​Gitarre und Iris Weh­ner an ihrer Wun­der­or­gel mit im Gepäck.

1980 war er der Haus­meis­ter des WWF‐​Clubs, 2010 fei­ert er mit sei­ner Tour­nee „Das Beste vom Bes­ten“. Für den Mode­ra­tor von TV‐​Dauerbrennern wie „Don­ner­lipp­chen“, „Wat is“ und „Geld oder Liebe“ bedeu­tet das eine Mischung aus Gesang und zahl­rei­chen Geschich­ten und Anekdoten.

Dabei hat sich Hans‐​Jürgen Doh­ren­kamp (aka Jür­gen von der Lippe) schon lange vor Mario Barth und Co. das wich­tigste Thema von allen aus­ge­sucht: Das Zusam­men­le­ben von Män­nern und Frauen. Poin­ten­reich erklärt er die Unter­schiede und sucht die Gemeinsamkeiten.

Jür­gen von der Lippe – seit über 30 Jah­ren dabei!

In die­ser Zeit machte er sich äußerst viele und äußerst kluge Gedan­ken über das über­aus mensch­li­che Trei­ben auf Erden. Und weil er recht früh fest­ge­stellt hatte, dass vie­les von dem, was er beob­ach­tete und durch­schaute, durch­aus zum Lachen Anlass gab, stand er als­bald auf der Bühne und machte sich einen Namen als Comedian.

Mit mes­ser­schar­fem Ver­stand und untrüg­li­chem Gespür für Komik ent­deckt von der Lippe das Tief­sin­nige im Bur­les­ken und das Bur­leske im Tief­sin­ni­gen, weiß um das schier uner­schöpf­li­che Poten­zial ver­ba­le­rer Def­tig­kei­ten und uner­war­te­ter sti­lis­ti­scher Brü­che und beweist ein ums andere Mal, dass fein­sin­ni­ger Humor und ver­gnüg­li­che Albern­hei­ten sich sehr wohl mit­ein­an­der vertragen.

Nicht umsonst gehört er zu den weni­gen wirk­li­chen Stars in der deut­schen Unter­hal­tung – bei Kri­ti­kern und Zuschau­ern glei­cher­ma­ßen beliebt. Ganz unab­hän­gig davon, was auf der Bühne gerade geschieht: In kei­ner Sekunde bricht die Kom­mu­ni­ka­tion mit dem Publi­kum ab, das Timing, mit dem von der Lippe seine Poin­ten setzt, stimmt immer.

Er nutzt jede Sekunde sei­nes Pro­gramms zuguns­ten des Publi­kums. Ebenso ein­zig­ar­tig wie Jac­ques Tati jedes sei­ner Film­bil­der akri­bisch vor­ge­plant und kein Detail dem Zufall über­las­sen hat, ver­ar­bei­tet er jedes ein­zelne Wort, jede Silbe, jede Beto­nung und selbst die Atemhol‐​Pausen zu fes­seln­der Aufmerksamkeits‐​Dichte. Seine so schein­bar ein­fach daher­kom­men­den Sätze sind Sehne, Pfeil und Span­nungs­bo­gen zugleich und tref­fen hun­dert­pro­zen­tig ihr Ziel: Herz und Ohr bei­der­lei Geschlechts.

In bewähr­ter und geschätz­ter Manier, im flie­ßen­den Wech­sel von Stan­dup Soli, Lie­dern und Par­odien schüt­tet Jür­gen von der Lippe wie­der ein Füll­horn von humo­ris­ti­scher Weis­heit und uner­war­te­ten Poin­ten über den Zuschau­ern aus.

Nach 30 Büh­nen­jah­ren stellt sich Jür­gen von der Lippe nun der Königs­dis­zi­plin. Er prä­sen­tiert in Best­form sein BEST‐​OF. Für alle, die ihr Zwerch­fell für genü­gend durch­trai­niert hal­ten, um die­ses Feu­er­werk der High­lights aus 11 Büh­nen­shows unbe­scha­det zu überstehen.

Über den Autor

Daniela Sonders Daniela Sonders

Suchte 2008 nach kiel4kiel und fand den För­de­flüs­te­rer. Wollte eigent­lich nur hier und da mal ne Kino­kri­tik schrei­ben und ver­sucht jetzt die­sen herr­lich wuse­li­gen Laden in Schach zu hal­ten. Das hat sie nun davon.

Kommentare


Du bist nicht eingeloggt. Der Fördeflüsterer würde sich freuen, wenn Du Dich anmeldest oder Dich registrierst.

facebook

 

Hosting

 

Werbung