Samstag, 21. März 2009
Cassandra SteenDarum Leben wir
Bis dato war sie allerdings meist von 3p produziert, und auch ihre erste Soloplatte "Seele mit Herz" wurde von der Frankfurter Clique um Moses Pelham erstellt. Irgendwann endete diese Zusammenarbeit, und sie sang mit unterschiedlichen Artisten wie Azad, Curse, W4C oder Bushido zusammen.
Jetzt wurde es aber wieder Zeit für etwas Eigenes, und nun ist nach sechs Jahren mit "Darum leben wir" das zweite Solo-Album fertig. Der Vorbote und gleichzeitig das Titelstück hat schon den vierten Platz beim Bundesvision Song Contest belegt und überzeugt als modern gestalte Soul-Nummer mit interessant arrangierten R'n'B Sounds.
Allerdings ist dieser Song doch eher die Ausnahme, die meisten Songs wandeln immer eher auf zarten Balladen-Sohlen. Trotzdem geht Cassandra Steen immer einige Wagnisse ein, so ist "Es ist wahr" mit orientalische Streichern und angenehm einfachem Rhythmus ausgestattet.
"Unendlich" ist ein Song, wie man ihn von Glashaus gewohnt ist. Was auch gefällt, ist "Stadt", das ein charmantes Liebesgeständnis ist und im Duett mit Adel Tawill (Ich & Ich) gut funktioniert.
Ganz ohne Frankfurter Unterstützung kommt sie aber dennoch nicht aus, und so wird sie bei "Lass mich nicht hier" von Xavier Naidoo begleitet. Das ist dann auch ein typisches Naidoo-Duett geworden. Manchmal macht Cassandra Steen einen kleinen Schlenker in Richtung Pop, ohne sich von dieser Richtung zu sehr vereinnahmen zu lassen, denn ihre Stärken liegen eher im Downtempo Soul, der unter die Haut gehen soll.
Erschienen bei: Universal
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Kommentare
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CD-Review
Enno BungerEin Bisschen Mehr Herz
Ich glaube, ich habe selber einmal geschrieben, dass man Pianomusik mit großen Gesten und deutschen Texten ohne Schmalz nicht schaffen kann. Damals gab es Enno Bunger noch nicht, denen ist dieses nämlich gelungen. Vielleicht ist es ein Vorteil, dass dieses Trio aus dem ländlichen Ostfriesland kommt, denn da findet man die Zeit, große Songs zu schreiben und ist nicht abgelenkt vom Großstadtdschungel-Angebot. Man konzentriert sich vielleicht mehr auf das Musizieren, als sich in Bars die Kehle volllaufen zu lassen. weiterlesen


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Schön beschrieben. Allerdings hat Xavier Naidoo nicht wirklich viel mit Frankfurt gemeinsam o:)
01.04.2009, 13:44 Uhr