// Bühne

Donnerstag, 04. Februar 2010

Stummfilm und Live-Orchestermusik

Charlie Chaplins "The Gold Rush"

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Das Phil­har­mo­ni­sche Orches­ter Kiel prä­sen­tiert am Sonn­tag, den 14. Februar um 18 Uhr im Kie­ler Schloss die fas­zi­nie­rendste Fusion von Film und Kon­zert, die zudem zu den legen­dä­ren Anfän­gen des Kinos zurück­führt: Orches­ter­mu­sik, live gespielt zu einem Stumm­film; genauer gesagt zu einem Werk des berühm­tes­ten Komi­kers der Stumm­film­zeit – Char­lie Chaplin.

THE GOLD RUSH zeigt Alaska im Gold­rausch der Jahr­hun­dert­wende. Aus aller Welt kom­men Glücks­rit­ter und Aben­teu­rer. Mit­ten­drin steckt der kleine Vaga­bund Char­lie, den das Glück jedoch noch war­ten lässt, denn was nützt die schönste Gold­ader, wenn man ver­ges­sen hat, wo sie liegt, man nichts mehr zu essen hat, und oben­drein die ret­tende Hütte von einem Schnee­sturm in den Abgrund getrie­ben zu wer­den droht? Char­lie tau­melt jedoch unver­dros­sen durch skur­rile Schnee– und Lie­bes­aben­teuer, was zu zahl­rei­chen Slap­sticks und vor allem zu zwei bis heute welt­be­rühm­ten Sze­nen führte: zum „Bröt­chen­tanz“ und zum genuss­vol­len Ver­zehr eines alten weich­ge­koch­ten Schuhs. Angeb­lich soll das wild klat­schende Publi­kum wäh­rend der Ber­li­ner Pre­miere 1926 den Vor­füh­rer sogar gezwun­gen haben, den Film noch ein­mal zurück­zu­spu­len und eine Zugabe des „Bröt­chen­tan­zes“ zu zeigen.

THE GOLD RUSH war der erste Film, den Chap­lin nach­träg­lich mit einer Ton­spur ver­sah. 1942 kom­po­nierte er selbst zu sei­nem Film die ebenso ele­gante wie roman­ti­sche Musik, die sich im Übri­gen nicht scheut, ein paar augen­zwin­kernde Anlei­hen bei Wag­ner, Rimski‐​Korsakow und Tschai­kow­ski zu neh­men. Wenn etwa Wal­zer­klänge das „Mahl“ des weich­ge­koch­ten Schuhs beglei­ten, dann setzt diese lieb­li­che Musik einen deut­li­chen Kon­tra­punkt zu der sze­ni­schen Not und Ver­zweif­lung. Ein Effekt, der auf anrüh­rende Art unge­mein komisch wirkt und so die bei­den Haupt­merk­male der Chaplin‐​Filme offen­bart, deren geniale Mischung seine Werke so ein­zig­ar­tig mach­ten: Komik und Sentimentalität.

Ein­tritt: Kar­ten gibt es für 16,75 ¤ bis 37,30 ¤ inkl. Vor­ver­kaufs­ge­bühr und Mehr­wert­steuer, zzgl. Ser­vice– und Lie­fer­ge­bühr an den:

1. Thea­ter­kas­sen im Opern– und Schau­spiel­haus
Opern­haus: Rat­haus­platz 4
Schau­spiel­haus: Hol­ten­auer Straße 103
Tele­fon: (0431) 901 901

Öff­nungs­zei­ten:

  • Diens­tag – Frei­tag 10.00 – 19.00 Uhr
  • Sams­tag 10.00 – 13.00 Uhr
  • Mon­tags ist nur die Kasse im Opern­haus von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
  • Tele­fo­ni­sche Erreich­bar­keit: mon­tags bis sams­tags zu den Kas­sen­öff­nungs­zei­ten. Über diese Zei­ten hin­aus steht Ihnen der Ser­vice­part­ner Ticke­ton­line für Kar­ten­re­ser­vie­run­gen zur Verfügung.

2. Kon­zert­kasse Strei­ber e.K.
Hols­ten­str. 88 – 90
24103 Kiel
Tele­fon: (0431) 91416
Tele­fax: (0431) 970000
E‐​Mail: info@​streiber-​kiel.​de
Online: www​.strei​ber​-kiel​.de

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