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Mittwoch, 20. August 2008

Centenaire

Centenaire

Centenaire - Centenaire
Centenaire - Centenaire

Dass dieses Debüt Album in einem Landhaus vor dem Kamin aufgenommen wurde, passt ganz gut zu diesem Werk. Auch das Cover Artwork macht Sinn, mit den naturfarbenen und ländlichen Motiven. Nur die Pfeile im Körper des Wildschweins stiften Verwirrung, ähnlich wie das geköpfte Kätzchen im Múm Video zu „They Made Frogs Til They Exploded“. Das ist auch musikalisch kein schlechter Verweis, denn genau wie die Isländer machen die Franzosen von Centenaire sehr phantasievoll arrangierte Musik.

Sicherlich sind die Hilfsmittel und die Ergebnisse dann doch andere, tauchen bei Centenaire keine elektronischen Klänge auf, ebenso werden hier die Konturen der Songs bewahrt. Da wird zwar ausgebrochen, aber es sind noch immer klare Strukturen vorhanden, und alles wirkt behutsam, ist aber in Wirklichkeit majestätisch und erhaben kraftvoll.
 
Man hat das Gefühl, dass Centenaire schon lange zusammenspielen, dem ist allerdings nicht so: Erst 2006 haben sich Damien Mingus (My Jazz Child), Aurélien Portier und Axel Monneau (Orval Carlos Sibelius) kennen gelernt, die Band gegründet und schnell gelernt, wie man jeden Ton richtig platziert, egal ob dieser Cello, Gitarre, Klarinette, Keyboard, Melodica, Xylophon oder Percussions entlockt werden.
 
Alles ist meist sehr akustisch angerichtet, häufig auch sehr ruhig und dennoch mit einer gelungenen und gelassenen Dramatik aufgebaut, die bei mehrmaligem Hören wächst und sich einem dann die Barock‐​Folksongs eröffnen.
 
 
Erschienen bei: Chief Inspector /​MP Media
 
www​.cen​te​naire​.net


Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim Fördeflüsterer mit der Nase für gute Musik. Jede seiner Empfehlungen ist ein Kaufbefehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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