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Samstag, 28. August 2010

GFL - Football

Canes schlagen Assindia Cardinals deutlich

Voller Einsatz der Canes gegen Essen - Foto: KIK
Voller Einsatz der Canes gegen Essen - Foto: KIK

In der Ger­man Foot­ball Lea­gue wei­ter auf Erfolgs­kurs: Die Mann­schaft der Kiel Bal­tic Hur­ri­ca­nes domi­nert im hei­mi­schen Hol­stein­sta­dion ihren Geg­ner aus Essen am Sams­tag. Mit 42 zu 7 gin­gen die Gäste aus Essen deut­lich unter.

Zu kei­ner Phase war Essen in der Lage unser Lauf­spiel zu stop­pen.“ sagte der Kie­ler Run­ning Back Simon Som­mer­feld nach dem Spiel und brachte es damit auf den Punkt.

In einer ein­sei­ti­gen und nur im ers­ten Vier­tel noch offe­nen Begeg­nung, gelang den Kie­lern der neunte Sieg in Folge. Nach fünf Aus­wärts­spie­len in Serie kehr­ten die Hur­ri­ca­nes wie­der ins Hol­stein­sta­dion zurück, und ver­lo­ren keine Zeit Punkte zu erzie­len. Gerade ein­mal zwei Minu­ten und fünf Spiel­züge benö­tigte das Team von Head Coach Patrick Esume um das erste Mal die End­zone des Geg­ners zu errei­chen. Quar­ter­back Jef­frey Welsh bediente Wide Recei­ver Damien Lin­son über 35 Yards zum ers­ten Touch­down der Par­tie. Nach Julian Doh­ren­dorfs Extra­punkt führte Kiel mit 7:0.

Es folgte der ein­zige erfolg­rei­che Drive der Gäste aus Essen. Mit schnel­len Option‐​Spielzügen und kur­zen Päs­sen von Car­di­nals Quar­ter­back Ben Wid­myer wurde die Defense der Kie­ler immer wie­der vor Pro­bleme gestellt. Nur Fol­ge­rich­tig erziel­ten die Car­di­nals den Aus­gleich nach einem kur­zem Lauf durch die Mitte. „Kiel hat nach dem Drive die Defense umge­stellt. Sie waren danach ein­fach bes­ser als wir.“ so Wid­myer, der aber sein Team im ers­ten Vier­tel nicht noch ein­mal in die End­zone füh­ren konnte.

Wei­ter Sprung zur Vorentscheidung

Die Bal­tic Hur­ri­ca­nes hin­ge­gen lie­ßen sich durch das zwi­schen­zeit­li­che 7:7 nicht beir­ren. Bereits im nächs­ten Drive wurde die Füh­rung wie­der erobert. Läufe von Run­ning Back Simon Som­mer­feld und die prä­zi­sen Pässe von Welsh auf Julian Doh­ren­dorf nah­men die Esse­ner Defense förm­lich Aus­ein­an­der. Am Ende sprang Som­mer­feld sehens­wert über alle Geg­ner in die Endzone.

Simon Som­mer­feld hebt zum Touch­down ab – Foto: KIK
Sprin­gen kann ich, auch wenn ich kein Schwar­zer bin.“ sagte der Run­ning Back nach dem Spiel im Scherz als Anspie­lung auf die Rede­wen­dung „White men can’t jump“. Die Kie­ler Ver­tei­di­gung hatte im Anschluss Essen im Griff, selbst eine eigen­wil­lige Strafe gegen Kiel nach einem ver­un­glück­ten Punt Ver­such, wel­che den Car­di­nals einen neuen ers­ten Ver­such bescherte konnte nicht hel­fen. Kiel bekam den Ball an der eige­nen 26‐​Yard‐​Linie und setzte zum nächs­ten Drive in die End­zone der Gäste an. Läufe von Jer­maine Allen und Pässe auf Doh­ren­dorf sorg­ten für gro­ßen Raum­ge­winn. Mar­lon Mau fing am Ende einen Pass von Welsh in der End­zone und sorgte für das 21:7.

Jede Hoff­nung von Essen zer­störte dann Aaron Boadu. Im ers­ten Spiel­zug des nächs­ten Dri­ves gelang dem jun­gen Ver­tei­di­ger der Hur­ri­ca­nes seine erste Inter­cep­tion über­haupt. Boadu gelang es zunächst einen Pass von Wid­myer in die Luft abzu­fäl­schen und letzt­end­lich sogar an der 11‐​Yard‐​Linie von Essen zu fan­gen. „Ein tol­les Gefühl, Geil!“ so der frü­here Basketball‐​Spieler. Nur zwei Spiel­züge spä­ter machte Damien Lin­son sei­nen zwei­ten Touch­down des Spiels zum 28:7, gleich­zei­tig auch der Pausenstand.

Jer­maine Allen (#5) läuft auf und davon – Foto: KIK

Nur noch Punkte für Kiel

In der zwei­ten Halb­zeit gelang es Kiel noch zwei wei­tere Male die End­zone der Car­di­nals zu errei­chen. Julian Doh­ren­dorf wurde von Jeff Welsh über 11 Yards bedient, nach­dem Jer­maine Allen mit einem groß­ar­ti­gen 69 Yard Lauf über die rechte Seite für eine exzel­lente Aus­gangs­po­si­tion gesorgt hatte.

Im letz­ten Vier­tel durfte sich noch der junge Run­ning Back Dirk Schlot­feld in die Scorer Liste ein­tra­gen. Nach einem Pitch von Welsh schaffte er die let­zen sechs Yards bis zum Touch­down und zum 42:7 Endstand.

Ein Wer­muts­trop­fen

Kurz vor Ende des Spiels ver­letze sich Julian Doh­ren­dorf wäh­rend eines Punts am rech­ten Arm. Auf der ande­ren Seite haben sich die Kiel Bal­tic Hur­ri­ca­nes bereits das Heim­recht im Vier­tel­fi­nale gesi­chert, ein wei­te­rer Sieg aus den noch aus­ste­hen­den zwei Spie­len reicht, um auch das Heim­recht in einem even­tu­el­len Halb­fi­nale zu besit­zen. Die letz­ten bei­den Spiele vor den Play­offs bestrei­ten die Kie­ler gegen die Braun­schweig Lions. Zunächst muss am 04.09.2010 aus­wärts antre­ten, am 11.09.2010 ist dann das Rücks­spiel im Hol­stein­sta­dion, Anstoß wird um 18 Uhr sein.

Fotos

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Über den Autor

Ole Sindt Ole Sindt

Wollte sich nur um Ame­ri­can Foot­ball beim För­de­flüs­te­rer küm­mern und ver­bringt nun die Wochen­en­den bei Sport­events aller Grö­ßen rund um Kiel.

Kommentare


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user icon  rundumkiel:

Ich war auch dabei… Das war ein tol­les Spiel. Und die Aus­sicht, 14 und 12 – Finale hier in Kiel zu sehen, finde ich eben­falls klasse. Ame­ri­can Foot­ball ist eine tolle Sport­art, die vom Anfang bis zum Ende nie lang­wei­lig wird. Und es ist eigent­lich die ganze Zeit Action… Schade nur, dass mit dem Spiel gegen die Braun­schweig Lions meine Sai­son­karte endet…

Sonntag, 29. August 2010, 11:57


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