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Samstag, 14. August 2010

Jour Fitz

Blogger haben auch ein echtes Leben

Anna Grassi aus Kiel beim Jour Fitz - Foto: KIK
Anna Grassi aus Kiel beim Jour Fitz - Foto: KIK

Im Camp 247 an der Förde fand am Sams­tag abend (14. August) ein „Jour Fitz“ statt. Blog­ger und Twit­te­rer lasen aus ihren Wer­ken und ein gro­ßer Teil der Bar­camp Teil­neh­mer kam um sie zu hören. Mit vie­len Lachern beglei­tet stellte sich her­aus, dass auch die, die sich sonst nur im vir­tu­el­len Raum bewe­gen mit einem ech­ten Leben klar kom­men müssen.

Den Anfang machte Carina Schra­pers, aka Anna Grassi, die angeb­lich abso­lut wahre Geschich­ten und Erleb­nisse, vor allem mit Män­nern, dar­bot. Auch wenn die­ser Teil der Mensch­heit nicht gut weg­ge­kom­men ist, auch für Män­ner sind ihre Erleb­nisse unter­halt­sam. Ein lan­ger Applaus unter­strich, warum sie zu Kiels A‐​Bloggern gehört.

Im Anschluss beschrieb Jan‐​Uwe Fitz, aka Tau­ben­ver­grä­mer, eine Bahn­fahrt. Lei­der ist es nicht über­lie­fert, ob es sich um eine wahre Geschichte oder doch um eine Fan­ta­sie han­delte, denn eine sol­che Bahn­fahrt, gerade wenn man wie der Prot­ago­nist nicht mit Men­schen umge­hen kann, hörte sich nicht wirk­lich ange­nehm an.

Ber­li­ne­rin in Ham­burg: Judetta – Foto: KIK
Ihr Debüt vor einem rich­ti­gen, mensch­li­chen Publi­kum fei­er­ten die Twit­te­rin @Judetta und die Pod­cas­te­rin und Twit­te­rin @propinja. Judetta, eine Ber­li­ne­rin, die in Ham­burg zur Zeit lebt, beschrieb, auf bes­tem Ber­li­ne­risch, ihre Erleb­nisse in der Stadt an der Elbe. Diese frem­den Töne mit einer sehr exak­ten Beschrei­bung der Men­schen in Ham­burg war so unter­halt­sam, dass ein minu­ten­lan­ger Applaus folgte. Pro­pinja kommt ursprüng­lich aus West­fa­len und beschrieb gleich die Gründe, warum sie vom Land unbe­dingt in die Stadt wollte. Auch wenn es lus­tig war, ihre Erleb­nisse wur­den von allen als trif­ti­ger Grund aner­kannt. Zu Schluss gab Pro­pinja eine Lie­bes­er­klä­rung an Sankt Pauli ab. Ihrer Mei­nung nach der beste und schönste Stadt­teil, den es gibt.

MC Win­kel nicht in Hochform

MC Win­kel liest vom iPad – Foto: KIK
Bis hier hin war der Abend sehr unter­halt­sam. Und nor­ma­ler­weise bürgt Mat­thias Winks, aka MC Win­kel, immer für groß­ar­tige Unter­hal­tung. Sei es durch die Band Büro am Strand, durch sei­nen Blog oder durch seine Lesung. Heute war dies aber lei­der nicht der Fall. Merk­lich unvor­be­rei­tet las MC Win­kel von sei­nem iPad ab und wirkte dabei unmo­ti­viert. Und obwohl seine Texte wirk­lich gut waren, seine Per­for­mance der Texte aus sei­ner Jugend, zum Bei­spiel über sein ers­tes Schü­ler­prak­ti­kum bei der Holsten‐​Brauerei in Kiel, war es lei­der nicht. Trotz allem wurde auch sein Auf­tritt mit viel Applaus bedacht.

So klang dann ein trotz­dem in sich guter Abend an der Förde aus und eine Wie­der­ho­lung eines Jour Fitz in Kiel wäre sicher­lich willkommen.

Fotos

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Über den Autor

Christoph Krenz Christoph Krenz

Foto­graf – Reporter

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