Donnerstag, 04. August 2011
Der Countdown läuftIn Kalifornien fand 2005 das erste BarCamp statt – und hat sich mittlerweile in der ganzen Welt etabliert. Charakteristisch für ein BarCamp ist der aktive Part eines jeden Teilnehmers. Ob dieser eine Diskussion anregt, einen Vortrag hält oder vielleicht sogar eine eigene Session leitet, liegt allein an ihm. Die Themen variieren von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter über Inhalte wie Webstandards, Unternehmensgründungen sowie juristische Aspekte im Umfeld Internet bis hin zu E‐Learning oder gesellschaftlicher Partizipation. Auch den Ablauf der Sessions bestimmen die Teilnehmer selbst, indem sie ihren Beitrag auf einem Tagesablauf‐Gitter platzieren, dem so genannten Grid. Jeder Besucher ist aufgefordert, sich auf sein Herzensthema vorzubereiten und die anderen an seiner Leidenschaft – oder auch seiner kritischen Sicht – teilhaben zu lassen.
Kiel hat eine wirklich aktive „Szene“, wenn es um die Bereiche Internet und Technik geht. Man trifft sich beim Webmontag, beim Cloud Computing, bei Pl0gbars oder Toppoint‐Veranstaltungen, und viele dieser Treffen sind übrigens auch Herzensangelegenheiten einiger Fördeflüsterer‐Mitglieder. Barcamps finden bundesweit regelmäßig statt und so lag es nahe, auch in Kiel eins zu veranstalten. Nach einigen Anläufen war es dann 2010 soweit, dass mit Hilfe einer ehrenamtlicher Gruppe das erste Kieler Barcamp auf die Beine gestellt wurde. Der Erfolg war mit über 120 Teilnehmern groß, die Nachfrage nach einer Neuauflage im Jahr 2011 sogar noch größer, deshalb wurden die Teilnehmerzahlen auf knapp 300 Anmeldungen aufgestockt.
Eigentlich steht ja schon alles in der Barcamp‐Beschreibung: Internet– und technikaffine Menschen treffen sich, entscheiden selbst, über welche Themen sie sich unterhalten wollen und legen dann in dreißigminütigen Sessions einfach los. So kann man selbst sein Wissen über Suchmaschinenoptimierung mit anderen teilen, sich über das Phänomen „Twitter“ unterhalten oder eine freie Gesprächsrunde über Politik im Internet eröffnen. Dass dabei nicht nur heiße Luft produziert wird, sieht man an einigen Ergebnissen, zum Beispiel hat sich das Landesblog, inzwischen wie der Fördeflüsterer Teil des Vereins für neue Medien e.V., dort gegründet.
Da viele Fördeflüsterer‐Redakteure 2010 nicht nur in der Barcamp‐Organisation, sondern auch als Teilnehmer aktiv waren und auch darüber geschrieben haben, können wir euch mit einer Auswahl unserer Artikel einen kleinen Einblick in einige der Sessions vom letzten Jahr anbieten.
Wie man sieht, ist von Programmierern und Marketingleuten über private Blogger bis zu reinen Nutzern von Facebook & Co. für alle Web‐Interessierten etwas dabei gewesen, und so wird es 2011 mit Sicherheit ebenfalls sein. Genau wie die geselligen Momente beim gemeinsamen Essen und einer Abendveranstaltung am Freitag.
Die Anmeldung erfolgt über die Eintragung in ein Wiki unter BarCampKiel. Auch wenn die Liste aktuell voll ist, lohnt es sich, einen Platz auf der Warteliste zu sichern, erfahrungsgemäß springen einige Teilnehmer in den letzten Tagen und Stunden vor der Veranstaltung ab. Im letzten Jahr konnten auf diese Weise noch zahlreiche Teilnehmer nachrücken. Es gibt jedoch keine Bestätigungsmail, daher sollte man selbst nachschauen, ob man inzwischen offiziell als Teilnehmer dabei ist. Empfehlenswert ist auf jeden Fall, sich für den Newsletter zu registrieren.