Donnerstag, 09. September 2010
We Are ScientistsDas hat man aber bei dem Nachfolger „Brain Thrust Mastery“ revidiert, und auf dem Cover sah man die beiden Herren verkatert auf einem Rücksitz sitzen. Die Party schien vorbei, und so klangen die Songs dann auch, die Referenzen waren dann auch eher Achtzigerjahre‐Bands, die näher an Kajagoogoo waren als an Wave– und PostPunk‐Bands jener Zeit.
Wandel musste her, damit die Asche nicht über den Feldern verweht. Und mit dem neuen Album „Barabara“ ist der Ofen auch nicht aus, auch wenn hier nicht so ein farbenfrohes Feuer lodert wie vor fünf Jahren. Aber die Songs haben wieder eine gewisse Griffigkeit und gehen vermehrt ins Ohr.
Der Opener „Rules Don´t Stop“ bleibt schon beim zweiten Hören im Hirn haften, auch wenn die Melodie ein wenig zu simpel erscheint. Einfach sind diesmal eigentlich alle Songs geschrieben, und sie zielen wieder mehr auf die Tanzfläche, weswegen die Struktur so klar gestaltet ist.
So hat man schnell seine Freude an dem sehr rhythmusbetonten „You Should Learn“ oder an „I Don´t Bite“. Die Gitarrenläufe sind immer schnell und das Schlagzeug immer zackig gespielt, dazu wird dann auch mal gerne Oh‐o‐oh‐o geträllert. Hits schreiben haben sie dann doch nicht verlernt, aber was ein wenig verloren gegangen ist, ist der absurde und gerne abwegige Humor dieses Trios, der sie damals so einzigartig gemacht hat und die Facetten des Feuers immer besonders betont hat.
Dafür hat das ehemalige Duo wieder Zuwachs in Form von Schlagzeuger Andy Burrow bekommen; dieser hat seinen Job bei Razorlight an den Nagel gehängt, um jetzt bei We Are Scientists zu trommeln. Die Bewirtschaftung der Felder muss also noch ein wenig warten.
Erschienen bei: Masterswan Records /PIAS
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