// Hochschulen

Mittwoch, 16. Juni 2010

Sparpläne der Landesregierung

14.000 Studenten kämpften für ihre Universitäten

14.000 Studenten demonstrierten in Kiel (Fotos Alex Kock)
14.000 Studenten demonstrierten in Kiel (Fotos Alex Kock)

Am 25. Mai gab die Lan­des­re­gie­rung Schleswig‐​Holstein ihre Spar­pläne bekannt, die vor allem die drei Hoch­schu­len im Land schwer tref­fen. Bis 2020 sol­len mehr als 150 Mil­lio­nen Euro an den Uni­ver­si­tä­ten ein­ge­spart wer­den. Mit der größ­ten Demons­tra­tion seit über 30 Jah­ren pro­tes­tier­ten am Mitt­woch­nach­mit­tag circa 14.000 Stu­den­ten und Hoch­schul­mit­ar­bei­ter vor dem Kie­ler Land­tag gegen diese Spar­pläne der schwarz‐​gelben Koalition.

Mehr als 3.000 Stu­den­ten kamen bereits am Vor­mit­tag mit meh­ren Bus­sen und einem Son­der­zug aus Lübeck nach Kiel. Minis­ter­prä­si­dent Cars­ten­sen hatte zur glei­chen Zeit in einer Regie­rungs­er­klä­rung die Spar­pläne ver­tei­digt. Von der Oppo­si­tion hagelte es jedoch hef­tige Kritik.

Die Pro­test­ler aus Kiel tra­fen sich um 14:00 Uhr vor dem Audi­max der Christian‐​Albrechts‐​Universität und zogen von da zum Haupt­bahn­hof, wo sie die Demons­tran­ten der Uni‐​Städte Lübeck und Flens­burg abhol­ten. Von dort aus ging es zur gemein­sa­men Kund­ge­bung in den Schloss­gar­ten und dann an der Förde ent­lang zum Schleswig‐​Holsteinischen Land­tag. Die Stu­den­ten wen­den sich unter ande­rem gegen die ersatz­lose Schlie­ßung gan­zer Fakul­tä­ten der Travestadt.

Lübe­cker Stu­den­ten vor dem Land­tag in Kiel

Über­wie­gend in gelb gehüllt (die Far­ben der Uni­ver­si­tät Lübeck) und dem Schrift­zug „Ich kämpfe für meine Uni“ mach­ten die Demons­tran­ten mit Tril­ler­pfei­fen, Vuvu­zelas und Gesang ihrem Ärger über die Spar­pläne Luft. Nach dem Wil­len der Regie­rung von Minis­ter­prä­si­dent Harry Cars­ten­sen (CDU) soll in Lübeck der gesamte Medi­zin­stu­di­en­gang geschlos­sen wer­den, zudem gibt es Kür­zun­gen bei dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Schleswig‐​Holstein (UKSH). Die Hälfte aller Stu­den­ten der Han­se­stadt sind jedoch ange­hende Medi­zi­ner. Die Pro­test­ler fürch­ten daher das Aus der gesam­ten Hochschule.

Auch in der Lan­des­haupt­stadt glau­ben die Stu­den­ten nicht, dass ihre Uni­ver­si­tät von den Strei­chun­gen nicht betrof­fen ist. Das Land hat sich ver­pflich­tet 10.000 neue Stu­di­en­plätze zu schaf­fen. In Anbe­tracht der Spar­pläne bedeute dies noch vol­lere Lehr­ver­an­stal­tun­gen und schlech­tere Lehr­mit­tel für Kiel, so der AStA. Der Kie­ler AStA‐​Vorsitzende Tobias Lang­guth sagte dazu: „Wir müs­sen uns mit den Lübe­ckern soli­da­risch zei­gen, sonst wird in ein paar Jah­ren auch bei uns gekürzt.“

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Anne Knifka Anne Knifka

Warum man Kiel lie­ben muss? Schaut Euch doch ein­fach mal um!

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