// Kultur

Dienstag, 16. Februar 2010

Teilnehmer gesucht

1. Kieler Science Slam in der Pumpe

Ein Teilnehmer erklärt seine Ergebnisse (Bild: Julia Offe)
Ein Teilnehmer erklärt seine Ergebnisse (Bild: Julia Offe)

Poe­try Slams sind für die Kie­ler schon ein selbst­ver­ständ­li­cher Teil der Kul­tur­land­schaft. Am Frei­tag, den 19. Februar geht nun der erste Kie­ler Sci­ence Slam über die Bühne der Kie­ler Pumpe. Der För­de­flüs­te­rer sprach im Vor­feld der Ver­an­stal­tung mit der Orga­ni­sa­to­rin Julia Offe.

Als eine der Orga­ni­sa­to­rin­nen der bun­des­weit statt­fin­den­den „Sci­ence Slams“ ver­rät uns Julia Offe, worum es dabei genau geht: „Beim Sci­ence Slam han­delt es sich wie sei­nem Vor­bild, dem Poe­try Slam, um einen Wett­be­werb im Vor­tra­gen. Anstelle selbst geschrie­be­ner Texte prä­sen­tie­ren die Teil­neh­mer hier jedoch selbst erar­bei­tete For­schungs­er­geb­nisse. Das Publi­kum bil­det die Jury und bestimmt, wer am Ende des Abends zum 1. Kie­ler Science‐​Slam‐​Sieger gekürt wird.“

Bei der Bewer­tung geht es aller­dings nicht vor­ran­gig um den wis­sen­schaft­li­chen Wert der Arbeit, son­dern um die Art und Weise des Vor­tra­ges. „Vor allem ent­schei­det eine infor­ma­tive und unter­halt­same Dar­stel­lung des For­schungs­the­mas – egal, ob es in den Natur– oder Geis­tes­wis­sen­schaf­ten, in den Sozial– oder Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten oder in der Medi­zin ange­sie­delt ist. Zehn Minu­ten ste­hen jedem Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler zur Ver­fü­gung, um dem Publi­kum sein oder ihr Pro­jekt in einem popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Vor­trag vor­zu­stel­len“ berich­tet die Ham­bur­ge­rin über ihr Herz­blut­thema. Die Ver­an­stal­tun­gen fin­den bereits in Ber­lin, Braun­schweig, Ilmenau, Göt­tin­gen und­na­tür­lich ihrer Hei­mat Ham­burg statt.

Eine Idee wird weitergetragen

Wie sie dazu gekom­men ist? „Vom Sci­ence Slam habe ich das erste Mal gehört, als mir ein Mit­ar­bei­ter vom Haus der Wis­sen­schaft in Braun­schweig bei einer Wissenschaftsjourna‐​listenkonferenz davon erzählt hat, dass sie dort einen ver­an­stal­ten. Ich bin dann nach Braun­schweig gefah­ren und war begeis­tert. Dann habe ich hier in Ham­burg alle Poe­try Slams abge­klap­pert und die Mode­ra­to­rin ange­spro­chen, die mir am bes­ten gefal­len hat. Und jetzt orga­ni­siere ich mit ihr zusam­men die Slams, sie hat die Kon­takte zu Kul­tur­schaf­fen­den und ich zu den Wis­sen­schaft­lern. Ich selbst bin wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin an der Uni HH (mit einer hal­ben Stelle) und den Rest der Zeit mache ich den Sci­ence Slam und schreibe über Wis­sen­schafts­the­men, z.B. für das Labor­jour­nal und GEO­lino. Ich bin also schon aus dem Stu­den­ten­al­ter raus!“

Das Publi­kum als Jury (Bild: Julia Offe).
Die Frage, ob sie in den Ver­an­stal­tungs­or­ten mit den Uni­ver­si­tä­ten direkt zusam­men­ar­bei­tet ver­neint sie. „Am Anfang habe ich über­legt, ob ich mir eine Insti­tu­tion dazu holen soll, mit der ich den Sci­ence Slam ver­an­stalte, aber ich wollte lie­ber selbst alles unter Kon­trolle haben und das hat sich sehr bewährt. Zur Nacht des Wis­sens hier in HH habe ich näm­lich einen an der Uni ver­an­stal­tet, und das war alles viel kom­pli­zier­ter, als wenn ich, wie jetzt, alles selbst mache.“

In Kiel wird die Ver­an­stal­tung von Frie­de­rike Mol­den­hauer durch­ge­führt, die schon Erfah­rung bei „8 min. Eims­büt­tel“ und dem „Macht­club“ hat. „Außer­dem kommt sie aus Kiel und kennt auch die dor­tige Poetry‐​Slam‐​Szene, daher lag das nahe, mit Assem­ble Art zusammenzuarbeiten.“

Für die­sen ers­ten Slam in Kiel wer­den auf jeden Fall noch Vor­tra­gende gesucht. Prä­sen­tiert wer­den kön­nen Bachelor‐​, Master‐​, Magis­ter– und Diplom­ar­bei­ten genau so wie Pro­mo­ti­ons­the­men. So stel­len sich die Damen die Ver­anst­la­tung vor: „Alles ist erlaubt! Erzählt von Eurer Arbeit, bezieht das Publi­kum mit ein, zeigt Filme, Bil­der, Gegen­stände, aber vor allem: bringt dem Publi­kum euer Thema nahe UND es zum Lachen! Oder auch zum Weinen?“

Bewer­bun­gen bitte an: Julia Offe – kiel@​scienceslam.​de

oder unter 0179 – 203 6765.

Los geht es am Frei­tag, den 19. Februar um 19 Uhr (Ein­laß 18:30 Uhr) im Roten Salon der Pumpe und der Ein­tritt beträgt 4 Euro.

Wei­ter­füh­rende Links

Termin

Über den Autor

Daniela Sonders Daniela Sonders

Suchte 2008 nach kiel4kiel und fand den För­de­flüs­te­rer. Wollte eigent­lich nur hier und da mal ne Kino­kri­tik schrei­ben und ver­sucht jetzt die­sen herr­lich wuse­li­gen Laden in Schach zu hal­ten. Das hat sie nun davon.

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