// Kultur

Samstag, 28. August 2010

11. Kieler Museumsnacht

Wieder Einiges los in den Kieler Museen

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Auch in die­sem Jahr gelang den Ver­an­stal­tern und Mit­ge­stal­tern der Muse­ums­nacht wie­der ein krö­nen­der Abschluss des Kie­ler Kul­tur­som­mers. Wie gehabt konnte in den Abend­stun­den des letz­ten Frei­tags im August ab 19 Uhr Kunst und Kul­tur auf diese etwas andere Weise genos­sen wer­den. Bei noch halb­wegs mil­den Tem­pe­ra­tu­ren und zum Glück ohne Regen pen­del­ten zahl­rei­che Besu­cher zwi­schen den 19 teil­neh­men­den Häu­sern hin– und her.

gru­se­lige Behand­lungs­me­tho­den – zu sehen in der Medi­zin– und Phar­ma­zie­his­to­ri­schen Sammlung
Schon deut­lich vor 19 Uhr waren erste Muse­ums­nächt­ler in den Stra­ßen Kiels unter­wegs, für Insi­der gut an den kleine blauen Heft­chen – dem Pro­gramm – zu erken­nen. Und das ist auch ver­ständ­lich, denn wer mög­lichst viel sehen möchte, muss sowohl früh anfan­gen, als auch gut pla­nen. Es gilt ja nicht nur zu über­le­gen, wann man wo über­all hin­möchte, son­dern auch, ob man dort zu Fuß, mit dem Shuttle‐​Bus oder per schiff hin­ge­langt. Den­noch zeich­nete sich auch die dies­jäh­rige Muse­ums­nacht wie­der durch ihre ent­spann­ten Besu­cher aus. Wenn es bei­spiels­weise vor der Medi­zin– und Phar­ma­zie­his­to­ri­schen Samm­lung zu War­te­schlan­gen kam, wurde das gerne hin­ge­nom­men, jeder wusste ja, es lohnt sich. Und wem das War­ten zu lange dau­erte, der begab sich eben gleich in den Innen­hof, um sich dort vom Open‐​Air‐​Kino auf­hei­tern zu las­sen oder mit einer gru­se­li­gen Narbe „ver­schö­nern“ zu las­sen. Oder zur nahe­ge­le­ge­nen Kunst­halle, oder zum Klos­ter, oder, oder, oder. Ent­spre­chend sah man auch noch bis weit in den Abend hin­ein Leute, die sich gerade erst ein Ein­tritts­bänd­chen kauften.

in der Stadt­ga­le­rie: Sla­wo­mir Els­ner, Ohne Titel 62, 2005

Neben dem viel­fäl­ti­gen Pro­gramm, das über­all gebo­ten wurde, konnte man die Muse­ums­nacht aber auch nut­zen, um neu anlau­fende Aus­stel­lun­gen als einer der ers­ten unter Augen­schein zu neh­men. Schon vor der offi­zi­el­len Eröff­nung konnte die neue Aus­stel­lung im Brunswi­ker Pavil­lon „Feuer und Flamme“ besich­tigt wer­den. Hier ist zu sehen, wie unter­schied­lich Schleswig‐​Holsteiner Künst­ler mit dem jahr­tau­sende alten Mate­rial Ton umge­hen. Außer­dem wurde an die­sem Abend die neue Aus­stel­lung im kiel­kind – Raum für Kunst und Kon­zepte eröff­net. In den neuen Räum­lich­lei­ten des ehe­ma­li­gen Werk­hofs zeig­ten sich die fünf Künst­le­rin­nen aus Ham­burg – pas­send zu ihrer Aus­stel­lung „Heute trage ich Bart“ – mit der eigent­lich Män­nern vor­be­hal­te­nen Gesichtsbehaarung.

Auch war die Muse­ums­nacht fast die letzte Gele­gen­heit, noch schnell die aus­lau­fende Aus­stel­lung in der Stadt­ga­le­rie zu besu­chen. Dort ist nur noch bis zum 29.08.2010 pol­ni­sche Kunst von heute zu sehen. Dies war sicher­lich bei vie­len der letzte Punkt auf der Museumsnacht‐​Route, denn ab Mit­ter­nacht konnte man hier bei Bier, Wein und tanz­ba­rer Musik den Eindrucks‐​vollen Abend beschwingt aus­klin­gen lassen.

Über den Autor

Ute Bergmann Ute Bergmann

…ist 2006 zum Stu­dium der Euro­päi­schen Ethnologie/​Volkskunde, Sla­vis­tik und Psy­cho­lo­gie nach Kiel gekom­men. Mitt­ler­weile hat sie ihren Magis­ter in der Tasche und fühlt sich in Kiel wie zuhause.

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