// Musik

Dienstag, 17. August 2010

Marsmobil

(Why Don´t You Take) The Other Side?

Marsmobil – (Why Don´t You Take) The Other Side?
Marsmobil – (Why Don´t You Take) The Other Side?

Das erste Album des Mul­ti­in­stru­men­ta­lis­ten Roberto di Gioia ex‐​Passport) ist damals bei einem klas­si­schen Jazz‐​Label erschie­nen, wo es aber wegen der leich­ten Zunei­gung zu Elec­tro­nica ein wenig deplat­ziert wirkte. Trotz­dem war natür­lich auch Jazz zu erspüren,was man auch an den Pia­no­parts mer­ken konnte.

Das zweite Werk „Minx“ erschien beim Com­post Label, was wun­der­bar passte, mit den leicht zer­las­se­nen Groo­ves und den sanft bestim­men­den Beats. Nun müsste das neu­este Werk namens „(Why Don´t You Take) The
Other Side?” eigent­lich bei dem Rie­sen Vir­gin ver­öf­fent­licht wer­den, zumin­dest brin­gen die Fran­zo­sen von Air ihre Plat­ten über die­ser Firma an den Mann oder die Frau.

Genau an diese Band erin­nert der neue Marsmobil‐​Output. Die Arran­ge­ments sind alle so luf­tig leicht, dass sie durch die Boxen eher glei­ten als gedrückt zu wer­den, und alles wirkt so anschmieg­sam. Und wir kön­nen es ruhig laut sagen, es ist kein Jazz, son­dern zer­flie­ßen­der Pop.

Ganz klar, auch wenn sich hier so rich­tige Melo­dien dann doch nicht zei­gen. Muss aber in die­sem Fall auch nicht, denn hier sind die Arran­ge­ments wich­tig. Wenn sich aber eine mög­li­che Bil­dung von Hits auf­tut, dann klingt das manch­mal wie eine Mischung aus Beck und Gon­za­les ohne über­drehte Struk­tu­ren und ohne gro­ßen Entertainer‐​Überschaum.

Trotz­dem sind es nicht zu sim­ple Songs, wie z.B. „Jolly“, wo die Per­cus­sions immer wie­der über­ra­schen und fast schon tanz­ba­ren Groove frei­le­gen. Es ist also mög­lich, zu der Musik von Mars­mo­bil zu tan­zen und sie genauso genuss­voll zu Hause auf der Couch zu genießen.

Dass Robert di Gioia die meis­ten Instru­mente selbst ein­ge­spielt hat, kann man sich bei ihm den­ken, schließ­lich hat er schon bei Klaus Dol­din­gers Pas­sport gespielt und bei Alben von Udo Lin­den­berg, Max Herre, DJ Hell, Con­sole oder The Not­wist mit­ge­wirkt. Bei sol­chen Refe­ren­zen muss man schon davon aus­ge­hen, dass er gekonnt mit Instru­men­ten umge­hen
kann.

Erschie­nen bei: Com­post /​Groove Attack

www​.mars​mo​bil​.net

Video

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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